«Tax Justice Lëtzebuerg»

13. Januar 2016 13:08; Akt: 13.01.2016 13:21 Print

Neues Kollektiv nimmt Steuerdeals ins Visier

LUXEMBURG - Gegen fragwürdige «Offshore»-Geschäfte: Ein Netzwerk aus Politikern, Forschern und Journalisten will für mehr Steuergerechtigkeit in Luxemburg kämpfen.

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Das Kollektiv «Tax Justice Lëtzebuerg» will der Offshore-Industrie auf die Füße treten.

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Geheime «Offshore»-Geschäfte bekämpfen und für mehr Steuergerechtigkeit sorgen: Das ist das Ziel des neu gegründeten Kollektivs «Tax Justice Lëtzebuerg», dessen Vertreter sich am Mittwoch in den Rotondes in Luxemburg-Stadt der Presse vorgestellt haben. Auslöser für die Gründung der NGO: Die «LuxLeaks»-Affäre, welche die umstrittenen Steuerspar-Modelle der Multis im Großherzogtum ans Tageslicht gebracht hat. Das Kollektiv wünscht sich eine «offene und konstruktive Debatte» über die zweifelhaften Deals und will dafür künftig als Plattform dienen.

«Es sind Hunderte Milliarden Euro, die jedes Jahr in den Steuerschlupflöchern in Europa verschwinden», sagt Mike Mathias, Vertreter von Déi Gréng im Staatsrat und Sprecher von «Tax Justice Lëtzebuerg». Luxemburg sei «Teil des Problems», aber sicher nicht alleinverantwortlich, ergänzt sein Kollege Luc Dockendorf: «Wenn es das Steuersystem in Luxemburg nicht mehr gebe, würde die Finanzwelt einfach woanders hinziehen. Wir brauchen globale Lösungen bei der Besteuerung von Unternehmen.»

Alternativen zur Finanzwelt

Beide Vertreter der Organisation appellieren an die Regierung, die «übermäßige Abhängigkeit» der heimischen Wirtschaft vom Finanzsektor zu reduzieren. «Die Informations- und Kommunikationstechnologien, Bildung und soziale Berufe sind die Zukunft», sagt Dockendorf.

Auch der im April beginnende Prozess gegen den «LuxLeaks»-Aufdecker Antoine Deltour und zwei weitere Angeklagte war am Mittwoch ein Thema. Es sei bedauerlich, wenn jemand, der seinem Gewissen gefolgt sei, in Luxemburg vor Gericht gestellt werde, sagte Mathias. Man zweifle aber nicht daran, dass die Justiz ein unabhängiges Urteil fällen werde.

Zur geplanten Steuerreform der Regierung, die den Mittelstand in Luxemburg entlasten soll, wolle man sich erst äußern, wenn konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen.

(Jörg Tschürtz/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lux geeks am 13.01.2016 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    le site; une page obscure et noire ... pas très encourageante en plus les membres tous des frustrés qui ne cherchent qu´à la mediatisation personnelle et politique. Encore une ONG de plus qui coute de l´argent aux contribuable. Il y a vraiment des gens qui ont du temps à perdre. Merci.

  • Armand B. am 13.01.2016 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo, Jetzt wo Antoine Deltour die Drecksarbeit gemacht hat erheben sich von allen Seiten tapfere Kämpfer für eine gerechtere Welt. Ich zitiere: "Man zweifle aber nicht daran, dass die Justiz ein unabhängiges Urteil fällen werde ... " Wo bleibt denn bitte schön seine Unterstützung ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Armand B. am 13.01.2016 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo, Jetzt wo Antoine Deltour die Drecksarbeit gemacht hat erheben sich von allen Seiten tapfere Kämpfer für eine gerechtere Welt. Ich zitiere: "Man zweifle aber nicht daran, dass die Justiz ein unabhängiges Urteil fällen werde ... " Wo bleibt denn bitte schön seine Unterstützung ?

  • Lux geeks am 13.01.2016 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    le site; une page obscure et noire ... pas très encourageante en plus les membres tous des frustrés qui ne cherchent qu´à la mediatisation personnelle et politique. Encore une ONG de plus qui coute de l´argent aux contribuable. Il y a vraiment des gens qui ont du temps à perdre. Merci.