Stadt Luxemburg

09. Oktober 2019 16:21; Akt: 09.10.2019 18:08 Print

Polfer droht, E-​​Scooter zu beschlagnahmen

LUXEMBURG – Die Bürgermeisterin der Hauptstadt kritisiert die Methode, mit der die umstrittenen «Bird»-Roller auf dem Glacis platziert wurden.

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Lydie Polfer erklärt, dass die Stadt «vor vollendete Tatsachen gestellt wurde».

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In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden zwischen dem Glacis und Kirchberg an mehreren Positionen die umstrittenen E-Scooter der Firma Bird platziert, die mit einer App von jedem benutzt werden können. Die Aktion hat nicht nur die Bewohner der Hauptstadt, sondern auch die Stadt selbst überrascht. Auf Anfrage von L'essentiel konnte Bürgermeisterin Lydie Polfer ihren Ärger nicht verbergen: «In den letzten zwei Jahren haben wir sieben Anfragen von Dienstleistern für E-Scooter erhalten. Jedes Mal antworteten wir, dass wir nicht interessiert seien, auch gegenüber Bird Ende Mai 2019.»

Aber wie sind die Elektroroller dann am Dienstag auf die öffentliche Straße gekommen? «Das Unternehmen hat uns am Montagabend um 18.52 Uhr eine E-Mail geschickt, um bekanntzugeben, dass sie jetzt loslegen würden», sagt Lydie Polfer. Bird würde eine Gesetzeslücke ausnutzen, die seine Installation legal macht. «Das ist nicht sehr korrekt. Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, auch der Kirchberg Urbanization Fund wurde nicht informiert», sagt Polfer.

Eine Gefahr für den öffentlichen Raum

«Elektroroller sind eine Gefahr, sie werfen zu viele Sicherheitsprobleme auf! Und wo werden sie jetzt überall abgestellt?», erläutert Polfer ihre Bedenken. «Wir haben bereits bemerkt, dass die Fahrzeuge einfach so überall zurückgelassen werden. Eine Windböe und schon können sie auf die Straße oder Straßenbahnlinie fallen.»

Die Stadt versucht nun, Kontakt mit dem verantwortlichen Unternehmen aufzunehmen, um einen Kompromiss zu finden, durch den die Nutzung überwacht werden kann. Sollte dies in den nächsten Stunden nicht der Fall sein, droht Lydie Polfer damit, die Gesetzgebung zu nutzen, um diese Roller von der Polizei beschlagnahmen zu lassen, da sie als Gefahr für den öffentlichen Raum dargestellt werden.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • GrengBlo Anelo am 09.10.2019 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Die Grünen und Ihre Blauen Handlanger verteidigen nun auf Teufel komm raus nun Ihren Tram und Fahrrad-skandal (die E-Fahrräder sind dauernd kaputt, viel zu schwer und der Elekromotor ist bei den meisten schon ausgeleiert, probieren sie selbst...!!)

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  • iCoholic am 09.10.2019 17:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte beschlagnahmen! Die die damit fahren wollen sollen sich eins kaufen. Die meisten fahren ohne Helm mit Kopfhörern in den Ohren auf dem Gehweg!

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  • ech am 10.10.2019 06:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wier besser souen en zwech anescht unzeleen,am plaz an e sou dommheeten!

Die neusten Leser-Kommentare

  • arm jam am 15.10.2019 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    D‘Madame Polfer huet Recht. Et kann net jiddereen maachen wat hien wëllt an einfach mol vun haut op muer déi E-Scooter kräiz a quer duerch d‘Stad opstellen ouni virdrun mat de Verantwortlechen vun der Gemeng geschwat ze hunn

  • Ciao bello am 10.10.2019 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da geseit Madame Polfer och mol wei dat as wann een legal eppes mescht obwuel et villen aneren geint den Strech geet. Nom motto ah neen dat as awer lo sou.

  • Easy am 10.10.2019 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wa jiddereen eng ophiewt dei hënnert an am Recycling Center oofget ass de Problem gleich vum Trottoir.

  • Yan am 10.10.2019 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wat vir en Blödsinn dei geheieren genau sou zum Land wei dir an dat huet awer och guer neischt mam Artikel hei ze din.

  • irgendeen am 10.10.2019 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @jimbo et steet am Artikel selwer dran dass se schon länger soen dass se net interesseiert sin. Souguer desen Ubidder gett extra genannt an dass se am Mai gesoot kruuten dass et net erwenscht as.