Gewerkschaft in Luxemburg

25. September 2018 17:23; Akt: 25.09.2018 17:31 Print

OGBL beurteilt die Wahlprogramme der Parteien

LUXEMBURG - Weniger als drei Wochen vor den Parlamentswahlen schaute sich die OGBL die Parteiprogramm genauer an.

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OGBL-Chef André Roeltge beurteilte am Dienstag die Parteiprogramm. (Bild: Editpress)

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Offiziell fühlt sich die OGBL «keiner Partie zugehörig», sagt André Roeltgen. Der Präsident der Gewerkschaft OGBL beurteilte bei der Pressekonferenz zum Abschluss des Nationalkomitees am Dienstag dennoch die Vorschläge der Parteien kurz vor den Wahlen. Natürlich sympathisiert die OGBL mit den Programmen einiger Parteien, während andere deutliche Kritik zu hören bekommen. Insgesamt fordert die Gewerkschaft die Wähler aber dazu auf, «für die Stärkung des Sozialstaates zu stimmen. Besonders was die Aufrechterhaltung der Familienleistungen, gerechte Steuern und Löhne sowie die Nachhaltigkeit des Sozialversicherungssystems angeht». Roeltgen stellt auch die Herausforderungen durch den CO2-Ausstoß in den Vordergrund.

In einigen Punkten, wie der Lohnanpassung, kritisiert die OGBL «etwas verwirrende Vorschläge einiger Parteien». Auf der einen Seite lobt die Gewerkschaft die LSAP und Déi Gréng für ihre Pläne, den Mindestlohn um zehn Prozent zu erhöhen. Der Vorschlag zur Steuersenkung durch die DP kommt dagegen nicht gut weg. Im Bereich der sozialen Sicherheit bat die OGBL die CSV um «eine genaue Erläuterung» ihrer Idee einer Rentenversicherungsreform. «Die Sozialisten und die Grünen haben versprochen, diese nicht anzugehen und sogar neue Finanzierungsquellen zu finden», sagt der Gewerkschaftler.

Am heftigsten kritisierte Roeltgen die DP wegen ihrer Überlegungen zur Arbeitszeit. «Die vorgeschlagene Flexibilität deckt zu 250 Prozent die Forderungen der Firmenbosse. Wir werden nicht zulassen, dass die Tarifverträge dahingehend angerührt werden», verspricht er.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steuerpolitik der DP am 29.09.2018 20:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die DP ist eine Partei die sich von den anderen Parteien unterscheidet und klar die Interessen ihre Wähler vertritt. Ich finde das sollte die DP im Wahlkampf deutlich hervorheben. Das beste Beispiel dafür ist die vorteilhafte Besteuerung von „Stock options“, das ist ein Form wie Gehalt ausgezahlt werden kann. Der Steuersatz hierfür liegt dank der DP bei 21%. Laut Finanzmister entgingen dem Staat dadurch 135 Millionen im Jahr 2017. 3.704 cadre haben dieses Geld also gespart, denn nur cadre können diesen Steuervorteil nutzen. Alle Parteien außer der DP wollen diesen Steuervorteil abschaffen. Die DP hat also ein Alleinstellungsmerkmal. Dass die normalen Angestellten von Post, Cactus oder CFL einen höheren Steuersatz zahlen müssen, finden zwar einige unfair aber es ist doch deren eigene Schuld, wenn diese Menschen ihre Interessen in den anderen Parteien schlecht orangiseren. Die Parteien vertren die Interessen ihrer Wähler und die DP wird von denen mit den höchsten Einkommen gewählt. Die Chefs von den Banken und den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind einfach besser organisert und haben es sich somit auch verdient niedrigere Steuersätze zu zahlen.

  • Lux am 26.09.2018 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei Lenk oder KPL sin dei ihrch net sozial genuch??????

Die neusten Leser-Kommentare

  • Steuerpolitik der DP am 29.09.2018 20:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die DP ist eine Partei die sich von den anderen Parteien unterscheidet und klar die Interessen ihre Wähler vertritt. Ich finde das sollte die DP im Wahlkampf deutlich hervorheben. Das beste Beispiel dafür ist die vorteilhafte Besteuerung von „Stock options“, das ist ein Form wie Gehalt ausgezahlt werden kann. Der Steuersatz hierfür liegt dank der DP bei 21%. Laut Finanzmister entgingen dem Staat dadurch 135 Millionen im Jahr 2017. 3.704 cadre haben dieses Geld also gespart, denn nur cadre können diesen Steuervorteil nutzen. Alle Parteien außer der DP wollen diesen Steuervorteil abschaffen. Die DP hat also ein Alleinstellungsmerkmal. Dass die normalen Angestellten von Post, Cactus oder CFL einen höheren Steuersatz zahlen müssen, finden zwar einige unfair aber es ist doch deren eigene Schuld, wenn diese Menschen ihre Interessen in den anderen Parteien schlecht orangiseren. Die Parteien vertren die Interessen ihrer Wähler und die DP wird von denen mit den höchsten Einkommen gewählt. Die Chefs von den Banken und den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind einfach besser organisert und haben es sich somit auch verdient niedrigere Steuersätze zu zahlen.

  • Lux am 26.09.2018 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei Lenk oder KPL sin dei ihrch net sozial genuch??????