In Luxemburg

22. November 2017 06:57; Akt: 22.11.2017 07:56 Print

«Nutzung von Photovoltaik bleibt interessant»

LUXEMBURG – Die Installation von Photovoltaikmodulen kann sich trotz sinkender Einspeisetarife im Stromnetz für Haushalte immer noch rentieren.

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Wer sich Solarzellen aufs Dach montiert, kann von staatlichen Förderungen profitieren. (Bild: DPA/Caroline Seidel)

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Wer sein Haus gern mit einer Photovoltaikanlage ausrüsten will, stellt sich häufig die Frage nach der Rentabilität und dem Zeitraum, bis sich sich tatsächlich Einsparungen erzielen lassen. Obwohl die Einspeisevergütung für das Stromnetz rückläufig ist – sie fällt von 0,169 Euro/kWh über fünfzehn Jahre auf voraussichtlich 0,121 Euro/kWh im Jahr 2019 – «bleibt es interessant, Photovoltaik zu nutzen», sagt Gilbert Théato, Direktor von My Energy. Denn inzwischen sind die Installationskosten auf etwa 2000 Euro pro Kilowattpeak (kWp) gesunken – vor zehn Jahren betrugen sie noch das Dreifache.

Ein Haushalt mit einer Dachfläche von 60 Quadratmetern kann mit einer Leistung von 6 kWC (entspricht Kosten von 12.000 Euro) 6000 kWh pro Jahr produzieren. Das entspricht, bei einer Ersteinspeisung im Jahr 2018, einem Gewinn von 900 Euro pro Jahr. Davon ist dann noch die Stromrechnung abzuziehen – die im Durchschnitt mindestens 900 Euro für einen Vier-Personen-Haushalt ausmacht (Quelle: calculix.lu).

Auch die Steuern sind ein Thema. Wer aus Installationen mit mehr als 4 kWC Gewinne erzielt, muss diese deklarieren. Ein weiterer Aspekt sind die Installationsbeihilfen in Höhe von 20 Prozent der Investitionskosten mit einer Obergrenze von 500 Euro pro kWc. Nach 15 Jahren garantierter Einspeisevergütung «wird der von der Anlage produzierte Strom entweder zum Preis des Stromversorgers an das Netz verkauft (niedriger als die Einspeisevergütung) oder selbst verbraucht (Vermeidung von Strombezugskosten beim Versorger). Was den Eigenverbrauch betrifft, so hat der Wirtschaftsminister präzisere Regeln angekündigt», sagt Gilbert Théato.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fernand.W am 25.11.2017 20:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die Steuer spielt,wenn überhaupt eine untergeordnete Rolle. Klar muss der Gewinn versteuert werden. Dagegen steht jedoch die Abschreibung mit 5%pro Jahr über 20 Jahre sowie Zinsen bei Fremdfinanzierung. Dann werden vielleicht im Durchschnitt noch 500,600 € dem zu versteurnden Jahreseinkommen hinzugerechnet. Das ist fast nichts !!! Nicht zu vergessen, dass bei Investition die gesamte TVA erstattet wird !!! Bei mir entspricht das einer Jahresrendite von 6,9 %. Und das sozusagen "staatlich garantiert". Also wer rechnen kann, wird feststellen, dass es nicht mal eine Bank gibt die das garantiert.

  • Marc. am 22.11.2017 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ich sehe da weder Ersparniss noch Gewinn.

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  • loshein am 22.11.2017 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann ee muss Steiere bezuelen, da kann een och all Fraisen a Werbungskäschten, Reparatur a Botzen etc ofsetzen, wéi all anert Gewerbe och.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fernand.W am 25.11.2017 20:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die Steuer spielt,wenn überhaupt eine untergeordnete Rolle. Klar muss der Gewinn versteuert werden. Dagegen steht jedoch die Abschreibung mit 5%pro Jahr über 20 Jahre sowie Zinsen bei Fremdfinanzierung. Dann werden vielleicht im Durchschnitt noch 500,600 € dem zu versteurnden Jahreseinkommen hinzugerechnet. Das ist fast nichts !!! Nicht zu vergessen, dass bei Investition die gesamte TVA erstattet wird !!! Bei mir entspricht das einer Jahresrendite von 6,9 %. Und das sozusagen "staatlich garantiert". Also wer rechnen kann, wird feststellen, dass es nicht mal eine Bank gibt die das garantiert.

  • loshein am 22.11.2017 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann ee muss Steiere bezuelen, da kann een och all Fraisen a Werbungskäschten, Reparatur a Botzen etc ofsetzen, wéi all anert Gewerbe och.

  • H.Odenzak am 22.11.2017 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ja, Photovoltaik-anlagen sind so wirkungsvoll wie die Betonklötze, welche LKW's bremsen sollen... Für wie doof hält unser Staat, seine Bürger!? T'ja, man sieht es ja, wie @Einstein schreibt: "Erst 19% kassieren, dann grosszügige 20% zurück erstatten..." Ja, nee, ist doch klar wie Wasser!

  • Einstein am 22.11.2017 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Installationsbeihilfen von 20%...?erst mal 19% TVA kassieren und dan 20% geben,könnt ihr nicht rechnen bei My-energy?Unterm Strich wird kein Gewinn rauskommen denn daran möchten noch viele mitverdienen.Macht mal einige Interviews mit Leuten,die eine Anlage haben,und nicht seit gestern,deenen sollte man vertrauen.

  • Marc. am 22.11.2017 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ich sehe da weder Ersparniss noch Gewinn.

    • Jang am 22.11.2017 16:31 Report Diesen Beitrag melden

      19%–20% bleibt 1%, welche du effektif vom Staat bekommst. Das ist wirklich den Solaranlagenbesitzer verarscht. Hinzu kommen dann noch die Steuern jedes Jahr vom Stromertrag.

    • Cloys am 22.11.2017 22:04 Report Diesen Beitrag melden

      Jang TVA ass hei am LAnd bei 17% Et ass also net esou schlëmm. Huelt iech en TVAnummer da kritt dir är TVA zereck, déi Joren duerno musst dir just eng TVA déclaratioun maachen. Dir froot iech är Subsiden un, an a musst natiirlech op ärer Steiererklärung och u ginn dass dir Geld kritt hudd vun ärer Anlag, mee bei 900€ Revenu ass daat awer absolut net schlëmm wat do muss u steieren bezuelt ginn. Also méi einfach wéi do kënnt dir kee Geld verdengen. Dir hudd also aleng duerch Fomalitéiten scho 17% + 20% zeréckkritt

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