In Luxemburg

07. Juli 2020 21:53; Akt: 07.07.2020 21:57 Print

Niedrigste Abtreibungsrate seit acht Jahren

LUXEMBURG – Planning familial hat seinen Bericht für das Jahr 2019 vorgelegt. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche lag bei 475, dem niedrigsten Stand seit 2011.

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«Sind junge Menschen weniger sexuell aktiv? Schützen sie sich selbst besser?».

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475 Frauen unterzogen sich 2019 in Luxemburg einem Schwangerschaftsabbruch, wie aus dem Jahresbericht von Planning familial hervorgeht. Seit 2011 war die Zahl nicht mehr so niedrig (463). 2018 waren es 597, 530 im Jahr 2017. Planning familial hat in seinem Sitz in der Hauptstadt seit 2009 4755 Abtreibungen durchgeführt.

«Sind junge Menschen weniger sexuell aktiv? Schützen sie sich besser», fragt sich die Organisation aufgrund der Ergebnisse. «Die gesammelten Daten sind nur partielle Daten über Klienten von Planning familial und können allein keine Antworten auf unsere Fragen geben, geschweige denn die Wirksamkeit der Gesundheitspolitik und der durchgeführten Präventionsmaßnahmen bewerten oder sie anpassen, um ihre Wirkung zu verstärken», heißt es weiter. Diese Gelegenheit nutzt die Organisation, um daran zu erinnern, dass sie «seit 16 Jahren vergeblich» eine nationale Studie über sexuelle und reproduktive Gesundheit, einschließlich sexueller Gewalt, fordert.

Senkung der Mehrwertsteuer

2019 antworteten die drei Planning familial Sitze (Luxemburg, Esch/Alzette und Ettelbrück) auf 33.532 Anfragen. Die Räumlichkeiten nahmen fast 3200 Patienten auf und informierten 4910 Menschen über emotionale und sexuelle Gesundheit. Die medizinischen, psychosozialen und sexologischen Konsultationen nahmen um 12 Prozent zu.

Während dies seit Jahren eines der Hauptziele der Organisation ist, sind es vor allem die offizielle Senkung der Mehrwertsteuer auf Frauenhygieneprodukte von 17 auf 3 Prozent und die Kostenerstattung der Verhütungsmittel für alle Frauen, die 2019 geprägt haben.

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