In Luxemburg

16. März 2018 11:56; Akt: 16.03.2018 13:32 Print

Mehr als 536.000 Fahrer bekamen teure Blitzer-​​Post

LUXEMBURG – Heute vor zwei Jahren gingen die ersten automatischen Blitzer in Betrieb. Die Behörden verschickten seitdem eine wahre Flut an Strafzetteln.

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Die Radaranlage an der A4 in Merl zählt zu den Hotspots. (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

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Mehr als 536.000 Fahrer, das sind mehr als 730 pro Tag, sind seit Inbetriebnahme der ersten automatischen Radar-Anlagen vor zwei Jahren geblitzt worden. In 14.000 Fällen war die Geschwindigkeitsübertretung derart massiv, dass sich die betroffenen Fahrer vor der Justiz rechtfertigen mussten. Das meldet das Luxemburger Wort am Freitag.

Ein normales Knöllchen kostet 49 Euro, insofern könnte der Staat seit 2016 – theoretisch – 26,3 Millionen Euro mit den Blitzern eingenommen haben. Allerdings müssen bei dieser Rechnung auch die relativ hohen Installationskosten (11,5 Millionen Euro) und die laufenden Ausgaben für Verwaltung, Personal und Instandsetzung berücksichtigt werden. Das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen verweist zudem auf positive Effekte für die Verkehrssicherheit.

Die «fleißigsten» Radarfallen

Sechs von zehn Radarstrafen werden ins Ausland geschickt. 58.500 Fahrer aus Belgien, 51.300 aus Frankreich, 39.800 aus Deutschland und 29.400 aus den Niederlanden erhielten laut Angaben der Zeitung seit dem 16. März 2016 Post von der Luxemburger Polizei.

Der fleißigste «Mitarbeiter» der Verkehrswächter ist der Blitzer an der B7 bei Schieren: 140.000 Fahrer tappten in diese Radarfalle. Auch die Starenkasten am Ende der Escher Autobahn A4 in Merl und auf der N7 bei Lipperscheid weisen eine außergewöhnliche «Fangquote» auf.

Derzeit verfügt das Großherzogtum über 21 fix installierte Blitzer, sechs mobile Anlagen und ein Baustellenradar. Demnächst werden drei weitere Radaranlagen scharf gestellt, unter anderem beim Kreisel Raemerich am anderen Ende der A4. Bis Ende des Jahres sollen auch konkrete Pläne für die Geschwindigkeitsüberwachung in Straßentunnels und an Ampelanlagen vorliegen.

(jt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick W. am 16.03.2018 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Achtung SCHIEREN !! NULL Toleranz, keine Gnade. Auch bei 1 km/h über Grenzwert des Toleranzwert, zahlt man 49.- Euro. Besser SCHIEREN/ETTELBRUCK zu umfahren, vorher schon eine Ausfahrt nehmen. Geblitzt wird von vorne, wie von "hinten"... Wenn man/frau aufatmet, denkt... "so das Radar hat man jetzt mal hinter sich" GENAU DANN !! Hinterhältig und kleinkarierte Gesetzgebung.

  • Ycc am 17.03.2018 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vu Norden Richtung Schieren ass 70 super, daat huet Avantagen fir déi Leit, déi vun Ettelbréck opfueren. Waat di aaner Richtung betrëfft, ... iwwerdriwwen oder ënnerdriwwen. Mecht leider kee Sënn.

  • Gerard am 17.03.2018 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    ech hun bis lo nach keen Protokoll kritt,well ech haalen mech un Verkeiers-Gesetzer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gerard am 17.03.2018 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    ech hun bis lo nach keen Protokoll kritt,well ech haalen mech un Verkeiers-Gesetzer.

  • Ycc am 17.03.2018 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vu Norden Richtung Schieren ass 70 super, daat huet Avantagen fir déi Leit, déi vun Ettelbréck opfueren. Waat di aaner Richtung betrëfft, ... iwwerdriwwen oder ënnerdriwwen. Mecht leider kee Sënn.

  • jimbo am 16.03.2018 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selwer Schold ween sech blëtzen leisst!!! All Tacho um Auto geet viir! A mat der Moosstoleranz ass en dann definitiv ze schnell ennerwee gewiecht!

  • kenny1963 am 16.03.2018 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch keen Radar an der Geigend vum Rond point Gluck wou 90 ass fiir eraus an do wou se een bedrängen wann een dei fiirt. Esou een hätt viilaicht och e puer ausgebremst dei riit aus an dei Mauer gefuer sinn.

  • Saupreis am 16.03.2018 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was geschieht eigentlich mit den Bussgelder?