Corona-Krawalle

07. Dezember 2021 09:07; Akt: 07.12.2021 09:07 Print

Neue Proteste fürs Wochenende angekündigt

LUXEMBURG – Nach der eskalierten Demo der Corona-Maßnahmengegner am Wochenende demonstriert die Politik Entschlossenheit. Gleichzeitig kündigen einige Protestler neue Aktionen an.

storybild

Die Maßnahmengegner wollen am kommenden Wochenende erneut aktiv werden. (Bild: L'essentiel/Vincent Lescaut)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zu wenig Polizisten? Waren die Einsatzkräfte überfordert? Der Minister für Innere Sicherheit Henri Kox (Déi Gréng) und Polizeigeneraldirektor Philippe Schrantz verteidigten am Sonntag das Vorgehen der Polizei bei der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen. Man habe das Risiko von Zwischenfällen bei der Demo nicht unterschätzt. Die verfolgte Strategie der Deeskalation sei auch nicht verfehlt gewesen.

Dennoch haben die Bilder von Demonstranten, die Absperrungen der Weihnachtsmärkte durchbrachen und herumwarfen Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Gleiches gilt für die Szenen vor dem Haus des Premierministers, das mit Eiern beworfen wurde. Viele Demonstranten distanzierten sich zwar von den Ausschreitungen, aber einige nutzten sie auch für ihre Zwecke.

«Wer Grenzen überschreitet, dem droht Strafe»

Am Wochenende wurden der Polizei und der DP-Bürgermeisterin der Hauptstadt Lydie Polfer per E-Mail weitere Proteste für Freitag, Samstag und Sonntag angekündigt. Verbunden waren diese offenbar mit der Drohung, dass es «immer härter wird».

Polfer und Minister Kox trafen sich am Montagmorgen mit Vertretern der Polizei und der Staatsanwaltschaft. «Die Ausübung der von der Verfassung garantierten Freiheiten muss gewahrt werden, aber wer sich nicht an das Gesetz hält, muss damit rechnen, bestraft zu werden», so die Bürgermeisterin in Richtung der Krawall-Demonstranten. «Ich habe so etwas in meiner langjährigen Erfahrung noch nie erlebt. Es beunruhigt mich, dass es Menschen gibt, die so weit gehen.» Die Polizei versicherte unterdessen, dass sie die Risiken «kontinuierlich» bewertet, um auf künftige Proteste vorbereitet zu sein. Dabei nutze man auch das Internet als Informationsquelle.

Einige Maßnahmengegner haben geplant, sich am Freitag dem Marsch von Amnesty International Luxemburg anzuschließen. Daraufhin distanzierte sich die Organisation gestern von gewaltsamen Protesten. Man verteidige «das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung», aber Amnesty Luxemburg wünsche nicht, dass die «Botschaft ihrer Kampagne ‹write for Rights› gestört» und die Sicherheit gefährdet wird.

(NM/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion manuell geschlossen
Aufgrund zu vieler unflätiger, ehrverletzender und beleidigender Kommentare zu dieser Story hat die Redaktion beschlossen, die Kommentarfunktion hier abzuschalten. Wir konzentrieren unsere Kapazitäten lieber auf Meinungsbeiträge, die sachbezogen und regelkonform sind. Dies ist im Sinne aller Leser und Kommentarschreiber, die fair spielen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petz am 07.12.2021 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wien sinn dëss Id…well all hir Plakaten sinn op franzeisch wann ze sech net wëllen impfe loosen dat ass hire Problem da solle ze och keng Plaz an engem Spidol kréien well déi wessen jo Dach vill besser si kënnen sech jo doheem behandeln loosen mat hire Dommheeten an si daerfen och net eran wou 2G steet dat muss vill méi kontrolleiert ginn déi Demonstrationen solle verbuede ginn well Géint Dommheet ass kee Kraut gewuss

  • Pol Warnimont am 07.12.2021 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wann ech hei esou dei Kommentarer liesen fällt mir nemmen eppes ob. Egal ob Geimpft oder Ongeimpft, bei Alleguerten as een Steck Menschlechkeet verluer gaangen. Dei spléckung zweschent der Bevölkerung as traureg.

    einklappen einklappen
  • Dede am 07.12.2021 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ech froe mech virwaat permanent op Police geklappt gëd,déi hun een Perfekten Job gemach, loost mol endlech Police an Rou an kritiseiert mol Politiker déi verantwortlech sin vir denn ganzen Bordel!

Die neusten Leser-Kommentare

  • JOHNNY am 08.12.2021 02:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Felicitas Schmitt Nee, weinst de Politiker dei et dei lescht 20Joer verbockt hunn, sinn dStatiounen um Limit, dPersonal gett gezwongen sech ze impfen, Iwwerstonnen waren och virun Corona do. Freet en sech just, firwat dass eis Medien dat net och mol hannerfroen… Kuckt Iech mol de Bordel mam Südspidol un. Just well do een sech e.a. well profileieren…

  • Rob am 07.12.2021 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    op denen Demoen stechen sech dach vill un ,misst de problem dach soulues lesen

  • @Packtiech am 07.12.2021 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schafft dir de ganzen Daag näicht? Dir musst vill Zäit hun vir esou en Sch..... vun iech ze gin.

  • Felicitas Schmitt am 07.12.2021 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Friedliche Demonstrationen wird sicher keiner ablehen, aber was sich hier letztes Wochenende abgespielt hat, war weit davon entfernt. Woher nehmen sich diese "Demonstranten" das Recht, zu zerstören, Menschen einzuschüchtern, Kindern durch das gezeigte Verhalten enorme Angst einzujagen? Ganz davon abgesehen, dass ihre Einstellung enorm egoistisch ist. Wegen euch: - müssen zahllose Krankenpfleger seit über 1,5 Jahren endlose Überstunden erbringen - sind Intensivstationen am Limit - sind Ärzte und Pflegepersonal erschöpft, können kaum nocht Luft holen können Denkt mal drüber nach!

  • Ady am 07.12.2021 14:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Demonstranten aus aneren Länner raus an déi lëttebuerger Demonstranten oplueden an Impfen . Police muss ech bedauern déi sech ëmmer méi mat sou Ondisziplinéierten muss ofginn an eis Politik fäert fir Gesetzer ze maachen . Traureg watt an dëser Welt lass ass.