Luxemburg

23. Januar 2018 10:30; Akt: 23.01.2018 10:32 Print

Naturpark «Mëllerdall» an EU-​​Projekt beteiligt

LUXEMBURG – Der Naturpark Müllerthal ist Teil des länderübergreifenden EU-Projekts «Zenapa». Projektleiterin Natassja Mich erklärt «L’essentiel» was es damit auf sich hat.

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Die Europäische Union hat sich hohe Ziele für den Klimaschutz gesteckt. Um diese zu erreichen, ist Forschung und Beobachtung zwingend notwendig. DAher hat die EU im Zuge ihres Förderprogramms für Umwelt, Naturschutz und Klimapolitik «LIFE» das sogenannte Zenapa-Projekt ins Leben gerufen. Das Projekt findet länderübergreifend zwischen Deutschland und Luxemburg statt. Luxemburgs Naturpark «Mëllerdall» ist daran beteiligt.

Zenapa steht für «Zero Emission Nature Protection Areas». Ziel des Projektes ist es demnach, CO2-neutrale GroßSchutzGebiete (GSG) zu schaffen. «GroßSchutzGebiete sind Zusammenschlüsse aus Naturparks, Biosphärenreservaten und Nationalparks», erklärt die Leiterin des LIFE-Projekts Zenapa, Natassja Mich. «Für das Müllerthal ist geplant zu zeigen, dass ein CO2-Bilanzausgleich möglich ist. Deshalb setzen wir hier verstärkt auf regenerative Energien und einen besseren Ausbau der lokalen Wertschöpfung.»

«Green Economie»

Bisher sind viele Projekte nur angedacht. Das liegt vor allem daran, dass Zenapa offiziell 2016 gestartet ist, der Naturpark Müllerthal aber erst im Oktober 2017 eingebunden wurde. «Uns geht es vor allem um Nachhaltigkeit», sagt Mich. «Deshalb haben wir unter anderem geplant, Abfälle aus der Holzwirtschaft und ähnliche Biomasse in Fernwärmekraftwerken zu nutzen.» Alles was an Grünschnitt – beispielsweise von den Pflanzen am Rand und in der Mitte der Autobahnen – anfällt, soll im Sinne der Green Economy so energetisch genutzt werden. Auch ein kleines Wasserkraftwerk in Form einer Turbine könne sie sich vorstellen. «Am besten wäre die natürlich in einer bereits bestehenden Mühle aufgehoben», so Mich weiter.

Neben diesen konkreten Projekten soll es aber auch «Bildungsveranstaltungen für Stakeholder und Workshops für Bürger» geben. Auch einen Klimaschutzplan will Mich mit ihrem Team für das «Mëllerdall» erarbeiten. «Dazu brauchen wir zunächst mal eine Bestandsanalyse zu den Treibhausgasen, dann müssen wir uns überlegen wohin wir genau wollen um in einem dritten Schritt Potentiale für Verbesserungen ausfindig machen zu können», so die Projektleiterin.

Finanzierung

Das Gesamtvolumen der Fördermittel beträgt 17 Millionen Euro, das Müllerthal bekommt davon 1,2 Millionen zu sehen. Etwa ein Viertel des Betrags kommt von der EU, der Rest geht zulasten des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur sowie des Naturparks selbst.

Eine offizielle Auftaktveranstaltung ist für den 19. Februar um 18.30 Uhr geplant. Sie soll im Centre Culturelle von La Rochette stattfinden. Teilnehmen wird unter anderem Umweltministerin Carole Dieschbourg sowie der Leiter des Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) Prof. Dr. Peter Heck.

(Dominik Dix/L’essentiel)

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