Pflanzenwelt

05. Dezember 2019 14:24; Akt: 05.12.2019 14:39 Print

Luxemburgs Umwelt liegt auf der Intensivstation

WALDHOF – Die Wälder des Landes sind in einem desaströsen Zustand – und die Situation könnte sich weiter verschärfen. Der Mouvement Écologique schlägt Alarm.

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Der Mouvement Écologique sorgt sich um Luxemburgs Wälder.

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Die Auswirkungen des weltweiten Temperaturanstiegs auf die Wälder des Großherzogtums sind dramatisch. Zu diesem Schluss kommt der Mouvement Écologique, der am Donnerstag eine niederschmetternde Statistik zur Ökologie Luxemburgs vorlegte. «In Luxemburg sind nur noch zehn bis zwölf Prozent der Bäume gesund. Etwa die Hälfte ist tot oder fast tot und der Rest der Hölzer ist krank», sagte der deutsche Biologe Pierre Ibisch.

Diese beunruhigende Einschätzung gelte nicht nur für das Großherzogtum, sondern für die ganze Welt. «Die Schäden sind überall sichtbar. Die verheerenden Brände im brasilianischen Regenwald im Spätsommer hatten noch einmal eine ganz andere Dimension», sagte Roger Schauls, Vizepräsident des Mouvement Écologique.

« Lokale Arten müssen geschützt werden »

In Luxemburg litten die Bäume besonders stark durch die langen Dürreperioden in den Sommern 2018 und 2019. Die Trockenheit – so die Einschätzung der Umweltbewegung – soll sich in den kommenden Jahren weiter verschlimmern. «Wir müssen und werden noch mehr Druck auf die Regierung ausüben, damit dieser Entwicklung entgegen gesteuert wird», so Schauls weiter. Einfach junge Bäume nachpflanzen bringe nichts, weil diese auch binnen kurzer Zeit absterben würden. Die Regierung hatte Ende November angekündigt, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 gegenüber dem Niveau von 2005 um 55 Prozent zu reduzieren. Konkrete Maßnahmen wollen Umweltministerin Carole Dieschbourg und Energieminister Claude Turmes (beide Déi Gréng) am morgigen Freitag vorstellen.

Die Erhaltung der Wälder bleibe jedoch einer der effektivsten Wege, um dem drohenden Klimakollaps entgegenzutreten, erklärt Schauls: «Es darf nicht mehr so viel abgeholzt und beschnitten werden. Außerdem ist es für die Gesundheit unserer Wälder wichtig, lokale Arten zu schützen.»

(mm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 05.12.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Es sollte ein Gesetz geben, welches festlegt, dass bei jeden neugeborenes Kind ein Baum gepflanzt wird. Ein solches Gesetz hätte es schon vor über 100 Jahren geben müssen und das überall auf der Welt.

    einklappen einklappen
  • Roland GROTZ am 05.12.2019 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    amplaz zu enger Ënnnerstëtzung vun de Bëschbesëtzer opzeruffen, dirängelt de méco mat sengem Katastrophenszenario se nach méi fir seng vermeindlech ëmwëltpolitesch Zieler, mam gewinnten Tunnelbléck, duerchzesetzen ... ????????

  • Heng am 05.12.2019 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Loosse mer och mol dei munch rotzfaul Stroossebeem uschwetzen, dei trotzdem nach stoe bleiwen, bis se emol vum selwen emfalen. Och wann se nach Blieder hun, sen munch Beem am Stamm ennen op, ouni Schuel, an faulen duerch d'Häerz bis op die aner Sait.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zehaschenpe am 06.12.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn luxemburgs Umwelt auf der Intensivstation liegt dann liegt luxemburgs Umweltpolitik in der Psychiatrie.

  • Quetsch am 06.12.2019 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Mit dem Abwasser von Google werden dann die Wälder bewässert….

  • Intensivkonsum führt zur Intensivstation am 06.12.2019 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    dann sollten wir uns von ihr fernhalten, um sie nicht noch kränker zu machen u uns nur noch in unseren von uns tagtäglich neu verpesten Städten u unsern Plastikmüllschlackenstrassen in unserer mobilitätintensivverseuchten Luft aufhalten, denn auf der Intensivstation ist Besuch nicht erlaubt u wir dürfen uns den Wald nur noch anschauen durch die Glasscheiben unserer Verseuchungspanzer u der Vierfachverglasung unserer Styroporsondermüllwohnungen - aber wie kommen wir aus der Umwelt raus?! u weil wir die Finger nicht von ihr lassen können, beuten wir sie auch weiterhin respektlos undankbar aus!

  • ohne Mensch, keine Verseuchung am 06.12.2019 05:58 Report Diesen Beitrag melden

    da können wir uns selbst auf die Schulter klopfen u gratulieren, dass wir es in kurzer Zeit schaffen, den andern Lebewesen zu zeigen, wer hier auf Erden Herr u Meister zu sein hat: der Mensch mit seinen Giften, die er bedenkenlos nach Lust u Laune um sich vesprüht! das Waldsterben, das keiner wahrhaben will u/o für wichtig hält, haben wir uns selbst zu verdanken mit unserm tagtäglichen Wirtschaftswachstum, der zum Himmel stinkt u keiner will es wahrhaben, dass wir bald alles Leben auf Erden ausgelöscht haben! ohne Insekten, kein Essen! ohne Bäume, kein Sauerstoff! ohne Wasser, kein Leben! ...

  • Husti Rotzer am 06.12.2019 05:42 Report Diesen Beitrag melden

    wir machen lieber mal wieder die Augen zu u lassen den Wirtschaftswachstum weiter anwachsen, der uns alle mitverseucht u schmeissen auch weiterhin Plastikmüll in die Natur, töten Pflanzen u Insekten mit Giften, verseuchen Wasser Erde Luft mit verbranntem Plastikmüll u unsern gewohntbeliebten SUVs u sonstigen Wegwerfalltagsverseuchungen, damit alle Erdenbewohner auch schön brav krank gemacht u/o getötet werden ... u ärgern uns auch weiterhin über jeden Oekofritze, der uns mit der Wahrheit konfrontiert, die wir nicht hören wollen u deshalb mit blöden Sprüchen verdrängen! ...