Luxemburg

18. November 2020 14:24; Akt: 18.11.2020 14:57 Print

Missbrauch von Antibiotika kann zum Tod führen

LUXEMBURG – Die Regierung erinnert an diesem Mittwoch, dass es nicht nur nutzlos ist, ein Antibiotikum gegen ein Virus einzusetzen, sondern auch gefährlich.

storybild

Jedes Jahr verlieren in Luxemburg 19 Menschen, die an Infektionen durch resistente Bakterien leiden, ihr Leben. (Bild: AFP/Callista Images)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Erkältung? Grippe? Dann verschwenden Sie Ihre Energie nicht auf Antibiotika!» heißt es in einer Sensibilisierungskampagne der Regierung, die am Mittwoch im Rahmen der WHO-Woche «Antimikrobielle Resistenz», vom 18. bis 25. November, startet. Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) und Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP), warnen deshalb vor dem «unangemessenen Einsatz» von Antibiotika.

Der Einsatz eines Antibiotikums gegen ein Virus kann zur Entwicklung resistenter Bakterien bei Mensch und Tier führen und stellt ein tödliches Risiko dar. Jedes Jahr verlieren in Luxemburg 19 Menschen, die an Infektionen durch resistente Bakterien leiden, ihr Leben, so die von der OECD 2018 veröffentlichte Forschungsarbeit. In Europa wird die Zahl der menschlichen Todesfälle auf mehr als 33.000 pro Jahr geschätzt.

Antibiotika sollten nur gegen Krankheiten eingesetzt werden, die durch Bakterien verursacht werden. «Die Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten, bedeutet, dass jeder von uns von ihnen profitieren kann, wenn sie wirklich gebraucht werden», sagt Paulette Lenert. Ohne wirksame Antibiotika gebe es keine Möglichkeit für Hüftgelenks- oder Organtransplantationen oder eine Chemotherapie, keine Möglichkeit, Frühgeborene oder Menschen, die wegen einer schweren bakteriellen Infektion auf der Intensivstation landen, zu retten.

Auch Beschäftigte im Gesundheitswesen, Apotheker, Tierärzte, Landwirte und Haustierbesitzer sind aufgerufen, das Gleiche zu tun. Darüber hinaus wird die Regierung ab diesem Mittwoch eine Sensibilisierungskampagne über soziale Netzwerke starten.

(ol/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • @Falsche Ursache am 18.11.2020 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dummheit schützt wohl wirklich nicht, einen Antibiotika mit einem Impfstoff zu vergleichen ist wie wenn man z.B. einen Apfel mit einem Auto vergleicht. Absoluter Unfug!

    einklappen einklappen
  • der Name verrät es schon am 19.11.2020 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Missbrauch von Antibiotika führt zum Tod ... antibio heisst nämlich gegen das Leben! ...

  • Untertanen voll im Griff am 18.11.2020 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Corona-Impfstoff aber auch!

Die neusten Leser-Kommentare

  • der Name verrät es schon am 19.11.2020 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Missbrauch von Antibiotika führt zum Tod ... antibio heisst nämlich gegen das Leben! ...

  • @Falsche Ursache am 18.11.2020 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dummheit schützt wohl wirklich nicht, einen Antibiotika mit einem Impfstoff zu vergleichen ist wie wenn man z.B. einen Apfel mit einem Auto vergleicht. Absoluter Unfug!

    • @absoluter Unfug am 19.11.2020 08:49 Report Diesen Beitrag melden

      mit dem kleinen Unterschied, dass man ein Auto nicht in sich hineinspritzt ...

    einklappen einklappen
  • Dr.Klenk am 18.11.2020 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    In der Tat! Der unnötige Einsatz von Antibiotika der seit Jahrzenten praktiziert wird, ist viel gefährlicher für die Menschheit als Sars-Cov 2

    • Antibio = gegen das Leben am 19.11.2020 09:03 Report Diesen Beitrag melden

      u wieviele Leute sind schon durch den jahrelangen unnötigen Antibiotikamissbrauch gestorben? ... das weiss kein Mensch, denn in der Statistik sind die Patienten dann an irgendeiner Krankheit gestorben (Bronchitis, Lungenentzündung, Corona, nekrotisierendfaulende Entzündungen ... etc) u nicht wegen der massivverabreichten (durch massiven Einsatz auch bei Tieren bakterienresistentgemachten) Antibiotika ... die Vertuschungsmassnahmen haben dazu geführt, dass das Problem sich immer mehr verschärft u es nicht mehr zu übersehen ist u darum wird erst jetzt o endlich zurückgerudert ...

    einklappen einklappen
  • Untertanen voll im Griff am 18.11.2020 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Corona-Impfstoff aber auch!