In Luxemburg

13. Juli 2020 19:25; Akt: 13.07.2020 20:07 Print

Observationssatellit kostet Staat 139 Millionen mehr

LUXEMBURG – Am späten Montagnachmittag stellte Verteidigungsminister François Bausch den Militärsatelliten «LUXEOSys» vor.

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Verteidigungsminister François Bausch stellte das Satellitenprojekt «LUXEOSys» vor. (Bild: Editpress)

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Dank des neuen Satelliten «LUXEOSys», der bis zum Jahr 2023 in eine Erdumlaufbahn in 450 Kilometern geschossen werden soll, wird Luxemburg zehn Jahre lang Fotos mit sehr hoher Auflösung aufnehmen können. «Dieses Projekt ist Teil unserer Verteidigungsanstrengungen», sagte Geoffroy Beaudot, Leiter der Raumfahrtabteilung im Verteidigungsministerium. Durch das System werde der Staat in der Lage sein, seinen Bündnispartnern, wie der Nato oder der Uno, wichtige Daten zu liefern. Laut Verteidigungsminister François Bausch könne der Satellit auch im zivilen Bereich eingesetzt werden, beispielsweise um landwirtschaftliche Flächen oder Küstenabschnitte zu überblicken.

Nach einer ersten Rechnung, die 2018 vorgelegt wurde, sollte der Militärsatellit den luxemburgischen Staat knapp 170 Millionen Euro kosten. Da mehrere Ausgaben im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Wartung des Systems im ursprünglichen Budget nicht berücksichtigt wurden, sind die kosten zuletzt stark angestiegen – auf als 308 Millionen Euro. Das sind fast 139 Millionen mehr. Daher wurde im März 2020 ein neuer Gesetzentwurf vorgelegt, der Ausgaben von bis zu 350 Millionen Euro zulässt.

«Grundidee war nicht das Problem»

«Zusätzliche Kosten waren im ursprünglichen Projekt nicht vorhergesehen», räumte Beaudot ein. «Was den Betrieb des Satelliten angeht, sollte zunächst alles zentral in Diekirch ablaufen. Das war jedoch nicht möglich. Die Auslagerung des Betriebs ist ein zusätzlicher Kostenfaktor».

François Bausch, der bei der Einführung des Projekts noch nicht im Amt war, sondern Étienne Schneider, ist von dem Satelliten überzeugt: «Das Problem des Projekts war nicht seine Grundidee. Es wurde aber schlecht ausgearbeitet, weil zu viele Dinge nicht berücksichtigt oder unterschätzt wurden. In den vergangenen sechs Monaten haben wir versucht, das Projekt so transparent wie möglich zu gestalten, und ein Budget freizugeben, das wirklich Sinn macht.» Langfristig sollen durch den Betrieb des Satelliten mindestens 50 Arbeitsplätze geschaffen werden.

(Fréderic Lambert /L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • muerzel am 13.07.2020 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi domm sin maer?

  • Sarkast-opgepasst! am 14.07.2020 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat ass genee waat Lëtzëbuerg brauch. Een Satellit, een Transportfliger. Elo brauchen mir nach een U-Boot mat engem Torpedo an... an... ah jo, an een Flugzeugträger, mat engem Fliger. Ooooooo..., waat gët daat gud. Vive eis Force de frappe, vive dën Bausch an vive miir. Super. Wéi domm sin miir?

  • Sarkast-opgepasst! am 14.07.2020 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass Ierch schon opgefall, all Kéier wann d'Regierung eppes Guddes mécht, ass dem Bëttel séng Foto derbäi, bei all Rëndféizëgkeet, dem Bausch séng!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sputnik am 14.07.2020 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Do as nach villes faul un deem Projekt.Virwaat get eng Antenne an Norwegen gemietet,an die aner ged an Belsch gesaat?Zu Marnech as saat Plaaz,an et steet eng Trafostation an een Gebei do,as well eidel,an et geheiert alles dem Staat.Et waer ze einfach do epes op ze richten.

    • Wat bleiwt eis ausser Scholden am 14.07.2020 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      Letzebuerg huet sain Lofthoheetsraum 2016 un Daitschland ofginn/verkaf, laut Herr Bausch sollt dat 30 milliounen euros am Joer spueren. Kee suivi vun deer Affaire, huet dat geklappt? Wa mer ee Probleem am Loftraum hunn musse mer op Langen zielen fir eis dat matzedeelen. Et ass also net nei dass mer eis Souverainitéit iwer wichteg Sachen/Décisiounen/Institutiounen un aner Länner ofgin. An den Herr Bausch ass oft dabai.

    einklappen einklappen
  • Sarkast-opgepasst! am 14.07.2020 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass Ierch schon opgefall, all Kéier wann d'Regierung eppes Guddes mécht, ass dem Bëttel séng Foto derbäi, bei all Rëndféizëgkeet, dem Bausch séng!

  • Roby @Programmeur am 14.07.2020 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei Plaazen sin schon all versprach un den Kollegen hir Kanner, an un dei dei se an der Hand hun, denen hir Kanner. A waat mengt dir dann, an dat aanert si Plaazen fir Frontalieren. That's the unfalsified truth.

  • Sarkast-opgepasst! am 14.07.2020 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat ass genee waat Lëtzëbuerg brauch. Een Satellit, een Transportfliger. Elo brauchen mir nach een U-Boot mat engem Torpedo an... an... ah jo, an een Flugzeugträger, mat engem Fliger. Ooooooo..., waat gët daat gud. Vive eis Force de frappe, vive dën Bausch an vive miir. Super. Wéi domm sin miir?

  • muerzel am 13.07.2020 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi domm sin maer?