Corona in Luxemburg

13. März 2021 08:00; Akt: 12.03.2021 18:01 Print

Mobbing nimmt durch Corona neue Formen an

LUXEMBURG – Die Corona-Pandemie hat die Belästigung am Arbeitsplatz nicht weniger werden lassen. Im Gegenteil, selbst Hygienemaßnahmen werden ins Lächerliche gezogen.

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Mobbing ist durch Corona nicht weniger geworden. (Bild: Pexels)

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Die Coronakrise hat Mobbing am Arbeitsplatz nicht verschwinden lassen. Jedenfalls nach den Beobachtungen von Magdalena Mida, der Leiterin des Vereins Mobbing. Im Gespräch mit L'essentiel berichtet Mida, dass seit der Wiederaufnahme der Arbeit einige besonders gefährdete Mitarbeiter sich an ihrem Arbeitsplatz einer neuen Form des Mobbings gegenüber sehen würden. So würden in verschiedenen Firmen Maßnahmen, wie das Tragen von Masken oder das Abstandsgebot, nicht eingehalten. Es habe auch Fälle gegeben, in denen Kollegen oder gar Vorgesetzte die Schutzmaßnahmen verharmlost und lächerlich gemacht hätten.

Erholung in Urlaub oder Freizeit ist für viele auch nicht einfach geworden. Etwa für Arbeitnehmer die Urlaub aus familiären Gründen nehmen mussten oder in Kurzarbeit geschickt wurden. Sie sahen sich laut der Expertin plötzlich mit «arbeitsrechtlichen Problemen konfrontiert». Für Menschen, die sich durch die Situation am Arbeitsplatz in einer psychologischen Notlage befinden, wurde das Leben durch die äußeren Einflüsse durch die Pandemie ebenfalls schlimmer.

«Mobbing schadet der Motivation»

Doch auch abseits der Pandemie nimmt Mobbing weiter zu. Ein Grund dafür sei die wachsende Zahl an Arbeitnehmern. Aber auch die Digitalisierung führe zu mehr Belästigung, da durch sie der Druck auf die Arbeitnehmer wachse, erklärt die Expertin weiter. Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) hat für 2021 ein mit Spannung erwartetes Anti-Mobbinggesetz angekündigt. In der Pandemie konnte die zuständige Arbeitsgruppe ohne Verzögerungen den Entwurf dafür vorantreiben.

Magdalena Mida kämpft mit ihrem Verein dafür das auch bei den Führungskräften das Bewusstsein für das Problem wächst: «Wir müssen die Chefs daran erinnern, dass Mobbing der Motivation schadet und zu Krankmeldungen führt.» Nach neuesten Schätzungen entstehen durch krankheitsbedingte Fehlzeiten, die mit Mobbing im Zusammenhang stehen, Kosten in Höhe von 93 Millionen Euro jährlich.

(sg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • unterminiert am 16.03.2021 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    nein, das ist doch nicht ...? ... Arnie! ...

  • lolol am 15.03.2021 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    Il suffit de comparer les bureaux des comptables et les bureaux des déménageurs à l'université

Die neusten Leser-Kommentare

  • unterminiert am 16.03.2021 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    nein, das ist doch nicht ...? ... Arnie! ...

  • lolol am 15.03.2021 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    Il suffit de comparer les bureaux des comptables et les bureaux des déménageurs à l'université