Statec-Bericht

14. Oktober 2021 12:27; Akt: 14.10.2021 13:50 Print

Neue Not am Arbeitsmarkt durch Coronakrise

LUXEMBURG – In ihrem neuen Bericht hat die Statistikbehörde die Pandemie und ihre Auswirkungen auf das soziale Gefüge unter die Lupe genommen.

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Auch beim Thema Wohnen hat die Pandemie deutliche Unterschiede zu Tage gefördert. (Bild: AFP)

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Sowohl die Einkommensunterschiede als auch die Armutsquote haben sich in Luxemburg trotz der Coronakrise nur geringfügig verändert. Zu besorgniserregenden Auswirkungen hat die Pandemie jedoch bei den Themen Wohnen und Arbeit geführt. Zu diesem Ergebnis kommt die Statistikbehörde Statec in ihrem neuesten Bericht «Arbeit und sozialer Zusammenhalt 2021», den sie am Donnerstag vorgelegt hat.

Das durchschnittliche verfügbare Einkommen der Luxemburger Haushalte lag demnach im Jahr 2020 bei 5884 Euro. «Im Vergleich zu 2019 sind das 2,1 Prozent mehr», erklärt Statec-Direktor Serge Allegrezza. Das Risiko, unter die Armutsgrenze zu rutschen, ist ebenfalls gesunken: 2020 waren davon 17,2 Prozent der Bevölkerung gefährdet. «Das ist sogar etwas geringer als in den beiden Vorjahren, in denen die Werte bei 17,4 und 17,5 Prozent lagen», so Allegrezza weiter.

Deutlich mehr Langzeitarbeitslose

Erhebliche Ungleichheiten hat der Bericht beim Thema Wohnen zu Tage gefördert: Personen, die in größeren Haushalten leben, laufen viel eher Gefahr sich mit dem Coronavirus anzustecken oder sogar aufgrund einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen. Außerdem sei die Zahl der Haushalte, die die Kosten für Haus oder Wohnung als schwere finanzielle Belastung empfinden leicht um ein Prozent gestiegen.

Gut durch die Krise gekommen ist nach Statec-Angeben hingegen der Luxemburger Arbeitsmarkt, der 2020 um zwei Prozent gewachsen ist. Die EU-Länder verzeichneten hingegen einen Rückgang von 1,5 Prozent. «Auch in Bezug auf die Arbeitslosigkeit ist das Großherzogtum weiterhin gut aufgestellt. Hierzulande liegt die Arbeitslosenquote bei 2020 bei etwa 6,8 Prozent, in der EU bei 7,1 Prozent», sagt Statec-Abteilungsleiter Jérôme Hury.

Telearbeit ist Fluch und Segen

Auch wenn die Auswirkungen der Gesundheitskrise auf die Beschäftigung – vor allem aufgrund der massiven Inanspruchnahme von Kurzarbeit – auf den ersten Blick eher moderat sind, ist die Entwicklung der Langzeitarbeitslosen besorgniserregend: Seit Beginn der Coronakrise ist ihre Zahl um 36,2 Prozent angewachsen und hat damit auch Gesellschaftsschichten erreicht, die zuvor nicht betroffen waren.

Das Homeoffice hat durch die Krise einen Boom erlebt, der im Großherzogtum weiterhin anhält. Im zweiten Quartal 2021 arbeiteten noch immer 41 Prozent der Erwerbstätigen von Zuhause aus. «In diesem Bereich liegt Luxemburg in der EU ganz vorne», sagt Serge Allegrezza und erklärt: «Die Wirtschaft des Landes ist in einem sehr hohen Maße auf Unternehmensdienstleistungen und Finanzdienstleistungen ausgerichtet – Branchen, die mit am besten für die Telearbeit geeignet sind. Dadurch funktioniert Luxemburg auch in der Krise gut. Andererseits treibt die Telearbeit die soziale Spaltung voran, da sie nicht von allen Berufsgruppen wahrgenommen werden kann.»

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • de mich am 14.10.2021 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ma,regierung ma eppes dogéint,am platz lagen vun der natioun ze schwetzen,blablabla,an de statec ass schäiss,dat huet kee kap a fouss

  • Affen am 14.10.2021 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    u. ihrer Weissheit

  • Valchen am 14.10.2021 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kréien Se minimum wage Sklaven, net erbei? Fier Hieren komfortabelen Lifestyle, bzw. Chain of supply oprecht ze haalen?! Mein Bedauern hält S éch an Grenzen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • de mich am 14.10.2021 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ma,regierung ma eppes dogéint,am platz lagen vun der natioun ze schwetzen,blablabla,an de statec ass schäiss,dat huet kee kap a fouss

  • Valchen am 14.10.2021 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kréien Se minimum wage Sklaven, net erbei? Fier Hieren komfortabelen Lifestyle, bzw. Chain of supply oprecht ze haalen?! Mein Bedauern hält S éch an Grenzen!

  • Affen am 14.10.2021 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    u. ihrer Weissheit