Mehr Gäste aus dem Land

13. Juli 2021 09:07; Akt: 13.07.2021 09:08 Print

Luxemburgs Tourismus erlebt Pandemie-​​Boom

LUXEMBURG – Durch die Corona-Krise und die eingeschränkten Reisemöglichekeiten haben die heimischen Hotels mehr Übernachtungen verzeichnet. Die Branche bleibt skeptisch.

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Ferien «Zuhause» waren im Corona-Jahr beliebt.

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Haben die Luxemburger plötzlich das Großherzogtum als neues Traumreiseziel entdeckt? Das könnte man jedenfalls denken, wenn man auf die neusten Zahlen zu Geschäfts und Freizeitreisen des Statec blickt. Die Statistiker haben in einer am Montag veröffentlichten Erhebung für das Corona-Jahr 2020 fast 90.000 Urlaubsaufenthalte von Luxemburgern in Luxemburg gezählt. Das sind sechs Mal mehr Übernachtungen als 2019.

Dagegen sind die traditionell liebsten Urlaubsländer der Einheimischen coronabedingt eingebrochen. Übernachtungen von Luxemburgern in Deutschland sind um satte 63 Prozent zurückgegangen, 69.735 Aufenthalte wurden hier gezählt. Spanien ging um 53 Prozent zurück und zählte 58.558 Übernachtungen. Für Portugal haben die Statistikexperten einen Rückgang um 37 Prozent auf 32.837 Übernachtungen ausgemacht. Beliebtestes Reiseziel ist auch im Corona-Jahr Frankreich geblieben, doch auch der Luxemburger liebstes Reiseland musste Federn lassen. Die Übernachtungen gingen um 32 Prozent zurück auf 169.631 Nächte.

Gutschein kam gut an

Als Hauptgrund für den Urlaub vor der Haustür haben laut Statec viele Befragte den Hotel-Gutschein der Regierung genannt. Der 50-Euro-Gutschein wurde seit der Einführung 123.345 Mal eingelöst, sowohl von Einheimischen als auch von Grenzgängern. Ein weiterer Grund: Viele Luxemburger hätten in der Krise den Wunsch verspürt, den heimischen Tourismussektor zu unterstützen. Aber auch generell das Bemühen, Reisen ins Ausland wegen der Coronakrise zu meiden, wird als Grund angeführt.

Die Befragung zeigt jedoch auch, dass der Trend nicht von Dauer sein dürfte. Nur 19 Prozent der Befragten hätten demnach angegeben, künftig mehr Urlaub im Großherzogtum zu planen. 43 Prozent zieht es hingegen wieder in andere Länder, sobald die Pandemie vorbei ist. Die Befragten hätten dabei angegeben, sie würden gerne andere Länder und Kulturen entdecken. Außerdem gebe es in Luxemburg nicht das, was sie für einen Urlaub vorziehen würden. 38 Prozent der Befragten waren sich noch unsicher, wie sie künftig urlauben wollen.

(mv/L'essentiel)

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