Luxemburg-Stadt

23. Januar 2019 16:14; Akt: 23.01.2019 16:15 Print

Neuer Wohnraum hat «absolute Priorität»

LUXEMBURG-STADT – Die wachsende Wohnungsnot ist das größte Sorgenkind der Stadtoberen. Die Verwaltung arbeite am Limit, um Lösungen zu finden.

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Erster Schöffe Serge Wilmes und Bürgermeisterin Lydie Polfer kämpfen aktiv für mehr Wohnungen. (Bild: Editpress/Herve Montaigu)

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Serge Wilmes (CSV) weiß das akute Wohnraum-Problem in Luxemburg-Stadt klar einzuordnen: «Das Thema hat absolute Priorität», so der erste Schöffe bei der «City Breakfast» genannten Pressekonferenz der Stadtverwaltung am Mittwochmorgen. Bürgermeisterin Lydie Polfer versicherte, dass man «am absoluten Limit» an dem Problem arbeite. Konkret: Bis 2025 werde die Stadt 621 Wohnungen errichten, davon 61 in diesem Jahr. 2018 wurden bereits 92 Einheiten fertiggestellt. Die DP-Politikerin erklärte, dass darunter sowohl Sozialwohnungen als auch klassische Mietwohnungen sein sollen, die für jene Menschen aus der Mittelschicht gedacht sind, die nicht sofort eine Wohnung im Großherzogtum kaufen wollen.

In der Rechnung noch nicht berücksichtigt seien die geplanten Großprojekte, für die noch keine Teilbebauungspläne vorliegen: So zum Beispiel das neue Stadtviertel am Stadion, das Projekt «Porte de Hollerich» und auch die geplanten Wohnungen auf dem alten Gelände von Villeroy & Boch. Bei diesen Projekten lege man großen Wert auf die Anbindung zu den bald kostenlosen öffentlichen Verkehrsmitteln, so Polfer. Überdies bemühe sich die Stadt, Vorkaufsrechte für Grundstücke zu erwerben, die später dem Wohnungsbau dienen könnten,

Neben den öffentlich finanzierten Wohnungen entstünden in Luxemburg-Stadt aber auch viele privatfinanzierte Immobilien. Allein im vergangenen Jahr seien 1555 Baugenehmigungen erteilt worden, laut den Stadtoberen ein neuer Rekord. Deutlich über 5000 zusätzliche Wohnungen könnten so in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen. Auch wenn das Schaffen von neuem Wohnraum ein langwieriger Prozess sei, so sind die Bürgermeisterin und ihr erster Schöffe dennoch überzeugt, dass «das Problem zu lösen ist, wenn wir alle Kräfte in den Wohnungsbau investiere – zusammen mit der Regierung und den privaten Investoren.»

(Dustin Mertes/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Estate am 26.01.2019 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bedeit «am absoluten Limit» dass se esou gut ewei guer neischt maachen? Esou geseit et op jidde Fall aus wann een t'Entwecklung vun den Immobilienpreisser kuckt !!!!

  • JP La Garde am 23.01.2019 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wou ass den Problem, et kennt dach vill neien Wunnräum op Gasperich, ab 12000€/qm. Vier eis deck bezuelten Staatsbeamten Pinats.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Estate am 26.01.2019 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bedeit «am absoluten Limit» dass se esou gut ewei guer neischt maachen? Esou geseit et op jidde Fall aus wann een t'Entwecklung vun den Immobilienpreisser kuckt !!!!

  • JP La Garde am 23.01.2019 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wou ass den Problem, et kennt dach vill neien Wunnräum op Gasperich, ab 12000€/qm. Vier eis deck bezuelten Staatsbeamten Pinats.