In Luxemburg

25. August 2019 16:32; Akt: 25.08.2019 16:37 Print

Nein zu Freizeitresort «Suneo Park»

WEISWAMPACH – 60,1 Prozent der Wähler haben sich bei einer kommunalen Volksbefragung am Sonntag gegen die Schaffung eines Freizeitparks am See ausgesprochen.

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Die Bewohner von Weiswampach haben am Sonntag über das Tourismusprojekt Suneo Park abgestimmt. Die Petition der Bürgerinitiative Gemeng Wäiswampich wurde von mehr als einem Viertel der Wähler der Gemeinde unterzeichnet. Das reichte für ein Referendum. Auf die Frage, ob sie dem Tourismusprojekt zustimmen oder nicht, stimmten 60,1 Prozent der Einwohner mit «nein» (39,9 Prozent votierten mit «ja»).

Auf einem 20 Hektar großen Gelände zwischen den beiden Weiswampacher Seen sollen ein Feriendorf, eine Hotelanlage, Restaurants und Aktivitäten rund um Wasser und Natur mit 50 Arbeitsplätzen entstehen.

Ein Projekt, das spaltet

Suneo Park wird von der Lamy Group betrieben, die bereits andere Ferienresorts dieser Art in Frankreich und Belgien führt. Die geplante Investition für das luxemburgische Projekt beträgt 50 Millionen Euro. Ein Projekt, das Déi Lenk schon immer kritisiert hat.

«Dieses bisherige öffentlich zugängliche Grundstück wird privatisiert werden und für 99 Jahre an einen privaten Bauherrn vermietet. Das bedeutet, dass der Zugang zum Schwimmen und Ausruhen nur noch zu festgelegten Uhrzeiten möglich sein wird. Die Natur wird sich zum Nachteil aller und für immer verändern», erklärt Hubert Hollerich von Déi Lénk.

Bürgermeister will trotzdem bauen

Der Sieg wird wohl keinen durchschlagenden Erfolg oder gar einen Stimungswandel bei den Entscheidungsträgern bewirken: Bürgermeister Henri Rinnen hatte bereits vor dem Wahlgang klar gemacht, dass er an dem Projekt festhalten wolle, von dem sich die Gemeindeführung neue Attraktivität für das Seegelände verspricht. Laut Déi Lénk ein «Skandal», da «im Moment keine Berechtigung vorliegt», so Hubert Hollerich. Nach Erteilung einer Baugenehmigung können Berufungen eingelegt werden.

(Marion Mellinger/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De_klenge_Fuerzkapp am 25.08.2019 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin haben 60,1 Prozent der Wähler einen gesunden Verstand.

  • Niemand am 25.08.2019 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu dient denn eine Volksbefragung? Den Bürgermeister sollte man vom Stuhl schubsen . . .

  • Iris Gläser am 25.08.2019 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der Bürgermeister daran festhält und gebaut wird, hätte man auch gar nicht erst ein demokratisches Instrument wie eine Volksabstimmung nutzen müssen. Dann sollte die Reaktion der Weiswampacher auch wie in einer Monarchie ausgeführt werden: Mit Mistgabeln im Rathaus auftauchen und den Bürgermeister absetzen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Knouterketti am 26.08.2019 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat doen ass en Mega-Projet fir d’Eisleck d.h Touristen, Letzebuerger dei emol en verlaengerten WE hei ziu Letzebuerg maachen an natiirlech och Aarbechtsplaazen Hoffen dass den Projet durchgeboxt gett

  • den Dommen am 26.08.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wat en schrecklëch ällenen Projekt, den rem op Käschten vun der Natur geht, wou rëm d'Steieren vun de schaffenden Leit investéiërt gin fir den privaten Profit ! ... a wou de Steierzuëler duërno fir all klenge Furz a Schrëtt muss an d'Täsch gréifen a blächen, iwerwaacht vun Sëcherheetsbeamten an Kameras ... eng onnéidësch Wasser- a Buëdemverseuchung fir den Verseuchermënsch, dem d'Natur, déih hien souwisou net méih geséit, sou lang wéih breet ass ... Haaptsach, hiën kann den Akku vun sengem Iphone opluëden! ...an während de Wanterméint laafen just Entretiensarbëchten (gratis vun der Gemeng?!)

  • Pietro F. am 25.08.2019 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Git mol op de Rursee bei Aachen. Dat as ee Stauséi fir Drënkwasser. An trotzdeem sin du vill Touristen. An am géigendeel zu eisem Stausee däerf een mam Motorboot fueren........natierlech just elektresch. Dat mecht kee Knascht a kee Kaméidi. An t’Batterie kann net ënnergoen wat jo och erem gutt fir t’Ëmwrlt as. (epropulsion spirit 1.0). Fir t’Booten resp. fir t’Elektrobooten get et eng Vignette an dat brëngt Geld eran. Ech verstin net dass eis Wasserwirtschtsamt an déi zoustänneg Ministeren esou bornéiert sin an esou een Ecologechen Konzept net wëllen zouloossen. Vill Leit mussen aus dem Norden entweder op de Rursee oder op t’Musel fueren fir de Wassersport ze praktizéieren. Egal wou hin sin dat aller-retour 200 km. As dat dann ekologech däer Hären Ministeren. ??? Dat as dach lachhaft !!!

    • Dingo am 26.08.2019 09:52 Report Diesen Beitrag melden

      D'Zuel vun den Leit aus dem Norden, déi op d'Musel oder op soss een Séi rennen mussen fir Waassersport ze bedreiwen, wärt séch wuel a bescheidenen Grenzen haalen :-)

    • Knouter am 26.08.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

      Et geet dach net direkt em den Waasser"sport" mat Booter. Et geet drem dat eng öffentlech Plaatz, di emmer vun den Lait fir d'Fraizait genotzt ginn ass (fir ze relaxen an schwammen), net mi öffentlech, fir jidfereen zougänglech ass. Dat liesen ech ob alle Fall aus dem Artikel raus.

    • BPat am 26.08.2019 18:39 Report Diesen Beitrag melden

      Waat huet dat Eent mat dem Anneren ze dinn ? Stellt iech vir d'Gemeng Esch/ Sauer géif Plagen beim Stausee och engem Privaten Investor verkaafen . An dir misst en Zëmmer oder en Package do buchen vir op d'Pagen ze goen . Geanu esou kéint een vun Baggerweieren zu Remerschen . Kann och weider spënnen vir op der Musel Waassersport ze dréiwen muss een an en Klub goen wou een Membreskaart bezillt . Gesitt der et ass net Alles esou einfach

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  • De Fernand am 25.08.2019 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheideg. Dann Kreien mer Amplatz nach mei Büroen. Supper.

    • Dingo am 26.08.2019 08:36 Report Diesen Beitrag melden

      Dann wuel léiwer een Fantasie-Projet mat engem Ausgang wéi beim Weldpark Housen oder ?

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  • De_klenge_Fuerzkapp am 25.08.2019 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin haben 60,1 Prozent der Wähler einen gesunden Verstand.