Bildung

06. September 2021 11:44; Akt: 06.09.2021 11:44 Print

Luxemburgs Schüler wollen Rückstand aufholen

LUXEMBURG – Seit der vergangenen Woche bieten die Schulen Förderunterricht in kleinen Gruppen an. Die Schüler sind von dem Konzept überzeugt.

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Viele Schüler bereiten sich schon jetzt auf das neue Schuljahr vor. (Bild: Editpress/Vincent Lescaut)

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Am Freitag herrschte eine entspannte Atmosphäre im Athénée in Luxemburg-Stadt. Seit der vergangenen Woche nehmen einige Schüler vor Beginn des Schuljahres am Förderunterricht teil. «Unterrichtet wird kleinen Gruppen, da die Schüler nach Klassenstufen und Fächern aufgeteilt sind», erklärt Marc Dosser, stellvertretender Schulleiter. «Ich sage ihnen, dass sie diese idealen Arbeitsbedingungen nutzen sollen, da sie in dieser Form nicht immer angeboten werden können», fährt er fort. Insgesamt nehmen 47 Schülerinnen und Schüler an den Kursen teil. Normalerweise sind 1550 Schüler am Athénée.

Der Kurs wird von Sophie geleitet, einer ehemaligen Schülerin der Schule, die derzeit Jura an der Sorbonne in Paris studiert. Zunächst korrigiert die Aushilfslehrerin die in der vorangegangenen Stunde verteilten Aufgaben. Louise-Marie kommentiert Passagen aus dem Buch «Mutter Courage und ihre Kinder» von Bertolt Brecht.

« Die Hilfe ist willkommen »

Die 19-jährige Gymnasiastin, die in Luxemburg aufgewachsen ist, spricht bereits sehr gut Deutsch. «Meine Muttersprache ist aber Französisch und ich mache noch kleine Fehler, vor allem beim Schreiben», erklärt sie. Sie besucht den Förderunterricht, um sich auf die Prüfung im September vorzubereiten. Das Niveau im Literaturkurs ist hoch. Während des Sommers las Louise-Marie vier Romane auf Deutsch von Bertolt Brecht, Thomas Mann und Jurek Becker sowie vier Bücher, die diese literarischen Werke erklären. Sie wird in diesen zwei Wochen zehn Stunden Unterricht haben. «Es gibt auch Übungen, die man zu Hause machen kann, so dass ein Fach ausreicht», sagt sie.

Auch in dieser Kleingruppe müssen die Hygienemaßnahmen umgesetzt werden: Jeder behält seine Maske auf und der Unterricht wird kurz unterbrochen, um einen schnellen Coronatest durchzuführen. Ewan, ebenfalls 19, gibt zu, dass er in der Sprache Goethes «ungeübt» ist. «Die Hilfe, die wir im Förderunterricht bekommen, ist auf jeden Fall willkommen. Dann sind wir bereit für das neue Schuljahr, auch was unseren Schlafrhythmus angeht.»

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul am 06.09.2021 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht"wollen". "Müssen" !!!!!

  • JC am 06.09.2021 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech fannen dat eng super Sãch ! mussen muss kén . ass fräiwelleg ! si bestemmt vill Elteren an haut Erwuessener di sech gewenscht hätten dat wier ed schon virun 10/20/ oder souguer 30 Joer gin !

Die neusten Leser-Kommentare

  • JC am 06.09.2021 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech fannen dat eng super Sãch ! mussen muss kén . ass fräiwelleg ! si bestemmt vill Elteren an haut Erwuessener di sech gewenscht hätten dat wier ed schon virun 10/20/ oder souguer 30 Joer gin !

  • Paul am 06.09.2021 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht"wollen". "Müssen" !!!!!