Pfefferspray und Flashballs

09. Mai 2018 19:03; Akt: 09.05.2018 19:07 Print

Neue Waffen für Luxemburgs Gefängniswärter

LUXEMBURG – Personalvertreter der Gefängnisaufseher wurden Mittwoch im Parlamentsausschuss empfangen. Die Abgeordneten beschlossen, ein Reformgesetz zu ändern.

storybild

Die Situation im Gefängnis Schrassig ist derzeit angespannt. (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

Zum Thema

Luxemburgs Gefängniswärter bekommen neue Waffen zur Verfügung gestellt. Die Abgeordneten der Justizkommission beschlossen, den Gesetzentwurf über die Reform des Strafvollzugs zu erweitern. Zuvor waren Personalvertreter der Gefängniswärter in der Chamber empfangen worden.

Bislang sah der Gesetzentwurf vor, dass Gefängniswärter Handschellen und Schlagstöcke benutzen dürfen. Nun wurde beschlossen, ihnen auch Distanzwaffen zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen Pfefferspray und sogenannte Flashballs, also Pistolen mit Gummigeschossen. Die Strafvollzugsbeamten sollen dadurch bei Bedarf schnell reagieren können, zum Beispiel um einen Kollegen bei einem tätlichen Angriff zu schützen. Der Einsatz von Tasern hingegen wurde nicht genehmigt.

«Explosive Situation»

Vertreter der Gefängniswärter verweisen auch auf die jüngsten Morddrohungen gegen sie und die Protestaktionen der vergangenen Wochen. Sie sprachen von einer «explosiven Situation» hinter Gittern und einer Veränderung im Verhalten der Insassen. Die Gewaltbereitschaft habe zugenommen.

Justizminister Félix Braz versuchte zu kalmieren: Die Probleme seien vor allem auf die Überbelegung in Schrassig zurückzuführen. Die Eröffnung des neuen Gefängnisses am Uerschterhaff werde hier Abhilfe schaffen. Gleichzeitig soll auch die Strafanstalt in Schrassig umgebaut werden. Die Vorarbeiten dazu haben bereits begonnen.

Die geplante Gefängnisreform ist fast abgeschlossen. Da alle Parteien den Text unterstützen, kann er voraussichtlich Mitte Juni zur Abstimmung im Plenum vorgelegt werden. Das Gesetz soll vor dem 15. September in Kraft treten.

(jw/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • stefan am 10.05.2018 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie kann man nur so einen Mist schreiben cannabis legalisieren im Knast . Das zieht sehr schnell auch harte Drogen nach sich . Ich finde neue Waffen zur Verteidigung gut. Die dort Einsitzen haben doch keinen Respekt mehr vor dem Recht .

  • Maxim am 10.05.2018 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mengs de die meeschten leit wou do setzen hun mat cannabis gehandelt. Maach nach eng un an denger Welt.

  • Cannabis YES / Teaser NO am 10.05.2018 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    ... anstatt nach méih Waffen, fir d'Mënschen agespart ze quälen, legalize Cannabis, dann ass de Prisong schon méih eidel! ...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Maxim am 10.05.2018 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mengs de die meeschten leit wou do setzen hun mat cannabis gehandelt. Maach nach eng un an denger Welt.

  • stefan am 10.05.2018 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie kann man nur so einen Mist schreiben cannabis legalisieren im Knast . Das zieht sehr schnell auch harte Drogen nach sich . Ich finde neue Waffen zur Verteidigung gut. Die dort Einsitzen haben doch keinen Respekt mehr vor dem Recht .

  • Cannabis YES / Teaser NO am 10.05.2018 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    ... anstatt nach méih Waffen, fir d'Mënschen agespart ze quälen, legalize Cannabis, dann ass de Prisong schon méih eidel! ...

    • DINGO am 10.05.2018 11:07 Report Diesen Beitrag melden

      Jaja, da liebe Gras soll sich auch manchmal negativ auf die Urfteilsfähigkeit der Konsumente auswirken

    • Bingo am 13.05.2018 09:20 Report Diesen Beitrag melden

      Das liebe Gras wirkt sich eher negativ auf die Urteilsfähigkeit von Nichtrauchern und Alkis aus!!! ...

    einklappen einklappen