Coronavirus in Luxemburg

02. April 2020 17:02; Akt: 02.04.2020 17:08 Print

Maßnahmen beim Einkaufen werden nicht respektiert

LUXEMBURG – Ein Supermarkt-Angestellter berichtet gegenüber «L'essentiel» von zahlreichen Kunden, die sich nicht an die Vorsichtsmaßnahmen beim Einkaufen halten.

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Auch Gesundheitsministerin Paulette Lenert hat an die Bevölkerung appelliert, nur dann Einkaufen zu gehen, wenn es sein muss. (Bild: AFP)

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«Offenbar wollen einige Leute nicht verstehen», beschwerte sich Premierminister Xavier Bettel letzte Woche. Ein Mitarbeiter eines Supermarktes, der anonym bleiben will, bestätigt gegenüber L'essentiel das teilweise unverantwortliche Verhalten einiger Kunden.

«Die Menschen kommen weiterhin zu zweit oder zu dritt, mit ihren Familien, füllen Einkaufswagen. Die Empfehlungen werden einfach nicht respektiert. Ich kann nicht glauben, dass sie die Gefahr nicht verstehen», sagt der Mann, der für viele seiner Kollegen spricht.

Keine Freizeitbeschäftigung

Seiner Meinung nach sollte die Regierung die Regeln verschärfen – und zwar schnell. «Höchstens ein oder zwei Einkaufs-Ausflüge pro Woche und nur eine Person pro Familie, höchstens mit einem Kind», sagt er. Sein Unternehmen wende alle Maßnahmen an, stellt insbesondere Desinfektions-Gel zur Verfügung, steuert den Kundenstrom am Eingang, aber es nützt nichts ohne die Disziplin der Menschen.

Die Gesundheitsministerin Paulette Lenert hatte am Freitag auch daran erinnert, dass die Erledigung der Grundbedürfnisse keine Freizeitbeschäftigung ist. «Die Menschen müssen sich dieses Prinzip des Zuhausebleibens wirklich zu Herzen nehmen und sich die Frage stellen, ob es wirklich notwendig ist, einkaufen zu gehen». Offensichtlich kommt die Botschaft nicht an.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 02.04.2020 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ges de lo schon blöd ugema wanns de al 10 deeg an de Cactus fiers an dann mag engem ganzen Caddy heem fiers..... soll ech dann etwa 3 mol woch mat enger tuut goen...?

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  • Pit Meier am 02.04.2020 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Als nächstes kriegt jeder einen Chip eingepflanzt, so dass das Bewegungsmuster kontrolliert werden kann. Alternativ kann auch Bargeld verboten wetden, und die VPay wird nur 2 Mal pro Woche zum Bezahlen freigeschaltet. E schéine Bonjour vun Orwell, Huxley a Kling.

  • Peter Meier am 02.04.2020 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wurde von der Polizei kontrolliert. Kein Mundschutz, keine 2 Meter Abstand. Also warum über den gemeinen Einkäufer aufregen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Little Roger am 05.04.2020 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh daa fueren ech an Stadt op de Muart wei sou vill anerer????????

  • Sarkast-opgepasst! am 05.04.2020 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat do kann nëmmen vun engem kommen deen selwer séng Fra akaafen schéckt an keng Ahnung huet waat leeft. Wann der nët färdeg bréngt d'Leit ze beliwweren dann klappt nët an d'Flilleken.

  • Linda am 03.04.2020 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ech gin och vir main Papp ankaafen! 1mol an da Woch. Wann een keen Auto huet ech hun keen,kann een nun mol net en Chariot felen. Och finanziel kann ech net esou ankaafen wéi munch aanerer daat kenen. Hun 60 Joer,sin Diabetiker an hun nach aaner gesondheetlech Probleemer! Ech gin all 2 ten Dag nun mol daat kaafen waat ech iessen. Leider fannen ech net emer daat waat ech brauch.och no puer Deeg an denen selwechten Geschäfter net!!!! An elo? Sin vill Saachen méi deier gin! Vir mech ass daat schlem!

    • svendorca am 03.04.2020 17:16 Report Diesen Beitrag melden

      Linda,..sin emmer déi selwecht déi ongerecht behandelt gin..Courage

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  • sputnik am 03.04.2020 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @svendorca Ihr IQ befindet sich gerade I n Q uarantäne :-D

    • svendorca am 03.04.2020 17:13 Report Diesen Beitrag melden

      Heilungsprozess bei Ihnen vergebens:-D

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  • Julie am 03.04.2020 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Frau Lenert macht das Beste aus der jetzigen Situation ok! Aber NEIN es wurde nicht rechtzeitig reagiert, zuerst Gratis öffentlicher Transport Feier mit vielen Kontakten und erst ein Tag später die Meldung vom 1. Coronafall, diese Feier hätte abgesagt werden müssen ! Die Regierung hätte sagen sollen "meidet öffentlichen Transport, fahrt wenn möglich mit Privatauto" !Rückkehrer aus Risikogebieten wunderten sich vor Wochen dass sie nicht kontrolliert werden. Jetzt pauschal sagen die Leute begreifen nix, ja kein Wunder nach dem Gebaren der Autoritäten am Anfang der Krise

    • bobe am 03.04.2020 15:45 Report Diesen Beitrag melden

      Im Nachhinein ist man immer schlauer.

    • Julie am 03.04.2020 18:29 Report Diesen Beitrag melden

      @bobe, es geht um Tote. Norditalien, Ischgl und vieles mehr war alles bekannt, dementsprechend gibt es jetzt bereits Sammelklagen, man kann gespant sein ob die Richter auch sagen werden :"Im Nachhinein ist man immer schlauer"

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