Coronavirus in Luxemburg

10. August 2020 20:03; Akt: 10.08.2020 20:53 Print

Luxemburgs Corona-​​Strategie dient als Beispiel

LUXEMBURG – Die Europäische Zentrum für Infektionskrankheiten hat eine neue Risikobewertung zu erneut steigenden Corona-Fallzahlen in Europa veröffentlicht.

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Luxemburgs Strategie aus Tests und Kontaktverfolgung gilt dem ECDC als beispielhaft. (Bild: DPA)

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Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat am Montag seine Risikobewertung aktualisiert. Angesichts steigender Fallzahlen in einigen europäischen Ländern drängt die EU-Agentur die Mitgliedsstaaten, «bestimmte Maßnahmen wieder einzuführen», um ein «wirkliches Wiederaufleben» von Corona zu verhindern.

Nach den Statistiken der Agentur werden in der Europäischen Union täglich etwa 10.000 bis 15.000 Fälle neu registriert. Dieser Wert liegt weit entfernt vom Höchstwert von über 30.000 Fällen Anfang April, aber deutlich über der von Mitte Mai bis Mitte Juli beobachteten Marke von 5000. «Während in vielen Ländern jetzt milde oder sogar asymptomatische Patienten getestet werden, was zu einem Anstieg der Zahl der registrierten Fälle führt, gibt es in mehreren Ländern einen echten Anstieg der Fälle, der mit der Lockerung von Maßnahmen des Social-Distancings zusammenhängt», teilt die in Stockholm ansässige Agentur weiter mit. «Das Risiko einer Progression von Covid-19 ist für diese Länder hoch», und «sehr hoch», wenn sie ihre Beschränkungen nicht einführen oder verstärken, warnt das ECDC.

Genaue Betrachtung notwendig

Tatsächlich wies die Agentur in ihrer Aktualisierung auf die Bedeutung einer umfassenden Teststrategie im Kampf gegen das Virus hin. Die Test- und Rückverfolgungsstrategie Luxemburgs wurde hier als Beispiel genannt. Dem ECDC zufolge sind die Mitgliedstaaten, die sich einen solchen Weg entschieden haben, besser in der Lage, ein Wiederaufflammen der Fälle schnell zu erkennen. Darüber hinaus sei es dort schneller möglich Risikogruppen zu identifizieren und so das Risiko eines weiteren Anstiegs der Infektionen zu begrenzen.

Angesichts der Vielfalt der Teststrategien in Europa betont das ECDC, dass ein genauer Blick nötig sei, um die Herkunft der Neuinfektionen zu ermitteln. Nur so könne man unterscheiden, ob eine veränderte Strategie oder ein tatsächlicher Anstieg der Infektionen die Ursache für die erhöhten Zahlen sei. Schließlich untersuche Luxemburg beim Large-Scale-Testing auch in großem Rahmen asymptomatische Personen, um auch solche Fälle zu erfassen. Das ECDC empfiehlt den EU-Ländern, «die Testbemühungen zu maximieren», und so den Zugang zu Tests für «alle symptomatischen Fällen, auch solche mit leichten Symptomen», zu ermöglichen.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 10.08.2020 23:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zielt dat mol dem RKI...

  • Tata Henriette am 11.08.2020 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt muss nur noch jemand das den Leuten vom RKI übersetzen rsp. erklären, und zwar so dass die das auch verstehen.

  • Jos am 10.08.2020 22:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke für diese Bewertung. Aber in der Praxis wird das Land, welches breit testet und somit auch asymptomische Fälle entdeckt, als Risikogebiet gebrandmarkt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • mergeai_elisabeth@hotmail.de am 25.08.2020 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist eigentlich genau das was RKI auch schreibt.

  • Alain am 15.08.2020 04:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    E Witz ????

  • Tata Henriette am 11.08.2020 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt muss nur noch jemand das den Leuten vom RKI übersetzen rsp. erklären, und zwar so dass die das auch verstehen.

  • Kasawubu am 11.08.2020 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ma dann huëlen deen Bericht di nächsten Kéier mat op Tréier !!! An bretzen ons domat ....

  • jimbo am 10.08.2020 23:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zielt dat mol dem RKI...