Brand in Luxemburg

12. September 2019 18:07; Akt: 12.09.2019 18:35 Print

«Mehr als 1000 Grad auf dem Parkplatz»

LUXEMBURG – Nach dem Brand wird der Parkplatz auf der Place des Martyrs mehrere Monate geschlossen bleiben, sagte Bürgermeisterin Lydie Polfer am Donnerstag.

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Auf dem Parkplatz an der Place des Martyrs in Luxemburg-Stadt ist ein Auto in Brand geraten.

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Eine Art «Niemandsland», das jeder menschlichen Anwesenheit feindlich gesinnt ist. Das ist das Bild, das Lydie Polfer (DP), Bürgermeisterin von Luxemburg-Stadt, zeichnet, wenn sie an Montag denkt: Da begab sie sich zum Parkplatz Rousegäertchen, wo ein verheerender Brand alles verwüstet hatte. Sie trug einen Schutzanzug wegen der hohen Hitze und Toxizität der Luft. Von «schlimmen Schäden» und einer «starken Staubschicht» sprach sie ebenfalls am Donnerstag auf der Pressekonferenz. «Mehr als 1000 Grad herrschten zu dieser Zeit auf dem Parkplatz.»

Die 74 Autos, die sich noch auf Ebene -1 befinden (zusätzlich zu den fünf, die verbrannt sind), könnten erst ab Montag abgeholt werden, fuhr Polfer fort. Jeder Autobesitzer müsse sich an seine Versicherung wenden, damit Fachleute die Fahrzeuge holen könnten. Einmal vor Ort gewaschen, müssen sie dann in einer Garage gereinigt werden. Was den Parkplatz betrifft, so wird er «für mehrere Monate geschlossen bleiben». Die Arbeiten haben bereits begonnen, aber die Stadt möchte alle notwendigen Vorkehrungen treffen, insbesondere wegen der Gefahr des Absinkens. «Die Place des Martyrs befindet sich direkt darüber», warnt Lydie Polfer.

Neues Parkhaus ab November

Was die Ursachen des Brandes betrifft, so sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts festgestellt worden. Die Polizei setze ihre Ermittlungen fort, die Staatsanwaltschaft sei noch nicht eingeschalten. Es gibt daher keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich um eine Straftat handelt. Gewissheit herrsche allerdings darüber, dass das Feuer in einer Ecke ausbrach, die für «Besucherautos» auf Ebene -1 reserviert war. Von den 450 verfügbaren Plätzen sind zwischen 300 und 350 täglich belegt. Parken können die Autofahrer während der Arbeiten auf dem Parkplatz in der Rue du Commerce. «Das neue Parkhaus Neipperg kommt im November zur richtigen Zeit», schloss Lydie Polfer.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heng am 12.09.2019 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Sprinkleranlagen kann man nachrüsten, auch wenn es ein altes Parkhaus ist. Kostet nur etwas, aber weniger als beim Tram.

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  • JC am 12.09.2019 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dann hued di Firma di d'Secherhéd soll all Joer préifen , hieren Job ned gemach ! Sprinkelanlag ass fietschreft a basta ! da soll de Bedreiwer vum Parkhaus pch elo di verbrannten Auto'en bezuelen , a ned d'assurance vum Autobestzer .

  • Science am 13.09.2019 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, bitte verbietet die Einfahrt von E-Autos in Unterirdische Parkhäuser, so wie es schon mit LPG der Fall ist, da E-Autos spontan Feuer fangen können...! Es gibt ja genügende Beweise dass es so ist, also warum andere in Gefahr bringen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Science am 13.09.2019 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, bitte verbietet die Einfahrt von E-Autos in Unterirdische Parkhäuser, so wie es schon mit LPG der Fall ist, da E-Autos spontan Feuer fangen können...! Es gibt ja genügende Beweise dass es so ist, also warum andere in Gefahr bringen?

  • Tweety am 13.09.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburg und seine Regeln resp.Sicherheitsnormen. Was wenn die Autos zwei Etagen tiefer in Brand geraten? Wer führt die Sicherheitsprüfung in den Parkhäuser durch,wer erteilt die Freigabe für den Betreiber usw.usw??Unsere Autobahntunnel sind dauernd wegen Nachrüstungarbeiten gesperrt. Wieso hatt unsere Feuerwehr keine Sicherheitstests in Öffentlichen Parkhäuser auf ihre Liste,so wie die Frage der Versicherung ,die das Parkhaus in dem Zustand eigentlich nicht Versichern dürfte!! Ein Glück dass es keine Verletzte resp. Tote gab,denn dann wäre der Fall noch viel komplexer als er nun schon ist

  • Das wird teuer am 13.09.2019 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Bei über 1000 Grad Feuer ist die Tragfähigkeit des Betons möglicherweise nicht mehr gewährleistet und das Parkhaus muss abgerissen werden. Vorsicht beim Überqueren des Rousegärdchens !

  • Jacques am 12.09.2019 21:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ein E-Auto brennt helfen Sprinkler nichts, Lithium Batterien sind nur sehr schwer zu löschen. Wenn man die Schadensbeschreibung liest (+1000 Grad) hat hier sehr wahrscheinlich ein E-Auto gebrannt. Ich nehme an dass deshalb die Brandursache geheim gehalten wird. Das passt jetzt so gar nicht in das "Grünkonzept". Ich denke aber dass es nicht mehr lange dauert bis E-Autos aus Versicherungsgründen aus unterirdischen Parkanlagen verbannt werden.

    • Kim S. am 13.09.2019 07:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Jacques, wann esouvill Autoen an engem zouenen Raum brennen as et net schwier 1000 grad ze kreien, an wann et een E Auto war muss dat speider souwisou gesoot gin dat kann net verleiert gin.

    • pire am 13.09.2019 07:55 Report Diesen Beitrag melden

      ët war een electro auto ganz secher,mee ët gët dementéiert well dat schlecht ass fir eis politiker , dei jo seelen mat der wourigt raus recken , wi ëmmer ,mee der wësst jo , hei gët alles ënnertem teppich gekéiert, dat ass politik

    • Raph am 13.09.2019 08:14 Report Diesen Beitrag melden

      Wat e Stuss, 1000 Grad bei Verbrenner an engem geschlossenen Raum ass normal ... kuck de Brand am Mont-Blanc tunnel, do war och keen E-Auto. Dinosaurier-Verbrenner hu statistesch eng 45x esou grouss Wahrscheinlechkeet ze verbrennen.

    • Firefighter FDNY am 13.09.2019 08:30 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn E-Autos brennen helfen sprinkler Sollte die Lithium-Ionen-Batterie eines Fahrzeugs Feuer fangen, löscht man den Brand am besten mit Wasser und nicht mit ABC-Feuerlöscher, Kohlendioxid-Löschern oder Metallbrandlöschern.

    • Jhempy am 13.09.2019 09:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Raph: "Dinosaurier-Verbrenner hu statistesch eng 45x esou grouss Wahrscheinlechkeet ze verbrennen." LOL! ...an wéi laang ginn et schon déi Dinosaurier? Ass also keng richtëg Stastistik... Mol gucken wéi et ass, wann mol d'E-Autos minimum 50 Joer um Marché sinn... ;-)

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  • Jerry am 12.09.2019 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und dass kein Elektofahrzeug die Ursache sei, wurde sehr sehr schnell dementiert, obwohl so manche Augenzeugen was ganz anderes berichten. Komisch