Cannabis als Arznei

01. Mai 2014 17:32; Akt: 01.05.2014 18:22 Print

Neue Online-​​Petition fordert Gras statt Pillen

LUXEMBURG - Mehrere Online-Petitionen sind ab Freitag auf der Web-Seite der Chamber abrufbar, darunter die Petition für den medizinischen Einsatz von Cannabis.

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PID-Chef Jean Colombera hat eine Online-Petition für den medizinischen Einsatz von Cannabis initiiert. (Bild: DPA)

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Sechs neue Online-Petitionen erscheinen ab Freitag auf der Internetseite der Abgeordnetenkammer. Sie wurden von der zuständigen Kommission als zugänglich bewertet und können nun von Usern unterschrieben werden. 4'500 Stimmen müssen bis 13. Juni 2014 gesammelt werden, damit sich das Parlament in der zuständigen Chamberkommission in öffentlicher Sitzung mit der Petition auseinandersetzt. Maximal sechs Autoren von Petitionen können dann direkt mit den Abgeordneten und dem zuständigen Minister im Parlament diskutieren.

Auch die Petition von Jean-Colombera (PID), die den medizinischen Einsatz von Cannabis in den Vordergrund stellt, ist nun online verfügbar. Der studierte Arzt und ehemalige ADR-Abgeordnete fordert in der Petition, dass Arzneimittel auf Basis von Cannabis wie Bedrocan, Bediol, Bedrobinol und Bedica als verschreibungspflichtige Medikamente für den Verkauf erlaubt werden. Lediglich zwei Medikamente auf Cannabis-Basis sind in Luxemburg legal erhältlich: Sativex und Marinol.

Wahlrecht für Ausländer und mehrsprachiger Internetauftritt

Eine andere Petition unter der Nummer 346 setzt sich mit Wahlrecht für ausländische Mitbürger auseinander. Der Autor fordert darin, dass alle ausländische Mitbürger wählen können, um «die Qualität der Luxemburger Demokratie» zu erhöhen. Luxemburg zählt nach den letzten statistischen Angaben 220‘500 Ausländer, das sind 43 Prozent der gesamten Bevölkerung. Eine andere Petition vom Petinger Gemeinderat Joé Thein (ADR), die noch nicht als zulässig bewertet wurde, wehrt sich gegen das Stimmrecht für Ausländer.

Die Petition 341 fordert, dass in Luxemburg ein einziger Wahlkreis für die Legislaturwahlen eingerichtet wird. «Die Aufteilung des kleinen Landes Luxemburg in Wahlbezirke bei den Nationalwahlen ist veraltet und demokratisch unfair», beschwert sich der Autor der Petition. Er findet, dass «der Norden und Osten im Nachteil gegenüber Zentrum und Süden sind.» Die Petition 332 kritisiert, dass viele Internetseiten der Regierung lediglich auf Französisch verfügbar sind und fordert, dass der Inhalt der Seiten auch in andere Sprachen wie Luxemburgisch, Deutsch und Englisch übersetzt wird. Die Petition 331 setzt sich schließlich für härtere Strafen gegen Tierquäler ein.

Auch die Petition 343, die sich für die Zulassung der homosexuellen Ehe sowie der Adoption und der künstlichen Befruchtung «im Interesse des Kindes» bei gleichgeschlechtlichen Paaren einsetzt, kann ab Freitag unterschrieben werden.

(FR/L'essentiel )

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Francophoben am 04.05.2014 02:28 Report Diesen Beitrag melden

    Nich viele Internet-Seiten vom Staat und den Gemeinden sin in der für viele Luxemburger unverständlichen Fremdsprache Französisch, sondern praktisch alle! Nur wenn die Politiker etwas vom Bürger wollen (z.B. seine Stimme bei den Wahlen) dann sind die Internet-Seiten (u.a. die von den Parteien) hauptsächlich in verständlichem Deutsch und/oder Luxemburgisch gehalten; sehr-komisch.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Francophoben am 04.05.2014 02:28 Report Diesen Beitrag melden

    Nich viele Internet-Seiten vom Staat und den Gemeinden sin in der für viele Luxemburger unverständlichen Fremdsprache Französisch, sondern praktisch alle! Nur wenn die Politiker etwas vom Bürger wollen (z.B. seine Stimme bei den Wahlen) dann sind die Internet-Seiten (u.a. die von den Parteien) hauptsächlich in verständlichem Deutsch und/oder Luxemburgisch gehalten; sehr-komisch.