Autojumble

11. März 2018 13:04; Akt: 11.03.2018 13:29 Print

Oldtimer erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit

LUXEMBURG – Liebhaber, Sammler und Autoschrauber ziehen an diesem Wochenende durch die Luxexpo, um die zahlreichen Auto-Klassiker zu bewundern.

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«Die Oldtimer-Szene in Luxemburg ist wirklich außergewöhnlich», sagt Ed Goedert, der einen Abarth Rallye 1976 auf der Ausstellung «Autojumble» in der Luxexpo zur Schau stellt. Der ehemalige Präsident der ADAL (Association of Automobile Distributors) würde sich für nichts auf der Welt von seinem Schmuckstück trennen. «Und doch könnte ich ihn für 110.000 Euro verkaufen. Vor sechs Jahren habe ich 50.000 Auto dafür bezahlt.» Eine profitable Investition für Goedert? Mitnichten. «Die Preise sind im Laufe der Jahre in die Höhe geschnellt, aber ein echter Liebhaber verkauft sein Auto nicht. Auch weil viele Erinnerungen daran hängen», erklärt der leidenschaftliche Sammler.

Diese Leidenschaft für alte Automobile resultiert oft aus Kindheitserinnerungen,zum Beispiel eine Urlaubsreise. Deshalb sind auch gerade Autos aus den 50er bis 70er Jahren so beliebt. Zu dieser Zeit zählte bei den Herstellern nur die Ästhetik. Sie mussten einfach schön sein», sagt der Aussteller Laurent Lefebvre.

«Es geht um das Gefühl»

Nach Schätzungen des ACL sind in Luxemburg 6.500 Sammlerfahrzeuge im Umlauf. Und mindestens genauso viele seien noch einmal in den Garagen des Großherzogtums versteckt. Einige von ihnen wurden während der Autojumble zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. «Ich liebe alte BMWs und Autos von Opel. Sie sind eher selten, und ihr Design ist perfekt. Die heutigen Modelle können da nicht mithalten. Zu viele Technik, zu viel Elektronik» , meint der 27 Jahre alte Oldtimerfan Mike.

Unter den Enthusiasten waren insgasamt viele junge Leute. Viele von ihnen waren noch gar nicht geboren, als die Autos, die Objekte ihrer Begierden von Fließband rollten: «Ich finde alle alten Autos toll, die Marke ist mir egal. Es geht nur um das Gefühl», sagt Alex, 31 Jahre alt, der gerade zwischen einer kleinen Triumph Spitfire 1500 und einem imposanten Plymouth Belvedere von 1959 steht. « Sie wurden im gleichen Jahr gefertigt und sind doch völlig unterschiedlich. Das ist das außergewöhnlich», sagt Alex' schlussfolgert sein Freund Sebastian.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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