Unklare Lage in Luxemburg

01. August 2017 16:01; Akt: 01.08.2017 16:51 Print

Millionen belastete Eier zurückgerufen

LUXEMBURG – Aus den Niederlanden und Belgien werden Tag für Tag Unmengen von Eiern exportiert. Nun könnten Hunderttausende mit einem Pestizid belastet sein.

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Ob auch Eier nach Luxemburg geliefert wurden, ist derzeit noch unklar. (Bild: DPA/Julian Stratenschulte)

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Die niederländischen Behörden riefen nach Angaben vom Dienstag mehrere Millionen verseuchte Eier aus Supermärkten zurück. Der Verzehr der Eier mit dem Aufdruck X-NL-40155XX könne gesundheitsschädlich sein, warnte die Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA am Dienstag. Die Eier enthalten eine zu hohe Dosis des Läusebekämpfungsmittels Fipronil. Ob auch Eier nach Luxemburg geliefert wurden, ist derzeit noch unklar. Allein in Nordrhein-Westfalen waren bereits am Sonntag fast 900.000 Eier zurückgerufen worden.

Wenn verunreinigte Lebensmittel entdeckt werden, prüfen die zuständigen Behörden der Länder, in denen sie produziert wurden, wohin diese Lebensmittel verkauft wurden. «Die Abnehmerländer werden dann über ein Schnellwarnsystem informiert», erklärt Jean Brasseur vom luxemburgischen Vetärinäramt gegenüber L'essentiel. Eine solche Mitteilung habe Luxemburg bisher noch nicht erhalten: «Wir können jedoch nicht mit Sicherheit ausschließen, ob die Eier nach Luxemburg gelangt sind.» Die Prüfung laufe schon seit dem 20. Juni und könne auch noch andauern, da die Eier teilweise über viele Händler in mehreren Ländern verkauft würden, so Brasseur weiter.

Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere

«Fipronil hatten wir noch nie, das ist für uns etwas Neues», sagt der Sprecher des Veterinäramts. Die Anwendung bei tierischen Produkten sei nicht erlaubt. In Belgien und den Niederlanden müsse nun geprüft werden, warum es dennoch verwendet worden sei.

Das Insektizid wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt. Der Stoff kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen, sagte eine Sprecherin der NVWA. Fipronil sei auch in anderen Eiern gefunden worden, allerdings in einer niedrigeren Konzentration. Brasseur gibt an, dass der Stoff erst nach einem Konsum über einen längeren Zeitraum dem menschlichen Körper schadet und chronische Erkrankungen verursachen kann.

In der vergangenen Woche war das Insektizid in den Eiern von zunächst sieben Geflügelbetrieben gefunden worden. Ein Unternehmen hatte es benutzt, um Läuse auf den Höfen zu bekämpfen.

(sw/L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gru am 03.08.2017 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frée mëch iwwert är natiérlëch a gesond Éer :-)

  • Gru am 01.08.2017 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Méng Éer sin och staark belaascht !

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  • Gru am 04.08.2017 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mäin Guddeschen haat ëmmer geschwollen Éer ! Dann wor hién nëtt ze hidden :-()

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gru am 04.08.2017 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mäin Guddeschen haat ëmmer geschwollen Éer ! Dann wor hién nëtt ze hidden :-()

  • Gru am 03.08.2017 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frée mëch iwwert är natiérlëch a gesond Éer :-)

  • Gru am 01.08.2017 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Méng Éer sin och staark belaascht !

    • Niemand am 02.08.2017 16:49 Report Diesen Beitrag melden

      Selwer schold. Meng sin gesond an natierlech ... XD

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  • Jacques am 01.08.2017 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt die Eier aus den Niederlanden! Gerade Lasagne gegessen. Hoffe es war diesmal kein Pferdefleisch aus den Niederlanden.