Islam in Luxemburg

23. April 2020 15:23; Akt: 23.04.2020 15:24 Print

Muslime müssen Ramadan zu Hause feiern

LUXEMBURG – Aufgrund der Coronavirus-Epidemie beginnt der Ramadan dieses Jahr mit geschlossenen Moscheen und Versammlungsverbot.

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Der diesjährige Fastenmonat wird für die Muslime im Land aufgrund der Corona-Beschränkungen einzigartig. (Bild: Pierre Matge)

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Faruk Licina hat den Beginn des Ramadan noch nie unter so außergewöhnlichen Bedingungen erlebt. Am Freitag beginnen die Muslime in Luxemburg ihren Monat des Gebets und Fastens, der dieses Jahr ausschließlich zu Hause und «im familiären Kern» stattfinden muss, erklärt Licina, der Präsident der Shoura, dem Rat der muslimischen Glaubensgemeinschaft in Luxemburg.

«Wir müssen so handeln. Die Muslime des Landes verstehen und respektieren dies vollkommen. Und wir sind nicht die Einzigen, jeder hat sich wegen dieser Epidemie einschränken müssen», erklärt Licina. «Der Islam sieht vor, dass es im Falle einer Krankheit in einer Region verboten ist, diese zu betreten und zu verlassen», fährt er fort und erklärt, dass die Einhaltung der Gesundheitsvorschriften zu den Pflichten des Gläubigen gehöre.

«Wir beten für alle, dass diese Epidemie so schnell wie möglich gestoppt wird»

Moscheen sind während des Ramadans normalerweise 24 Stunden am Tag geöffnet. Dieses Jahr bleiben sie geschlossen. Auch das Fest des Fastenbrechens, welches am Ende des Fastenmonats gefeiert wird, kann nicht in großer Gemeinschaft gefeiert werden, da Versammlungen auch noch in einem Monat verboten sein werden. «Es ist auch nicht sicher, ob wir Ende Juli Eid al-Adha, das Opferfest, feiern können», meint Faruk Licina.

Die Muslime im Land beten daher zu Hause und kommunizieren rege über die sozialen Netzwerke. Der Austausch erfolgt auch per Videokonferenz mit den Predigern ein- oder zweimal am Tag, «um eine Atmosphäre des Ramadan aufrechtzuerhalten», erklärt Licina.

Dies ist auch eine schwierige Situation für alleinstehende Menschen. «Wir haben eigentlich keine andere Lösung, da es verboten ist, Leute in ihr Haus einzuladen». In Bezug auf das Fasten hingegen ändert sich nichts. «Das ist es, was aus theologischer Sicht neben den Gebeten am wichtigsten ist. Wir beten, dass diese Epidemie so schnell wie möglich aufhört», sagt der Präsident der Shoura abschließend.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Einstein am 23.04.2020 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Warum hat der Allah so eine Epidemie in die Welt gesetzt.Das hat niemand bestellt und auch die Kriege werden damit nicht gestoppt.

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  • Binzz am 23.04.2020 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jimbo sie sin net geschta hei bei eis komm dei gesetzer geht et och an sūdlech lener oder kennst du vun engem anaren planeit

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  • Jerry am 23.04.2020 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @jimbo Hun nie drun gegleewt dass mir zwee kee moms derselweschter Méehnung wieren, awer des Kéier stemmen ech Iech vollkommen zou!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Binzz am 23.04.2020 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jimbo sie sin net geschta hei bei eis komm dei gesetzer geht et och an sūdlech lener oder kennst du vun engem anaren planeit

    • Jimbo am 24.04.2020 14:56 Report Diesen Beitrag melden

      De Koran steet iwwer all Gesetz, an dFastenbrechen gëtt traditionell mat Frënn a Famill gefeiert... Wei gesot, musse mol kucken op déi sech drun halen. Oder op et stëmmt, wat a verschiddene News aus D an F steet, dass d Autoritéite gebiede sinn, béid Aen zouzemaachen well se se sos net meeschter ginn.

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  • Jerry am 23.04.2020 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @jimbo Hun nie drun gegleewt dass mir zwee kee moms derselweschter Méehnung wieren, awer des Kéier stemmen ech Iech vollkommen zou!

  • jimbo am 23.04.2020 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kuke mer mol, op dei sech un eis westlech Gesetzer kënnen halen.

  • Einstein am 23.04.2020 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Warum hat der Allah so eine Epidemie in die Welt gesetzt.Das hat niemand bestellt und auch die Kriege werden damit nicht gestoppt.

    • WhaleWhisperer am 23.04.2020 18:28 Report Diesen Beitrag melden

      Beim Big-Bang wurde unserem Universum die Heisenbergsche Unschärferelation in die Wiege gelegt, welche: 1. bei biochemischen Prozessen den Faktor Zufall einbringt, der unter anderem auch Mutationen von Viren unvorhersehbar macht. 2. das gleiche Zufallsprinzip macht es unmöglich die Laufbewegungen von Pangolinen oder Flugbewegungen von Fledermäusen, vorauszusagen und wo diese Viren aufnehmen und weitergeben. Albert, das müssten Sie eigentlich wissen!

    • agnostiker am 23.04.2020 22:20 Report Diesen Beitrag melden

      Interessant! Warum hat Gott den Zufall geschaffen? Ein Gläubiger würde sagen: Gott prüft euch! Ich frage mich für was genau, das Paradis? Immerhin sterben auch kleine Kinder und Behinderte jeden Tag egal unter welchen Krankheiten und Umständen..

    • Hawking am 24.04.2020 08:25 Report Diesen Beitrag melden

      @WhaleWhisperer: Also ich habe den Witz verstanden... ;-)

    • WhaleWhisperer am 24.04.2020 16:01 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort an agnostiker: Entweder war es nicht Gott (wenn es sie/ihn nicht gibt) oder SIE/ER (falls existent) wollte die Existenz der Lebewesen, einschliesslich Mensch, nicht zu 100% vorbestimmen und komplett kontrollieren.

    • Captain Owen Spoons "Pastafarianer" am 27.05.2020 16:13 Report Diesen Beitrag melden

      @WhaleWhisperer es war das fliegenden Spaghettimonster der den Zufall geschaffen hat.

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