Unesco Bike Tour

19. April 2019 18:29; Akt: 30.04.2019 08:59 Print

Mit dem Fahrrad durch die Geschichte fahren

LUXEMBURG – Ein neuer Radweg führt quer durch die Stadt und vor allem: durch das historische Erbe Luxemburgs. Sam Tanson und Lex Delles sind ihn entlang geradelt.

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Aufs Fahrrad, fertig, los! Lex Delles schwingt sich in den Sattel. Hinter ihm, mit grünem Helm, fährt Sam Tanson. Die beiden Minister radeln zum ersten Mal den Weg entlang, der von nun an «Unesco Bike Tour» heißt.

Schon seit 1994 trägt die Altstadt Luxemburgs den Titel Unesco Weltkulturerbe. Jetzt führt zusätzlich ein Radweg durch die verschlungenen Täler, vorbei an Wasserläufen, unter Brücken hindurch und durch die Geschichte der Stadt. Am Freitag wurde er eröffnet.

Geschichte zum Durchradeln

Auf der 9,5 Kilometer langen Tour durchqueren Radfahrer das Petrussthal, den Grund, Clausen, das Pfaffenthal – und mehrere hundert Jahre. «Was das Welterbe in Luxemburg ausmacht, ist genau das», sagt Sam Tanson, Ministerin für Kultur. «Diese Stadt ist historisch, aber eben kein Museum. Sie ist ein Ort, an dem wirklich gelebt wird.» Passend dazu gibt es diese Geschichte jetzt sogar zum Durchradeln.

Nicht nur Touristen, auch Einheimische sollen das historische Erbe der Stadt so erleben können. Darauf legt Sam Tanson besonderen Wert. Aus diesem Grund gibt es die Tour in fünf Sprachen und natürlich auch in «Lëtzebuergesch», wie sie betont.

Den eigenen Audioguide immer in der Tasche

Dafür, dass die Radfahrer nicht bloß die schöne Landschaft erblicken, sondern auch etwas über die Historie von Denkmälern und Sehenswürdigkeiten lernen, sorgt ein Audioguide. Ganz einfach: Auf dem eigenen Handy. Mit den digitalen Outdoor Guides Izi-Travel und Spoticle.lu kann man mit dem eigenen Smartphone die Wegführung entlang der Unesco-Route samt Erklärungen angezeigt bekommen.

Der Gründer von Izi-Travel, Alex Tourski, radelt neben Sam Tanson her. Er sieht die Route, durch die seine App von nun an führen wird, zum ersten Mal. Wie gefällt sie ihm? «Sehr gut», sagt er. «Aber ich sehe hier niemanden, der einen Knopf im Ohr hat.» Dabei ist das die Idee: In Zukunft bekommen Radfahrer über Kopfhörer an ihrem Telefon die Geschichte der Stadt erzählt. Die App Izi-Travel funktioniert dabei als Plattform, genau wie YouTube. Nutzer können selbst Beiträge hochladen und ihre eigenen Geschichten erzählen. Und Tourski hat da noch eine ganz besondere Idee: «Stellen Sie sich vor, der Großherzog persönlich würde die Geschichte der Stadt erzählen!»

«Heritage for all»

Noch wird das Potenzial der App, Geschichte ganz besonders aufzubereiten, nicht von der Stadt ausgeschöpft. Aber die Macher sind auch noch nicht fertig.

Die «Bike Tour» ergänzt den Unesco Stadtrundgang durch die Oberstadt, den es seit 2018 gibt. Da die Stadt das Motto «Heritage for All» hat, plant sie noch eine dritte Route. Sie ist für Menschen gedacht, die sich nur eingeschränkt in der Stadt bewegen können, etwa weil sie im Rollstuhl sitzen oder einen Kinderwagen dabei haben.

(Marlene Brey/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dusninja am 22.04.2019 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Früher war beim Führen eines Fahrzeugs der Walkman verboten. Da kann mal sehen, wie die Zeiten sich geändert haben und die toten Smombies bescheinigen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • dusninja am 22.04.2019 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Früher war beim Führen eines Fahrzeugs der Walkman verboten. Da kann mal sehen, wie die Zeiten sich geändert haben und die toten Smombies bescheinigen.