Coding in Luxemburg

24. November 2016 08:33; Akt: 24.11.2016 08:55 Print

Luxemburgs jüngste Roboter-​​Experten

LUXEMBURG – Können Sie einen Roboter programmieren? Die Kinder im CoderDojo schon. Jetzt wollen sie andere für ihr Hobby begeistern – und machen bei der European Robotics Week mit.

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Apps, Roboter, Software – unsere Welt wird immer technischer. Das CoderDojo des HackerSpace in Bonneweg versucht, Kinder mit den neuen Anforderungen vertraut zu machen und Coding-Interessierten eine Austauschmöglichkeit zu geben. Spielerisch erlernen junge Computerexperten hier das Programmieren von Applikationen oder Robotern. Während der European Robotics Week (siehe Infobox), an der auch das Großherzogtum teilnimmt, veranstalten die Mitglieder des Luxemburger CoderDojos bei der «Mindstorms Robot Challenge» zwei Workshops für Zehn- bis Dreizehnjährige.

Die kreativen Lernmethoden kommen bei den kleinen Experten gut an. «Ich habe schon selbst zuhause einen Roboter gebaut» erzählt einer der Teilnehmer im CoderDojo in Bonneweg. «Aber der Workshop ist ziemlich cool.» Obwohl deutlich mehr Jungs anwesend sind, gibt es im CoderDojo auch einige Mädchen. «Das Coden ist keine Sache nur für Jungs – Mädchen können davon genauso fasziniert werden. Wir wollen so viele Kinder für möglich dafür begeistern», erklärt Marina Stephanova, Organisatorin des Events. «Sie sind die Forscher und Erfinder von morgen.»

Einen Roboter, um Rubik's Cube zu lösen

Henri ist erst zwölf Jahre alt – aber er leitet alleine den zweiten Workshop des CoderDojos auf der European Robotics Week. Der Luxemburger zeigt den anderen Kindern in den Microsoft-Büros in der Hauptstadt, wie ein Roboter konstruiert und programmiert werden kann. «Einen meiner ersten Roboter habe ich gebaut, um meinen Rubic's Cube zu lösen», erzählt er. «Ich bekam es selber nicht hin und war ziemlich frustriert. Dann entdeckte ich im Internet einen Algorithmus – und einen Roboter zum Lösen. Einmal gebaut, klappte es fast perfekt, nur in einer Ecke waren die Farben immer vertauscht. Also habe ich einen Helferarm entworfen – und es funktionierte.»

Henris Freunde in der Schule seien nicht so begeistert vom Programmieren wie er. Doch im CoderDojo trifft er auf Kinder mit dem gleichen Interesse. Jeden Donnerstag ist Henri in Bonneweg – und programmiert. Aber auch in meiner Freizeit beschäftigt er sich ohne Pause mit Technik und Computern. Ob er später denn auch beruflich mit Robotern arbeiten möchte? «Schon», antwortet Henri.« Aber vielleicht auch etwas mit Biologie. Eine Kombination daraus wäre spannend – Roboter für die Medizin entwickeln.»

Es braucht kein besonderes Talent

Aktuell arbeitet der kleine Programmierer an seinem ersten eigenen Projekt. «Ich habe einige Teile gekauft, aber die Planung und das Programmieren habe ich alleine gemacht», sagt er. Seine Kreation ist ein Telefon mit allen wichtigen Funktionen, das nur wenige Zentimeter Länge und Breite hat.

«Allerdings ist es so dick, dass es nicht in eine Hosentasche passt», sagt Henri. «Ich nenne es deshalb Fat-Phone.» Ein besonderes Talent braucht man laut dem Zwölfjährigen übrigens nicht – nur ein wenig Geduld.

(Jessica Oé/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • GuyBuddy am 24.11.2016 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wann et daat firun 20 Joer gin hätt wier ech vun begeeschterung aus der Kescht gesprong :) Also, gudd Initiative leider fir mech bëssen Spéit.

Die neusten Leser-Kommentare

  • GuyBuddy am 24.11.2016 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wann et daat firun 20 Joer gin hätt wier ech vun begeeschterung aus der Kescht gesprong :) Also, gudd Initiative leider fir mech bëssen Spéit.