Bildung in Luxemburg

06. Februar 2018 13:02; Akt: 06.02.2018 16:01 Print

Mehr Deutsch und Französisch an Lyzeen

LUXEMBURG – Bildungsminister Claude Meisch präsentierte am Dienstag die letzte Etappe der Reform für Lyzeen. Diese ändert auch etwas bei den Sprachen.

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Bildungsminister Claude Meisch stellt die Schulreform in seinen letzten Zügen vor. (Bild: Editpress)

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Das Bildungsministerium bereitet die letzte große Reform dieser Legislaturperiode vor – die Reform des Sekundarschulwesens. Diese wurde am Dienstag von Claude Meisch (DP) vorgestellt und soll ab dem nächsten Schuljahr in Kraft treten. Der Minister will «die Lyzeen an die Bedürfnisse der Wirtschaft des Landes anpassen».

Vor allem die Sprachbildung wird eine Veränderung erleben. Die «Sprachkurse sollen an die sprachliche Realität des Landes angepasst werden», so Meisch. Die Mehrheit der Kurse, die bisher nur auf Deutsch gehalten wurden, wird es künftig auch auf Französisch geben. Deutschkurse sollen demnach künftig in Grund- und Aufbaukursen angeboten werden. Für die französischsprachigen Sektionen wird ab der 4. Klasse Deutsch als Grundkurs unterrichtet.

Verstärkte berufliche Karrierewege

Damit soll verhindert werden, dass sich zu viele Schülerinnen und Schüler an Fremdsprachenausbildungen im Ausland wenden. «Deshalb müssen wir unser Angebot in den beiden Hauptsprachen des Landes verstärken», sagt Meisch. Die Prüfungen werden an diese neue Situation angepasst. In der Regel werden die Tests so überarbeitet, dass nur sechs schriftliche und zwei mündliche Prüfungen angeboten werden, von denen eine in der Sprache abgehalten wird.

Dank der neuen Autonomie werden die Schulen auch neue Programm für künftige Berufe anbieten. Das Lycée Josy-Barthel de Mamer bietet zum Beispiel ab der 5. Klasse einen Kurs in Architektur, Design und nachhaltiger Entwicklung (A3D) an.

«Wir entwickeln ein Projekt, das Schülern dabei helfen soll, sich in vielversprechende Sektoren des Arbeitsmarktes zu integrieren», erklärt Schulleiter Claude Christnach. Ebenso wird das Lycée technique d'Ettelbruck einen Bereich «Umweltwissenschaften» anbieten, während das Lycée technique hôtelier den Bereich «Hospitality Management» abdecken will, um Schüler auf Berufe im Hotel- und Gaststättenwesen vorzubereiten.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dusninja am 06.02.2018 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im wahrsten Sinne des Wortes. Im primär gibst dann nur noch frz und im sekundär dann statt 80% dann95. An die sprachlichen Gegebenheit anpassen nennt das der Frankophonieminister. Früher war das mal ein Atout des Landes, die Mehrsprachigkeit. Aber die bekommt er noch ausradiert, wenn er es nicht schon längst geschafft hat.

  • och eng Wourecht am 07.02.2018 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Dat muss en super Ministère sinn. Huet do nach wirklech éen den Duerchbleck wat dat ganzt Gebastel soll??

Die neusten Leser-Kommentare

  • och eng Wourecht am 07.02.2018 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Dat muss en super Ministère sinn. Huet do nach wirklech éen den Duerchbleck wat dat ganzt Gebastel soll??

  • dusninja am 06.02.2018 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im wahrsten Sinne des Wortes. Im primär gibst dann nur noch frz und im sekundär dann statt 80% dann95. An die sprachlichen Gegebenheit anpassen nennt das der Frankophonieminister. Früher war das mal ein Atout des Landes, die Mehrsprachigkeit. Aber die bekommt er noch ausradiert, wenn er es nicht schon längst geschafft hat.