In Luxemburg

12. Februar 2020 07:59; Akt: 12.02.2020 08:02 Print

Neues Ortungssystem hilft Lebensrettern

LUXEMBURG – Das neue System «Advanced Mobile Localisation» könnte schon in diesem Jahr zum Einsatz kommen. Es ermöglicht, Personen in Not zu lokalisieren.

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Durch das neue System können die Rettungsdienste wertvolle Zeit sparen. (Bild: Editpress/François Aussems)

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Die Rettungsdienste des Großherzogtums könnten in den kommenden Monaten einen wichtigen Helfer bekommen: den Dienst «Advanced Mobile Localisation» (AML). Das System zur Ortung von Personen in Not wurde bereits im Jahr 2014 eingeführt. 15 weitere Länder – darunter Belgien, Neuseeland und die Vereinigten Arabischen Emirate – übernahmen es in der Folge. In Luxemburg «wird es derzeit angepasst, damit es im Laufe des Jahres eingesetzt werden kann», erklärte der Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungskorps (CGDIS) im Gespräch mit L'essentiel.

Das neue System soll die bestehenden Möglichkeiten zur Ortung von in Not geratenen Personen ergänzen. Das Besondere: Die Bürger müssen keine App herunterladen und das Smartphone muss nicht mit dem Internet verbunden sein. Ein Anruf unter der Notrufnummer 112 genügt, um das Handy und damit die Person auf 50 Meter genau orten zu können.

Erste Tests laufen

Die Einführung des System im Großherzogtum erfordert eine Anpassung des Gesetzes. Ende Januar hatte der Regierungsrat bereits die Änderung des Gesetzes von 2005 über personenbezogene Daten genehmigt und Standorte für die Notfallkommunikation freigegeben. «Nun laufen bereits die erste Tests für AML», so der CGDIS.

Das AML nutzt die neueste Technik zur Standorterfassung und greift dafür auf GPS, die Mobilfunkverbindung und W-Lan zurück. Das funktioniert sowohl bei iOS- als auch bei Android-Smartphones. «Das heißt 80 der Smartphones in Luxemburg können im Notfall erfasst werden», erklärte der CGDIS.

2019 gingen unter der Nummer 112 im Durchschnitt 870 Anrufe pro Tag ein. Die Rettungsdienste sparen durch das System Zeit – das kann über Leben und Tod entscheiden.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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