EU-Vergleich

14. Februar 2020 10:28; Akt: 14.02.2020 11:05 Print

Niemand heiratet seltener als die Luxemburger

LUXEMBURG – Schlechte Zeiten für Romantiker hierzulande, denn das Großherzogtum ist Schlusslicht bei den Eheschließungen in der Europäischen Union.

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Luxemburg ist im EU-Vergleich das Schlusslicht. (Bild: Quelle: Eurostat)

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Der Valentinstag gilt als der Feiertag der Romantiker. Passend dazu hat Eurostat am Freitag eine Studie veröffentlicht, die der Romantik im Großherzogtum einen Dämpfer verpassen dürfte: Die Luxemburger sind nämlich Heiratsmuffel. Die jährlichen Zahlen zu Heiraten in den EU-Mitgliedsstaaten, werden von den europäischen Statistikern jedes Jahr im Februar veröffentlicht. Bereits 2017 war Luxemburg auf den hinteren Plätzen dieser Statistik zu finden. In der aktuellen Statistik rutschte das Großherzogtum noch weiter ab. Hierzulande werden nur 3,1 Ehe pro 1000 Einwohner geschlossen, damit ist Luxemburg das Schlusslicht Europas.

Im Jahr 2018 wurden in Luxemburg 1896 Ehen geschlossen, davon 48 zwischen Personen gleichen Geschlechts (2,5 Prozent). Im gleichen Jahr wurden im Großherzogtum 1230 Scheidungen verzeichnet. Die Zahl der Eheschließungen ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, von 2236 im Jahr 1960, als das Land 313.000 Einwohner hatte.

Zypern liegt in der Eurostat-Rangliste mit 7,8 Eheschließungen pro 1000 Einwohner an der Spitze, dicht gefolgt von Rumänien (7,4). Unter den Nachbarländern liegt Frankreich knapp über Luxemburg (3,5: Zahlen für 2017), gefolgt von Belgien (3,9 im Jahr 2017) und Deutschland (4,9 im Jahr 2017). Damit ist Deutschland das einzige Land in direkter Nachbarschaft zu Luxemburg, das über dem EU-Durchschnitt (4,4) liegt.

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svendorca am 14.02.2020 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu sollte man auch heiraten? Das Konzept Ehe ist völlig veraltet, das war mal interessant als Versorgungsgemeinschaft zu einer Zeit als Frauen klassischerweise zuhause am Herd geblieben sind. Dank der begüßenswerten Entwicklung, dass Frauen heute selbstständiger sind und ihr eigenes Geld verdienen und der Absicherung durch Unterhaltszahlungen im Falle eines Falles, ist es heute nicht mehr notwendig zu heiraten.

  • Taxman am 14.02.2020 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Warum auch. Liebe brauch weder Kirche noch Ehering. Das Mittelalter ist vorbei.

  • pitti am 14.02.2020 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Was haben die für Probleme.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Besserwisserboy am 17.02.2020 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Bestueden ass dach och iwerlieft! En Iwerbleibsel vun enger reliéiser Astellung déi hautzedags ëmmer manner Leit hun. Bräuch kee Mënsch...

  • ich stand nach 650 km vor den letzten 20 am 14.02.2020 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dachte immer, bei Heirat geht es um Liebe und nicht um Geld. ich bin seit 39 Jahren glücklich UND verheiratet..

  • Helene am 14.02.2020 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Ich will meinen Beamtengehalt nicht teilen.

  • LuxTroll am 14.02.2020 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wëssenschaftler hu rausfonnt dass 100% vun de Scheedungen duerch d'Bestueden veruersaacht ginn.

  • JesousKrist am 14.02.2020 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Interessiert auch nur die Pfarrer...