Parkway Drive im Atelier

13. August 2019 09:18; Akt: 13.08.2019 10:51 Print

Nackenbrecher mit Dauergrinsen

LUXEMBURG – Nach einer Headliner-Performance am Wacken-Festival hat die australische Metal-Institution Parkway Drive am Montag das kleine Atelier zum Beben gebracht.

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Die Headliner-Shows von Parkway Drive erinnern mit ihren Flammensäulen und Pyroeffekten mittlerweile mehr an Rammstein, als an ihre Metalcore-Wurzeln mit Moshpits in kleinen schwitzigen Clubs. Umso überraschender war es, als die Australier im März ihren Auftritt im kleinen Atelier mitten in Luxemburg-Stadt ankündigten.

Am gestrigen Montag machte der Parkway Drive-Tourbus dann endlich zusammen mit zwei Vorbands in der Rue de Hollerich Halt. Bei den technisch beeindruckenden Walisern Venom Prison reagierte das Publikum noch etwas schläfrig, die Briten von Bury Tomorrow konnten das ausverkaufte Atelier dann aber von Anfang an zu einem regen Energieaustausch anstacheln und damit auf die nötige Betriebstemperatur bringen.

Mehr Groove, weniger Geknüppel

Die Messlatte für Parkway Drive war gesetzt, die sich im kleinen Club diesmal nicht auf ihre ausufernde Pyro-Show verlassen konnten. Entsprechend schnörkellos erschien das Quintett auf der Bühne und startete mit seinem sich langsam aufbauenden Opener «Wishing Wells» in ein abwechslungsreiches Dauerfeuer, welches die Menge direkt vereinnahmte. Sänger Winston McCall schien den direkten Kontakt zum Publikum sichtlich zu genießen und kam zwischenzeitlich aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Die Spielfreude, die die Australier von der ersten Minute an versprühten, wirkte regelrecht ansteckend. Entsprechend begeistert nahm das Luxemburger Publikum nicht nur die alten Moshpit-Klassiker, sondern auch die zugänglicheren Heavy Rocker der letzten beiden Alben auf.

Der Wandel von der Metalcore-Institution hin zu melodischeren Hymnen mit mehr Groove und weniger Geknüppel spaltet die Parkway Drive-Fangemeinde der Band seit Jahren. Live funktioniert der Mix allerdings hervorragend und bietet Raum zum Headbangen, Mitsingen und Moshen. Selbst der Spoken-Word-Track «Cemetery Bloom» fügte sich harmonisch in die Setlist ein und lieferte eine atmosphärische Verschnaufpause, bevor sich die Circle Pits wieder zu alten Krachern formierten.

Den Abschluss bildete schon nach rund einer Stunde das Mitgröhl-Epos «Crushed» und der Party-Kracher «Bottom Feeder». Zu den fast schon gut gelaunten Double Bass-Rhythmen hob gefühlt das ganze Atelier ab und attestierte den Australiern, dass sie auch noch im Club-Kontext ohne ihren Pyro-Bombast ganz hervorragend funktionieren. Nur ein bisschen länger hätte es gerne sein dürfen.

(Dustin Mertes/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Uschi Frosch am 14.08.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    der richtige Metalabend war am Montag in Saarbücken mit Sacred Reich und Testament, da hat man gesehen wo der Frosch die Locken hat

Die neusten Leser-Kommentare

  • Uschi Frosch am 14.08.2019 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    der richtige Metalabend war am Montag in Saarbücken mit Sacred Reich und Testament, da hat man gesehen wo der Frosch die Locken hat