Integrationsamt in der Kritik

12. September 2014 15:02; Akt: 12.09.2014 15:26 Print

OLAI bekommt Lenkungs-​​ausschuss verpasst

LUXEMBURG – Im Juli wurden eklatante Missstände beim Integrationsamt OLAI bekannt. Ein neues Gremium soll nun für Ordnung sorgen. An der Spitze: Yves Piron.

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Integrationsministerin Corinne Cahen will das OLAI reformieren. In einem ersten Schritt wurde nun ein sogenannter Lenkungsausschuss eingerichtet.

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Keine klaren Strukturen, keine eindeutigen Aufgabenbereiche, Mitarbeiter, die außerhalb ihres Verantwortungsbereichs handeln und jede Menge Krankfeierei. Das Zeugnis, das die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young dem Integrationsamt OLAI («Office Luxembourgeois de l'Accueil et de l'Intégration») im Juli ausstellte, hätte schlimmer kaum ausfallen können. Dementsprechend aufgeschreckt gab sich auch die Regierung. Man werde das OLAI «von Kopf bis Fuß» reformieren, erklärte Familienministerin Corinne Cahen (DP) damals.

Angefangen hat man nun mit dem Kopf – zumindest ein bisschen. Das OLAI bekommt einen sogenannten Lenkungsausschuss, an dessen Spitze ab kommendem Montag Yves Piron sitzen wird. Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass dieser als Vorsitzender des Geschäftsverbands der Stadt Luxemburg (UCVL) zurücktritt, um «neue berufliche sowie persönliche Erfahrungen» machen zu können (L’essentiel berichtete). Christiane Martin, Direktorin des Integrationsamtes, bleibt bis auf weiteres im Amt, wird außerdem Mitglied des Lenkungsausschusses, dem auch Vertreter des Familienministeriums angehören sollen. Von einer «Reform von Kopf bis Fuß» kann bislang also keine Rede sein.

«Integration ist wichtiger denn je und die Regierung braucht das OLAI als seriösen Partner», erklärte Premierminister Xavier Bettel am Freitag im Rahmen der Sitzung des Regierungsrats: «Hier kann noch viel verbessert werden.» Dies gilt wohl für Integration und das OLAI gleichermaßen.

(Philip Weber/L'essentiel)

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