Corona in Luxemburg

22. Dezember 2020 10:23; Akt: 22.12.2020 11:43 Print

Nach Weihnachten bleibt die Kinderbetreuung zu

LUXEMBURG – Eine digitale Schulwoche soll nach Plänen des Bildungsministers die Virusverbreitung in den Schulen stoppen. Auch andere Betreuungseinrichtungen müssen schließen.

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Bildungsminister Claude Meisch (DP) begann seine Pressekonferenz am Dienstagmorgen mit einer Danksagung an das Personal im Bildungssektor, die Mitarbeiter hätten einen großen Kraftakt gestemmt. Man habe versucht, ein Maximum an Präsenzunterricht möglich zu machen, aber Quarantäne, Isolation und Krankschreibungen hätten die Lehrpläne ausgebremst. Man wolle verhindern, dass die Generation-Covid eine bildungspolitisch verlorene Generation werde. Deshalb müsse man jetzt eingreifen, um sich Luft im Kampf gegen das Virus zu verschaffen, erklärt Meisch. Die nächsten Wochen werden sicher weiterhin anstrengend.

Alle Schulen im Land bleiben bis zum 10. Januar geschlossen. In der Schulwoche vom 4. bis zum 8. Januar findet Unterricht in Luxemburg nur digital statt. Grundschullehrer sollen Aufgaben für diese Woche vorbereiten, bei denen es hauptsächlich um Wiederholung des ersten Trimesters gehen soll. Videokonferenzen mit den jüngeren Schülern sollen aber die Ausnahme bleiben. Für die älteren Schüler der höheren Klassen soll Unterricht gestreamt werden. Für die Prüfungsklassen soll das Schuljahr um eine Woche verlängert werden. Man wolle sicherstellen, dass die Schüler eine bestmögliche Vorbereitung auf ihren weiteren Lebensweg erhalten.

Kinderbetreuung schließt nach Weihnachten

Die komplette Kinderbetreuung wird im Großherzogtum vom 28. Dezember an ausgesetzt. Crèches, Tagesmütter und Maison Relais werden erst nach dem 10. Januar wieder öffnen dürfen. Eine Notbetreuung gibt es nur für Eltern aus dem Gesundheitssektor. Am 11. Januar solle es wieder mit dem Präsenzunterricht weitergehen. «Wir wollen nach dem 10. Januar so sicher wie möglich in die Schule zurückkommen.» Deshalb werde man in den nächsten Tagen an alle Lernenden von vier bis 19 Jahren, Lehrende und Schulpersonal freiwillige Testeinladungen verschicken. Meisch erinnerte die Betroffenen daran, schnellstmöglich Termine zu vereinbaren, da der Andrang bei den Teststationen des Large-Scale-Testing nach wie vor hoch sei.

In den Klassenzimmern müsse aber dennoch weiter gelüftet werden, auch wenn es nicht angenehm sei, erläuterte der Bildungsminister. Auch sollen CO²-Messgeräte angeschafft werden, die an das richtige Lüften erinnern sollen. Weitere Maßnahmen werden derzeit geprüft: FFP2-Masken für Lehrende und Betreuungspersonal, vorrangige Impfung für Lehrpersonal in einer zweiten Phase und die Aufteilung der Kinder in Gruppen innerhalb der Maison Relais. Die Maßnahmen könnten sich als hilfreich erweisen, es gelte aber die Bewertung der Arbeitsgruppen abzuwarten, betonte Meisch.

(hoc/lm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luxemburggibbi am 22.12.2020 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wei, denn Herr Meisch. Dir huet dach gesot dass Kanner sech net net an der schoul infizieren. Domm, wann een inkompetent ass, dann wees een net waat een machen soll... Losst een Annere daat machen an gidd minister vun den Silly Walks

  • Nele am 22.12.2020 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso die Leute Herr Meisch so runterziehen oder sogar beleidigen. Fast könnte man denken, dass jeden zweiten Monat eine Pandemie vor der Tür steht und das Bildungsministerium deshalb alle bestmöglichen Lösungen parat haben müsste... Aber so ist das nicht! Niemand war auf diese Pandemie vorbereitet und nun wird experimentiert. Die Regierung gibt ihr Bestes dafür, dass für die Schüler nicht allzu viel verloren geht. Und in dieser Sache gibt es kein Richtig oder Falsch. Man kann lediglich abwarten und darauf hoffen irgendwann die korrekte Strategie zu finden.

  • Aarbechtsdeier am 22.12.2020 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Här Meisch Diir an deen mam Pärdsschwanz sidd dei inkompetesten Ministeren vum Land eng regelrecht Blamage Ären Parteikolleg den Premier keint och een Dommheets Ministère schaafen an Ierch an deen Grengen als Ministeren do asetzten

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 23.12.2020 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Linda genau esou ass et

  • XY am 22.12.2020 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir bekamen gestern (21.12.) eine E-Mail mit einer Ordonance, dass unser Kind sich ab 10.12. testen lassen kann. Es hatte Kontakt in der Schule mit einem positiv getesten Kind. Letzter Kontakt war am 4.12. Unser Kind war am 4.12. gar nicht in der Schule. Danach hatte er in den 6 Tagen, mit recommandierter Quarantäne ausserhalb der Schule und Anwesenheitspflicht in der Schule, in einer Woche 100 Schülerkontakte und 12 Lehrerkontakte, bei normalem Stundenplan. Wie kann man da von Szenario 1 sprechen. Und warum sagt man, dass die Kontaktverfolgung in der Schule up to date ist?

  • Nele am 22.12.2020 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso die Leute Herr Meisch so runterziehen oder sogar beleidigen. Fast könnte man denken, dass jeden zweiten Monat eine Pandemie vor der Tür steht und das Bildungsministerium deshalb alle bestmöglichen Lösungen parat haben müsste... Aber so ist das nicht! Niemand war auf diese Pandemie vorbereitet und nun wird experimentiert. Die Regierung gibt ihr Bestes dafür, dass für die Schüler nicht allzu viel verloren geht. Und in dieser Sache gibt es kein Richtig oder Falsch. Man kann lediglich abwarten und darauf hoffen irgendwann die korrekte Strategie zu finden.

  • Linda am 22.12.2020 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Lo gin se nach and Vakanz... an dann ass Bir geschielt. An esou geet daat onendlech weider.... Fuessvakanz... Ouschteren,paischten. Geet lo awer mol duer. Ass en Geschleefs... en gepléischters..... HISTOIRE SANS FIN! Gidd iech dach mol alleguerten eenz an da ganzer EU!!! Letzebuerg ass net méi seriös ze huelen!! Alles kann frai iwert Grenz kommen an Shopping maan! Awer ons aalGeneratioun an ons krank Patienten gin angespaart!!! An hir Famillen sin matt gestrooft!

  • Aarbechtsdeier am 22.12.2020 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Här Meisch Diir an deen mam Pärdsschwanz sidd dei inkompetesten Ministeren vum Land eng regelrecht Blamage Ären Parteikolleg den Premier keint och een Dommheets Ministère schaafen an Ierch an deen Grengen als Ministeren do asetzten