«Overshoot Day»

16. Februar 2020 15:03; Akt: 16.02.2020 16:09 Print

Luxemburgs Ressourcen sind heute erschöpft

LUXEMBURG – Am heutigen Sonntag hat das Großherzogtum den Erdüberlastungstag des Landes erreicht. Damit sind rechnerisch die natürlichen Reserven verbraucht.

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Die natürlichen Ressourcen Luxemburgs sind am 16. Februar rechnerisch erschöpft.

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Am diesem Sonntag hat Luxemburg seinen Erdüberlastungstag («Earth Overshoot Day») erreicht. Damit hat das Großherzogtum die Ressourcen rechnerisch verbraucht, die die Natur des Landes innerhalb eines Jahres wiederherstellen kann. Die Zahlen stammen von der NGO Global Footprint Network die jedes Jahr sowohl den globalen Tag, als auch den nationalen Erdüberlastungstag jedes Landes berechnet. Luxemburg hatte auch im vergangenen Jahr am 16. Februar die Reserven erschöpft.

Dazu setzt die NGO den Ökologischen Fußabdruck jedes Landes mit den Ökologischen Kapazitäten des Landes ins Verhältnis. Daraus ergibt sich dann ein Wert, der über den Verbrauch des Landes Auskunft gibt. Der Globale Erdüberlastungstag wird für den 29. Juli 2020 erwartet. Die Menschheit verbraucht derzeit Reserven, als stünde ihr 1,75 Erden zur Verfügung. Ein Faktor in der Bilanz ist der CO2-Ausstoß der Menschheit.

Maßnahmen der Regierung

Die Luxemburger Regierung hat dem CO2-Ausstoß des Landes den Kampf angesagt. Dazu sollen unter anderem die Steuern auf Kraftstoffe erhöht werden. Durch die steigenden Kraftstoffpreise soll der Verbrauch sinken. Die CSV-Opposition sieht die Schuld für die schlechte Klimabilanz des Landes aber auch im LKW-Transitverkehr. Die Regierung solle deshalb Maßnahmen ergreifen um diesen Durchgangsverkehr einzudämmen. Das habe auch Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit im Lande, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei vom vergangenen Freitag.

Nur Katar hat in diesem Jahr diesen Punkt früher Überschritten als Luxemburg. Hier waren die rechnerischen Ressourcen am 11. Februar erschöpft. Unsere direkten Nachbarn Belgien werden ihr Budget am 5. April verbraucht haben. Deutschland wird am 3. Mai die Reserven erschöpft haben. Frankreich folgt am 14. Mai. Die USA haben ihre Reserven schon drei Monate vor den Franzosen verbraucht. Hier fällt der Erdüberlastungstag nämlich auf den 14. März.

(lh/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pitti am 16.02.2020 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wie wärs mit noch einer Million Einwohner?

  • Niemand am 16.02.2020 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Und auf der aneren Seite wollen unsere Politiker noch mehr Wirtschaftswachstum . . . Verantwortunglos und hirntot fällt mir da ein.

  • Sandmännchen am 17.02.2020 00:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An waat fir een Dëlpes huet dan elo erem eng Statistik gemach? Daat kan dach alles mat enger Envelop geregelt gin, esu fonktioneiert dach die ganz Welt

Die neusten Leser-Kommentare

  • NoGreen am 17.02.2020 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Man sollte den Leuten in der Regierung mal erklären dass die Sommer 1947 und 1983 als Jahrhundertsommer bezeichnet werden. Bei ersterem waren unsere grünen Alleswisser noch gar nicht geboren. Nach "Ozonloch" und "Waldsterben" und jetzt "Klimawandel" hängt vielen Leuten das Gelabere dieser radikalen Lügner zum Hals heraus. Es ist wie mit der Religion, auch durch gebetsmühlenartiges Wiederholen wird ein Märchen nicht zur Wahrheit !!!

  • Dumpfbacke am 17.02.2020 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Esou Schlagzeilen sin gudd fir BILD a Co, mä brengen neischt fir d'Klimadiskussioun. Eischter de Geigendeel, well d'Leit dann och mei sérieux Studien nët mei gleewen wärten, well all normal intelligenten Mënsch jo sëcher versteet wei esou eng Rechnung gemach gët. Et kann een nët Globaliseirung verdeiwelen an se gleichzeitech ignoreieren wann et just passt.

  • Kreckelneckel am 17.02.2020 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Jo jo, wann een all d'Grenzgänger weg denkt, stinn mer net sou schlecht do. Sou Statistken sinn schéin an gudd, reflektéieren awer seelen d'Réalitéit vun eisem Ländchen. Domadder well ech awer net soen dat mer net awer sollten heinsdo e besser méi lues man.

  • Lili am 17.02.2020 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Dann huelt emol all Frontalier aus deser "Statistik" dann gesait et schons ganz aanescht aus, waat e Quatsch

  • Arm am 17.02.2020 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Können ja noch mal 200.000 Pendler nach Luxembourg rein schleusen