Protestwoche

17. September 2019 11:37; Akt: 18.09.2019 10:37 Print

Luxemburgs Jugend streikt erneut fürs Klima

LUXEMBURG – Ein Bündnis aus jungen Klimaaktivisten startet in eine ganze Woche des Protests. Den Auftakt macht eine Demonstration am Freitagmorgen.

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Am Freitag beginnt die Aktionswoche. Dann verlassen die Schüler um 10 Uhr den Unterricht, um am Luxemburger Bahnhof ihre Demo zu starten.

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Am 15. März nahmen rund 15.000 Schüler und Studenten am Klimamarsch teil. An diesem Freitag nehmen die Jugendlichen wieder Anlauf. Sie haben dazu aufgerufen, den Unterricht am Freitag um 10 Uhr zu verlassen, um sich am Luxemburger Bahnhof zu treffen. Von hier aus startet ihre Demo zur Kinnekswiss. Dort endet die Demonstration mit Reden und Konzerten. Die Veranstaltung wird von United for climate justice (UCJ) organisiert, einer Plattform, die Verbände wie Youth for climate Luxembourg, Rise for Climate, Extinction Rebellion und Gewerkschaften zusammenbringt.

«Wir streiken für unsere Zukunft. Wir nehmen die Straßen Luxemburgs ein, um unserer Stimme Gehör zu verschaffen», sagt Natasha Lepage von Youth for climate. «Wir akzeptieren keine politische Untätigkeit mehr.» Das Ministerium für Nationale Bildung wurde nicht angefragt, ob der Unterricht offiziell ausfallen kann. Die Geste wäre bei den Protestierenden aber «sehr willkommen», sagt Natasha Lepage. «Wir wollen, dass Luxemburg die Klimakatastrophe wahrnimmt. Wir wollen die Menschen für die Veränderung mobilisieren», fährt die junge Frau fort. «Wir fordern Klimagerechtigkeit.» Diese gehe viel weiter als Umweltkatastrophen wie Hurrikan Dorian. Natasha Lepage versteht darunter die durch die Krise verursachten «Ungerechtigkeiten, zwischen den Generationen, zwischen Nord und Süd und zwischen Reich und Arm».

Insgesamt laufen rund dreißig Aktionen unter dem Dach der UCJ zusammen. Die «Woche für die Zukunft» wurde den ganzen Sommer über vorbereitet und am heutigen Dienstagmorgen vorgestellt. Der Klimamarsch am Freitag bildet den Auftakt. Danach sind täglich verschiedene Aktionen geplant, wie ein Aufräumtag in Esch am Samstag, der 25. Jahrestag des Naturhauses am Sonntag, eine Aktion gegen fossile Brennstoffe oder eine Blumenaktion von der Youth for Climate am Dienstagnachmittag auf der Kinnekswiss. Am Freitag, 27. September, endet die Woche um 15 Uhr mit einer Abschlussdemonstration.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Superjemp am 17.09.2019 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja, vom 15/7 bis 15/9 wars wahrscheinlich egal was das Klima so macht !

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  • honga am 17.09.2019 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso streiken die nicht während den Ferien ????

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  • Jang am 17.09.2019 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Vakanz ass riwwer

Die neusten Leser-Kommentare

  • Folge meinen Worten, nicht meinen Taten am 20.09.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ok für dei Demos, doch welche persönliche Taten derselben Jugend werden gemacht um persönlich etwas fèr das Klima zu tun. Kreuzfahrten als Schulreise sind da schon irritierend. Selbst wenn man dann hypokrit Zertifikate kauft. Somit wird er CO2 Ausstoss auch nicht reduziert.

  • Arm am 18.09.2019 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Luxemburger Arbeitnehmer könnte dir auch mal streiken so wie in Deutschland um 5-6 % mehr Gehalt zu bekommen die sind noch zu blöd dafür die warten auf den Index

  • Arm am 18.09.2019 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle die hier so negative Berichte schreiben müssen ja vielleicht nicht noch in 70 Jahren hier auf der Erde leben das ist schon verstorben sind und die Jugend hat dann den Scheiß den wir hinterlassen habe

  • ech64 am 18.09.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Daat as just dass si frei hun. Huet neischt mei mam Klimaschutz ze dinn soss wieren Si och an der Vakanz Streicken gang

    • A.S. am 20.09.2019 08:57 Report Diesen Beitrag melden

      Aus der Politik würde es halt niemanden interessieren, wenn die Demos Samstags wären. Das ganze muss ja maximal unbequem gestaltet werden, damit es von der öffentlichkeit wahrgenommen wird. Offenbar verfehlt es seine Wirkung ja nicht, von daher Respekt an alle, die dort mitmachen, weiter so!

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  • Ras le bol am 18.09.2019 08:19 Report Diesen Beitrag melden

    Es nervt einfach. Immer nur Proteste aber selbst nicht anfangen seinen Lebensstil im Einklang mit der Natur zu ändern.

    • Jean-Luc am 18.09.2019 09:06 Report Diesen Beitrag melden

      Die Erwachsenen dürfen, sollen und müssen es wenigstens jetzt vormachen, da sie 40 Jahre in Saus und Braus gelebt haben.

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