Hundehasser

26. Juni 2019 11:59; Akt: 26.06.2019 12:48 Print

Mehr Giftköder im Luxemburger Südwesten

LUXEMBURG – In den vergangenen Monaten starben wieder mehr Hunde, weil sie mit Rattengift präparierte Köder fraßen. Auch ein Assistenzhund des Vereins ASA war davor betroffen.

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Nelly Nash mit zwei ihrer Assistenzhunde. (Bild: Editpress/Didier Sylvestre)

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Im Großherzogtum sind in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Hunde Tierhassern zum Opfer gefallen. Wie Nelly Nash vom Verein ASA erklärt, seien vor allem im Südwesten viele mit Rattengift präparierte Köder ausgelegt worden. «Wir verfolgen das Thema aufmerksam in den sozialen Medien. In den vergangenen Wochen gab es wieder sehr viele Fälle. Ich glaube nicht an einen Zufall», sagt Nash im Gespräch mit L'essentiel, ohne eine genaue Zahl nennen zu können. Besonders schlimm sei es in der Gegend um Niederkerschen, Petingen, Linger und Niederkorn.

Mit ihren Verein arbeitet sie ehrenamtlich mit Assistenzhunden. Ihre Tiere helfen motorisch eingeschränkten, kranken und behinderten Menschen im Alltag und übernehmen Aufgaben, die sie nicht bewältigen können. Zudem kommen die Tiere bei psychisch erkrankten oder seelisch geschwächten Personen als sogenannte «Social Dogs» zum Einsatz.

Plastikverschlüsse helfen

Einer ihrer Hunde, «Emir» fiel ebenfalls einem der Giftköder in Linger zum Opfer. «Das Problem ist, dass man Rattengift überall kaufen kann. Die Hundehasser stecken es meist in Würstchen oder Hackfleisch», sagt Nash. Einen 100-prozentigen Schutz vor den Ködern böten nur Maulkörbe, sagt sie. «Schön für die Hunde ist das natürlich nicht. Wenn man bemerkt, dass der Hund etwas gefressen hat, ist es meist schon zu spät. Dann sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen.»

Der Tod von «Emir» trifft den Verein auch finanziell. Die Ausbildung eines solchen Hundes und seine Verpflegung kosten etwa 17.000 Euro. Das Geld dafür sammelt ASA durch seine Kampagne «e Stopp fir e Mupp»: Nash und ihre Mitstreiter sammeln Plastikverschlüsse von Flaschen. Um 17.000 Euro zu erwirtschaften sind 55 Tonnen der kleinen Plastikteile nötig. In den vergangenen neun Jahren hat der Verein auf diese Weise acht Hunde finanziert.

Wer Nash helfen will, kann seine Plastikverschlüsse sammeln und dem Verein übergeben. Eine Liste der Annahmestellen ist auf der Website des Vereins zu finden.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fact am 26.06.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    “The greatness of a nation can be judged by the way its animals are treated.”

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  • dusninja am 27.06.2019 03:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso hat die asbl einen luxemburger Namen, wenn sie sich nur an Franzosen wendet? Dachte ich könnt helfen, aber allein die Webseite ist schon Kauderwelsch.

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  • Maxim am 26.06.2019 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Une semaine! Plusieurs ans oui. Ca sont des tueurs.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nathalie am 27.06.2019 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Versteckte Kamerafallen aufstellen!

  • dusninja am 27.06.2019 03:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso hat die asbl einen luxemburger Namen, wenn sie sich nur an Franzosen wendet? Dachte ich könnt helfen, aber allein die Webseite ist schon Kauderwelsch.

    • Moriarty am 27.06.2019 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      En Français s.v.p. lol!

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  • Pia am 26.06.2019 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kann de Roger verstoen leider :(

  • Maxim am 26.06.2019 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Une semaine! Plusieurs ans oui. Ca sont des tueurs.

  • Roger am 26.06.2019 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Idioten op 2 Rieder sin di grèissten Tierquäler...méngen den Bierg giw hinnen geheieren. blöde möchte gern Paack....an dass bestemmt ée vun déenen.

    • @Roger am 26.06.2019 18:25 Report Diesen Beitrag melden

      "möchte gern Paack" LOL Wouvunner schwätz Dir w.e.g.?

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