Bauprojekte in der Hauptstadt

11. Februar 2020 07:04; Akt: 11.02.2020 07:15 Print

Luxemburger will alte Gebäude retten

LUXEMBURG – Peter Kleijnenburg hat eine Facebook-Gruppe gegründet, um gegen die Zerstörung der städtischen Bausubstanz zu protestieren.

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«Alleine kann ich nicht viel ausrichten, aber tausend Menschen haben schon mehr Gewicht», findet Facebook-Gruppen-Gründer Peter Kleijnenburg.

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«Ich wollte Menschen zusammenbringen, die wie ich frustriert sind, wenn sie sehen, wie schöne Gebäude in der Hauptstadt abgerissen werden. Alleine kann ich nicht viel ausrichten, aber tausend Menschen haben schon etwas mehr Gewicht», präsentiert Peter Kleijnenburg, der seit 2011 in Luxemburg lebt, seine Facebook-Gruppe «Luxembourg under destruction - Mir wëllen hale wat mir hunn».

Die 600 Mitglieder posten Fotos von Gebäuden, die abgerissen werden sollen oder bereits zerstört wurden, und von dem, was an ihrer Stelle gebaut wurde. «Von den 25.465 Gebäuden in der Hauptstadt stehen 8277 unter dem Schutz des allgemeinen Bebauungsplans (PAG)», erklärt die Stadt Luxemburg. Sie kann die Zerstörung eines Gebäudes nur «in Anwendung des Teilbebauungsplans «quartier existant» (PAP QE) oder des PAG in einem Secteur protégé» abwenden.

Wenn ein Investor ein Gebäude kauft, «müssen die Mieter eine andere Unterkunft finden. Das ist mir auch schon passiert. Ich habe in der Route d'Arlon in einem Gebäude aus den 1930er Jahren gewohnt. Ich hätte die Wohnung gekauft, aber der Investor konnte mehr bieten», sagt Peter Kleijnenburg.

(Marion Mellinger/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tweety am 11.02.2020 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    In Luxusburg gibt es nicht mehr sehr viel was zu retten ist,sei es an Gebäuden mit bemerkenswerter Architektur oder an Betrieben Luxemburger Abstammung. Wir sind aus Profitgier schon seit langem verkauft worden. Und der Trend setzt sich nun verstärkt im Immobilienhandel weiter voran ,das kann man überall im Land bemerken,und das ganze Spiel wird dabei noch von der Politik aus geduldet resp.unterstützt.

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  • Nico am 11.02.2020 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Tja. Eben wegen diesem Kapitalismus in seiner extremsten Form, wurden Menschen die hier geboren wurden (wie ich auch) dazu gezwungen wegzuziehen, wenn man nicht zufällig geerbt hat. Das liebe Geld. Ein Fluch und Segen zugleich. Auch wenn das was wir aktuell erleben die reinste Form der Ausbeutung ist. Absolut unmöglich sich hier im Land noch was leisten zu können.

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  • svendorca am 11.02.2020 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    und von den 600 Mitglieder kriegt man in Luxemburg mal keine 50 zusammen, die auf die Strasse gehen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Charel am 18.10.2020 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Di aal schein Gebeier an der Stadt muss een awer schon mat der Lipp siche goen, um Blv Royal ass net mei vill Scheines do????

  • Schommer Marc am 12.02.2020 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Eleng am Garer quartier, an der avenue de la Liberté, rue Goethe, rue Heine, an der Zithastroos, rue Michel Welter, rue M. Rodange, rue A. Fischer, bd de la Pétrusse et j'en passe ge et nach vil schéin bis ganz schéin Haiser. Et stëmmt nöt dass déi kénnen oofgerappt gin well se meeschtens an engem secteur protégé leien. E bes'chen differenzeieren muss een awer.

  • kaa am 11.02.2020 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann een wees wou hier d‘Investoren kommen: Russland, Iran, Investmentfongen etc etc

  • Knouter am 11.02.2020 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wann se giffen di aale Gebaier erhaalen, wier Letzebuerg mol endlech fir eppes aanescht wi Banken oder Steierparadais bekannt. En Staatkär aus schéinen, aalen, renovéierten Haiser wier dach méi flott ze kuken wi all die Betonsbléck oder die Spigelhaiser.

  • Sozialist am 11.02.2020 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder mal eine Initiative die nur den Reichen hilft, statt, dass man Platz für neuen Lebensraum schafft, wird hier versucht Altes, Überflüssiges zu erhalten, so dass ein paar Reiche die sich das Leben in der Stadt noch leisten können, es schön gemütlich haben, währen Normalverdiener aus der Stadt wegziehen müssen, weil der Wohnraum immer knapper wird.