In Luxemburg

14. Juni 2019 17:07; Akt: 14.06.2019 20:36 Print

«Meluxina» soll Lücke zu China und USA schließen

BISSEN – Der Supercomputer, der bis Ende 2020 installiert wird, soll einer der 20 schnellsten Rechner der Welt werden. Das teilte Wirtschaftsminister Schneider am Freitag mit.

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Mario Grotz, Étienne Schneider, Khalif Rouhana und Roger Lampech ( v.l.) haben am Freitag den Supercomputer vorgestellt. (Bild: L'essentiel)

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Wie am vergangenen Freitag angekündigt, wird bis Ende 2020 in Bissen auf dem Gelände von LuxConnect ein Supercomputer namens «Meluxina» installiert. Der neue Rechner, die auf 160 Quadratmetern aufgestellt wird, verbraucht 1,5 Megawattstunden Strom. Eine gigantische Menge, die die Frage nach dem Umweltschutz aufwirft. Wirtschaftsminister Étienne Schneider versicher, bei der Vorstellung der Maschine am Freitag: «Nein, es wird keine negativen Auswirkungen für die Umwelt geben». «Meluxina» werde ausschließlich mit Ökostrom aus einem mit Altholz betriebenen Kraftwerk, betrieben.

Der künftige luxemburgische Supercomputer kostet rund 30 Millionen Euro. Zwei Drittel davon kommen vom Staat, ein Drittel von der EU. Er soll Teil eines europäischen Supercomputer-Netzwerks sein, das von «EuroHPC Joint Undertaking», einem Unternehmen mit Sitz in Luxemburg, aufgebaut wird. Neben dem Standort Bissen wurden sieben weitere in Europa ausgewählt: Barcelona (Spanien), Bologna (Italien), Kajaani (Finnland), Minho (Portugal), Ostrava (Tschechien), Sofia (Bulgarien) und Maribor (Slowenien).

Unter den Top 20 der Welt

«Ziel dieser Initiative ist es, dass die EU zu den Vereinigten Staaten und China aufschließen kann», sagt Khalil Rouhana, Vertreter der Europäischen Kommission und Vizepräsident von EuroHPC. «Heute sind wir nur noch bei 50 Prozent ihrer Rechenleistung.»

Das Modell aus Luxemburg soll eine Leistung von zehn Petaflops/Sekunde aufweisen, was etwa zehn Millionen Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde entspricht. «Er wird unter den Top 20 der Welt sein», sagt Rouhana. «Meluxina» wird in erster Linie die Forschung, die Industrie und Unternehmen bei der Entwicklung neuer Anwendungen in einem breitgefächerten Spektrum unterstützen – von der Medikamentenentwicklung und neuen Werkstoffen bis hin zur Bekämpfung des Klimawandels.

Um den Zugang zur Nutzung seiner Kapazitäten zu nutzen, wird ein spezielles Kompetenzzentrum eingerichtet, das Unternehmen mit begrenzten Kapazitäten in diesem Bereich unterstützt. «Unternehmen werden im Gegensatz zu Universitäten und Forschungszentren jedoch für die Nutzung von Meluxina bezahlen müssen», sagt Schneider. Das Kompetenzzentrum soll künftig etwa zu 50 Menschen beschäftigen.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 15.06.2019 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    Qui va leurs fournir le courant et combien de pollution.

  • Daweb am 15.06.2019 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stroum vun engem kraftwierk mat alem holz... alles öko also... mer gi wiirklich fir domm verkaaft vun de politiker

  • Heng am 16.06.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange der Supercomputer wohl braucht um meine Rente zu berechnen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • kompetent verseucht am 17.06.2019 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    ein Umweltflop mehr ... macht nix, da kommen noch einige dazu, wie z.B. 5gnetz ... wir haben ja noch 30 Jahre zum Verseuchen, da muss mann ordentlich profitieren um bis dahin die Umwelt die uns für nichts zu schade ist auf den Kopf zu stellen im Gemisch mit der ganzen Wirtschaftsverseuchung und ihren produzierten Giften ... ...

  • Heng am 16.06.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange der Supercomputer wohl braucht um meine Rente zu berechnen.

  • dusninja am 15.06.2019 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso Wasser? Der Kühlkreis ist normalerweise geschlossen und aus der Abkühlung kann auch Wasser gewonnen werden. Ausserdem läuft das teilweise mit Ammoniak. Schon mal ein RZ von innen gesehen?

    • Jacques am 01.07.2019 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      Der Wasserverbrauch eines Datacenter betrug 2009 ca. 100m3 Wasser pro Megawatt Leistung pro Tag, das entspricht dem Wasserverbrauch von 500 Menschen pro Tag. Dieser Wert hat sich sicherlich inszwischen deutlich verbessert aber ignorieren sollte man das nicht.

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  • dusninja am 15.06.2019 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei der Liste von Nov 2018 ist man genau auf Platz 20. Die neue Liste von diesem Monat fürchte ich nicht mehr. Und die Dauer der Bauvorhaben in Lux, also 202x....bestimmt nicht mehr?Dann müssen die Systeme auch noch aufgebaut und kalibriert werden...aber wenn Politiker was versprechen. War ursprünglich nicht der Plan ein sauschnelles Ding mit nur 1 PFlop zu bauen?

  • Léon am 15.06.2019 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    Qui va leurs fournir le courant et combien de pollution.