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19. März 2019 08:05; Akt: 19.03.2019 08:09 Print

«Luxemburgisch braucht eine Rechtschreibung»

LUXEMBURG – Der neue Kommissar für die luxemburgische Sprache, Marc Barthelemy, erklärt, mit welchen Problemen das «Lëtzebuergesch» derzeit zu kämpfen hat.

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Das bestehende Luxemburgisch-Kursangebot für Erwachsene reicht nicht aus. (Bild: Editpress/Fpizzolante)

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Marc Barthelemy, der im vergangenen Oktober in die neu geschaffene Position des Kommissars für die luxemburgische Sprache berufen wurde, erläutert im Gespräch mit L'essentiel seine Ziele. Er hält es für eine große Herausforderung, einer Sprache – deren Bedeutung besonders auf europäischer Ebene immer weiter abnimmt – ein neues Renommee zu verleihen. «Luxemburgisch zählt nicht zu den offiziellen Amtssprachen der EU. Das macht es schwierig, Studiengänge in dieser Fachrichtung anzubieten oder zu finanzieren.»

In diesem Zusammenhang sei es dringend geboten, Regeln für die Schreibweise der luxemburgischen Sprache festzulegen. «Ein vollständiges Wörterbuch ist erforderlich, aber auch eine detaillierte Grammatik. Eine Abteilung der Universität Luxemburg beschäftigt sich derzeit mit diesem Thema».

Angebot deckt Nachfrage nicht

In der Erwachsenenbildung seien die Probleme anders gelagert: Immer mehr Ausländer lernen Luxemburgisch, um ihre Position auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu stärken. Das Angebot an Kursen deckt mittlerweile die Nachfrage nicht mehr. Laut Bildungsministerium besteht eine dringende Notwendigkeit, eine Bestandsaufnahme von Angebot und Nachfrage zu machen.

Der Mangel an Lehrkräften, die fehlende Infrastruktur, aber auch ein Kursenangebot, das nicht vielseitig genug ist beschäftigen Barthelemy. «Alle sind in den gleichen Kursen, unabhängig von den Niveaustufen und der sprachlichen Herkunft der Lernenden», so der Sprachkommissar.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Banjo am 19.03.2019 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Sprooch brauch keen as jo mol keng Sprooch mengt een en Hond den billt sou ellen as se

  • Gastkommentar am 19.03.2019 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich traue meinen Augen nicht, Karneval ist vorbei, der 1. April noch nicht da: wo kämen wir hin wenn mit jedem Provinzdialekt in den 28 EU Staaten so verfahren würde ? Ganz klar muss man Luxemburgisch als Kulturgut pflegen um vor dem demografischen Aussterben zu schützen, es aber als sog. Sprache pushen zu wollen ist nicht nur überflüssig sondern ziemlich drollig. Ich spreche es übrigens nahezu fliessend, genauso wie das Platt aus meiner Ursprungsregion und vier vollwertigen Sprachen.

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  • Neckel vun Angelduerf am 19.03.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wat e Quatsch. Mir hunn eent franséischt Meedchen bei eis opgeholl, dat leiert zu Ettelbréck am Lycée lëtzebuergesch. Hat huet Grammaire, Verben alles wat muss sinn. Et ginn Schoulbicher, dënn Internet bitt vill Méiglechkeeten. An Iwwerhaapt: Srachkommissar??? wat een Blödsinn. Erik Ode war den Kommissar! Sprachkommissar ....????? Jejeje. Erëm eng deck Pai méi ze bezuelen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Drachenzwerg am 19.03.2019 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Een Wörterbuch fannen ech gut , verstin just net hun Biicher däh 60 Joer aal sin , firwat hun sech Leidt schon demols net agesaat fir een Wörterbuch ??? An dann nach eeng aaner Saach as do AAL Letzebuergesch och vertrieden am Wörterbuch ? An ech hoffen dass noch Joerzengten net erem annescht geschrieben gin Wierder , sou wäh bei den Praissen dat as een Dilema dann :)

  • Banjo am 19.03.2019 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Sprooch brauch keen as jo mol keng Sprooch mengt een en Hond den billt sou ellen as se

  • Arm am 19.03.2019 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wan eis Auslänner de hei Schaffen mol et kennte schwetzen war schon vill gemach

  • Neckel vun Angelduerf am 19.03.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Wat e Quatsch. Mir hunn eent franséischt Meedchen bei eis opgeholl, dat leiert zu Ettelbréck am Lycée lëtzebuergesch. Hat huet Grammaire, Verben alles wat muss sinn. Et ginn Schoulbicher, dënn Internet bitt vill Méiglechkeeten. An Iwwerhaapt: Srachkommissar??? wat een Blödsinn. Erik Ode war den Kommissar! Sprachkommissar ....????? Jejeje. Erëm eng deck Pai méi ze bezuelen!

  • Gastkommentar am 19.03.2019 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich traue meinen Augen nicht, Karneval ist vorbei, der 1. April noch nicht da: wo kämen wir hin wenn mit jedem Provinzdialekt in den 28 EU Staaten so verfahren würde ? Ganz klar muss man Luxemburgisch als Kulturgut pflegen um vor dem demografischen Aussterben zu schützen, es aber als sog. Sprache pushen zu wollen ist nicht nur überflüssig sondern ziemlich drollig. Ich spreche es übrigens nahezu fliessend, genauso wie das Platt aus meiner Ursprungsregion und vier vollwertigen Sprachen.

    • Knouter am 19.03.2019 10:33 Report Diesen Beitrag melden

      Luxemburgisch ist weder ein Provinz- noch sonst ein Dialekt und eine offiziel anerkannte Sprache. Das ist als würde man den Spaniern/Polen/Schweden zB sagen, nein eure EU-Dokumente gibt's ab jetzt nur in Englisch und nicht in Eurer Landessprache.

    • de Pessimist am 19.03.2019 13:20 Report Diesen Beitrag melden

      Provinzdialekt... Ich spreche uebrigens nahezu fliessend... fier ze schreiwen geet et dann wuel awer net duer... mee bon vleit kommen jo dann mei kuren wou's de et leieren kanns... Malta huet am moment +- 460.000 Awunner, Letzebuerg huet 550.000 Awunner. mat deem ennerscheed dass maltesesch eng offiziel eu sprooch ass an letzebuergesch net. Mee mier schwaetzen hei an der provenz an all kouduerf jo souwisou baal all 4 sprochen an daat schon als Kand/Jugenlechen, waat bei eisen noperen (zeguer nemmen e puer kilometer vun der grenz) net den fall ass!

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