Politik

10. Oktober 2019 13:18; Akt: 10.10.2019 14:19 Print

Michel Wolter fordert Rücktritt von Dieschbourg

LUXEMBURG – Die Umweltministerin hat am Donnerstag im Plenum ihre Erklärungen zum Fall Traversini abgegeben. Die Opposition überzeugten diese nicht.

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Umweltministerin Carole Dieschbourg sieht sich erneut schweren Vorwürfen ausgesetzt. (Bild: Editpress/Fabrizio Pizzolante)

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Umweltministerin Carole Dieschbourg hat am Donnerstag in ihrer Erklärung vor der Chamber zur «Gaardenhaischen»-Affäre um Roberto Traversini, dem ehemaligen Differdinger Bürgermeister, «alle Fakten wieder auf den Tisch gelegt», wie sie sagte. Sie legte «den genauen Verlauf der Bearbeitung des Antrags» dar, der in den vergangenen Wochen so heftig diskutiert wurde. «Ich habe die Anfrage von Herrn Traversini wie alle anderen behandelt. Mein Ministerium bearbeitet 20 Prozent aller Anfragen in weniger als einem Monat. Die von Herrn Traversini wurde nicht gesondert behandelt», sagt Dieschbourg.

Traversini habe Fehler gemacht. Darüber könne und wolle die Umweltministerin nicht hinwegsehen. Sie wies auf die gesetzliche Verpflichtung hin, nach der Genehmigungsanträge, die nach Beginn der Bauarbeiten gestellt werden, genauso behandelt werden müssen, wie jene, die zuvor eintreffen. Zur möglichen Rechtswidrigkeit der Genehmigung, die von der Opposition angeprangert wird, erklärte die Umweltministerin: «Eine Untersuchung läuft und ich vertraue der Rechtssprechung unseres Landes.»

« Die Ministerin sollte dem Beispiel von Herrn Traversini folgen »

Die Opposition akzeptierte Dieschbourgs Ausführungen nicht. Nach Ansicht des CSV-Abgeordneten Michel Wolter (CSV) sei die Affäre ein klarer Fall von Vetternwirtschaft. Er erklärte, dass Dieschbourg während des gesamten Verfahrens genau Bescheid gewusst habe und bezichtigte die Ministerin der Lüge. Die Untersuchung des Falles bezeichnete er als «Farce». Für ihn sei der Fall Traversini noch lange nicht abgeschlossen.

Wolter führte auch zwei Datenträger ins Feld, auf denen Fotos gespeichert seien, die bewiesen, dass Dieschbourg Traversinis Antrag bevorteilt habe. Diese wolle er nun der Staatsanwaltschaft zukommen lassen. «Wenn die Koalition nicht reagiert und der Staatsminister nicht die notwendigen Schlussfolgerungen zieht, müssen wir uns fragen, was gerade in unserem Land geschieht. Carole Dieschbourg und ihr Ministerium haben auf ganzer Linie versagt. Das ist einer der größten Umweltskandale der vergangenen Jahre. Die Ministerin sollte dem Beispiel von Herrn Traversini folgen und zurücktreten», sagte Wolter.

(Maurice Magar/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ciao bello am 10.10.2019 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Madame Dieschbourg schwätzt ronderem den Brei. Se huet mei wei secher eppes favoriseiert. As sie net an där Partei dei emmer sou correct as an aaneren iwwer den mond fiert, an den wielerwellen net respekteiert. Ah jo dei leiw greng.

  • Edsi6@yahio.fr am 10.10.2019 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hei am Land geht alles grum un goo mir geht déi Fra guer net op se recht huet oder net lll

  • Darth Greta am 10.10.2019 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Michi pass op dass mer net dein Aalen Chrome ausgruewen gin........

Die neusten Leser-Kommentare

  • Punisher am 12.10.2019 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    grum un goo???wtf.

  • de Plätterchersléer am 11.10.2019 21:17 Report Diesen Beitrag melden

    Komesch ... virwat denken ech un Vetternwirtschaft wann ech dem Michi sei Numm héieren? Dén hätt besser roueg ze sin!

    • Pierre Schenk am 17.10.2019 12:39 Report Diesen Beitrag melden

      Heen ass jo demols ewer och an der Oeffentlichkeet zerrappt gin...

    einklappen einklappen
  • ANTI LEFTIST am 11.10.2019 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Raus mat dem Kätty !!!

  • Léon am 11.10.2019 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Le parti des verts =corruption

  • Sténkdéier am 11.10.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Datt ass den gréissten Witz, wann den Här Wolter sech als Saubermann opspillt. Wann een der Madamm Dieschbourg eppes virwerfen kann, dann well si als Ministesch Geneemegungen ausgestallt huet, déi wahrscheinlech net hätt dierften ausgestallt ginn. Si huet sech net beräichert, an hir Decisioun kann zu all Moment vun engem Verwaltungsgeriicht ëmgeworf ginn. CSV huet besser virun hirer Dir ze kieren, well jo niewent dem Här Wolter nach aner Léit um Gericht, Verwaltungsgeriicht, EU-Geriichtshaff Onrecht kritt hunn, ...