Abwasser-Studie

18. Oktober 2019 13:42; Akt: 18.10.2019 14:30 Print

In Luxemburg wird mehr gekokst als in München

LUXEMBURG - Die erstmals in Luxemburg durchgeführte Analyse von Arzneimittelrückständen im Abwasser liefert aufschlussreiche Daten zum Rauschmittelkonsum im Land.

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Der Kokain-Konsum im Großherzogtum liegt über dem europäischen Durchschnitt.

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Die Analyse von Arzneimittelrückständen im Abwasser ist eine Studie, die vor 2018 noch nie in Luxemburg durchgeführt wurde, obwohl sie in vielen anderen europäischen Städten zum Standardrepertoire gehört. Im Sommerbeginn des letzten Jahres wurden in der Kläranlage Petingen vier Tage lang Proben entnommen und vom Laboratoire national de santé (LNS) analysiert.

Besonders sind dabei die Rückstände illegaler Substanzen. «Unsere Ergebnisse ergänzen die Statistiken von Polizei und Zoll sowie des Centre Abrigado», sagt Adèle Bourmaud, technische Leiterin der LNS. So kommt Methamphetamin kaum in den Daten der Behörden vor, wird aber doch in Luxemburg konsumiert.

Überdurchschnittlicher Drogenkonsum

Die Studie bestätigt auch das Ausmaß des Kokainmarktes in Luxemburg, der «harten» Droge, die im Land am häufigsten verwendet wird. Petingen und seine Umgebung liegen mit 541 Milligramm pro Tag pro 1000 Einwohner leicht über dem europäischen Durchschnitt. Weit entfernt vom Bristol-Rekord in England (892 Milligramm pro Tag pro 1000 Einwohner), aber weit vor Paris oder München. Auch Ecstasy und MDMA werden in Luxemburg stärker konsumiert als im übrigen Europa.

Die Fachleute untersuchten auch die gemessenen Parameter an verschiedenen Tagen. Der Kokainkonsum nimmt während der Woche langsam zu, Ecstacy erreicht seinen Höhepunkt am Wochenende, während Amphetamine hauptsächlich in der Mitte der Woche konsumiert werden. «Es könnte eine Droge sein, die mehr an Werktagen konsumiert wird, auch wenn die Studie nicht mehr als ein Hinweis ist», so Bourmaud.

Der erstellte Index könnte im Laufe der Jahre stark verbessert werden, mit der Aussicht auf neue Analysen in anderen Kläranlagen. Stichproben könnten sogar auf Festivals in Luxemburg entnommen werden.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Iris Gläser am 18.10.2019 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In Esch laufen immer dieselben am Hospital rum und fragen nach Geld. Einmal durch die Stadt laufen und man sieht genau, was die alles nehmen! Da braucht es keine Wasseranalyse.

  • jimbo am 18.10.2019 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh jo, Esch ass voll vun deenen... muss en just am Gesicht dei giel Zänn kucken....

  • Tessy1966 am 19.10.2019 00:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat stemmt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Chico am 24.10.2019 14:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waat eng Geldverschwendung soot ons mol waat dei Analys kascht huet. An am radio sooten se se geifen lo mei oft sou analysen maan, mais sosd geet et awer nach an der boule?

  • Kock en Sock am 21.10.2019 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Die niegerianische Mafia liefert alles frei Haus.

  • Tessy1966 am 19.10.2019 00:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat stemmt

    • Gerard am 20.10.2019 18:07 Report Diesen Beitrag melden

      dann kommt mol op Ettelbreck bei Gare kucken,allmählech verlagert sech den Drogen Problem an den Norden,well se an der Staat net mei geduld gin.

    • Chico @Gerard am 24.10.2019 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Daat as sou net wouer, dat sin der aus dem norden an dealeren och, dei gin net mei an staat well et do ze gefeierlech as. An sou lang Millionaeren mat drogen geld maan(richteg vill Geld) ennerhellt de Staaat och neischt dogeint ausser kleng mini-dealer an arm kiffer ze verhaften. Wee gutt schmiert dee gutt fiert.

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  • Iris Gläser am 18.10.2019 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In Esch laufen immer dieselben am Hospital rum und fragen nach Geld. Einmal durch die Stadt laufen und man sieht genau, was die alles nehmen! Da braucht es keine Wasseranalyse.

  • jimbo am 18.10.2019 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh jo, Esch ass voll vun deenen... muss en just am Gesicht dei giel Zänn kucken....