Zwischenfall in Findel

30. August 2017 18:02; Akt: 30.08.2017 18:21 Print

Passagiere fühlen sich von Luxair im Stich gelassen

LUXEMBURG - 181 Luxair-Kunden verbrachten die Nacht auf dem Flughafen Lüttich statt im eigenen Bett. Nach der Odyssee erheben sie Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft.

storybild

Die in Lüttich gestrandeten Luxair-Kunden kamen erst am Mittwochnachmittag in Findel an. (Bild: L'essentiel)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Kleinflugzeug ist auf dem Flughafen Luxemburg notgelandet und hat am Dienstagabend für eine vorübergehende Schließung der Start- und Landebahn gesorgt. Neun Flüge mussten nach Hahn in Rheinland-Pfalz und einer nach Lüttich in Belgien umgeleitet werden. Während die 664 Luxair-Kunden in Hahn zwar verspätet, aber relativ reibungslos nach Hause kamen, mussten Kunden in Lüttich – insgesamt 181 an der Zahl – viel ärgere Strapazen aushalten.

Die Passagiere von Luxair-Flug LG922 hatten gerade ihren Urlaub im ägyptischen Hurghada beendet und hätten sich die Rückkehr sicher anders vorgestellt. Sie kamen statt am späten Dienstagabend erst am Mittwochnachmittag um 13:45 Uhr in Luxemburg an. Dementsprechend aufgeheizt war die Stimmung, als die Fluggäste nach einer mehr als halbtägigen Odyssee in Findel aus dem Bus ausstiegen.

«Als unser Flugzeug von Lüttich nach Luxemburg fliegen sollte, sagte man uns, wir sollen wieder aussteigen, weil wir mit dem Bus gefahren werden», erzählt Karima, die im Département Moselle in Frankreich wohnt. «Gegen 0:20 Uhr war kein Bus weit und breit in Sicht und wir kamen uns ziemlich hilflos vor. Es kam niemand, um uns die Situation zu erklären. Wir mussten selber schauen, wo wir bleiben. Mittwochmorgen, um 9:30 Uhr, hieß es dann plötzlich, dass die Busse wegen Schlechtwetters Verzögerung hätten. Um 10:20 Uhr kamen die Busse dann in Lüttich an. Anfang Nachmittag waren wir dann in Luxemburg. Wir sind sehr verärgert. Unsere Nerven wurden sehr strapaziert.»

Auch Didier aus der belgischen Provinz Luxembugr steht der Ärger ins Gesicht geschrieben «Dienstag, 23 Uhr, erfuhren wir, dass es einen Vorfall auf der Piste gab und wir nicht in Findel landen können. Wir dachten, dass wir nach Hahn umgeleitet werden. Wir landeten dann allerdings in Lüttich und mussten eine Stunde lang im Flugzeug warten. Die Piloten hatten die erlaubte Flugzeit überschritten, daher konnten wir nicht mehr nach Luxemburg fliegen. Das ist ein Skandal. Wir fahren drei Mal im Jahr weg, aber sowas haben wir noch nicht gesehen. Bei Luxair war niemand zu erreichen.»

«Hätten uns eine andere Betreuung gewünscht»

Am Findel wurden die verärgerten Passagiere mit Wasser, Sandwiches und einem Gutschein in Höhe von 250 Euro für die nächste Reise mit LuxairTours empfangen. Doch das beruhigte nur wenige. Sie verlangten Erklärungen für die Probleme bei der Rückholung aus Lüttich. «Wir verstehen die Verwirrung von Luxair», sagt uns ein Passagier, der ananoym bleiben möchte. «Im Falle höherer Gewalt kann man nichts machen. Aber was uns ärgert, ist, dass den Fluggästen nicht geholfen wurde. Kinder mussten auf dem Boden schlafen, ältere mussten im Rollstuhl bleiben.... Wir hätten uns eine andere Betreuung gewünscht. Es gab keinen Kontakt zwischen Luxair und den Passagieren, um zu sehen, wie es ihnen geht.»

Luxair-Chef Adrien Ney schob die Schuld unter anderem auf eine Kontaktperson am Flughafen Lüttich, die einen Bus versprochen, aber offenbar keinen besorgen konnte. «Um 5 Uhr morgens erfuhren wir, dass unsere Kunden noch immer kein Hotel hatten. Daher haben wir uns entschieden, zwei Busse loszuschicken, um sie Mittwochmorgen abzuholen.» Ney versprach Passagieren eine angemessen Entschädigung.

(Frédéric Lambert/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jhemp am 31.08.2017 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann et Ryanair passeiert wier dann hätten se guerneicht krit, aver haptsach meckeren

    einklappen einklappen
  • Laura am 31.08.2017 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ich schlafe seit Jahren auf dem Boden weil ich mir nicht einmal eine Matratze leisten kann und es gibt Menschen denen es noch viel Schlimmer geht. Aber hier beschweren sich Leute die 3x im Jahr mit einer überteuerten Airline in den Urlaub Fliegen darüber dass ihre Kissen, für eine Nacht, zu hart sind.

    einklappen einklappen
  • Taxman am 31.08.2017 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Jhemp. Vergleicht keng Aeppel mat Bieren. Dei Luxair Tix kaschten eben just 5x-20x sou vill. Fleit Dir weider Ryanair an beut deren Personal aus.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Laura am 31.08.2017 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ich schlafe seit Jahren auf dem Boden weil ich mir nicht einmal eine Matratze leisten kann und es gibt Menschen denen es noch viel Schlimmer geht. Aber hier beschweren sich Leute die 3x im Jahr mit einer überteuerten Airline in den Urlaub Fliegen darüber dass ihre Kissen, für eine Nacht, zu hart sind.

    • Marc am 31.08.2017 10:19 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Matratze ? Aber Internet ? Jaja, man muss Prioritäten setzen. Davon abgesehen darf man schon erwarten a) informiert zu werden und b) vernünftig behandelt zu werden. Dass die Luxair nun "angemessen" entschädigt finde Ich persönlich nur normal.

    • Romain am 31.08.2017 13:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Marc: Es soll doch tatsächlich Menschen geben die Internet auf der Arbeit haben. Könnten natürlich auch Gerüchte sein. Von wo aus Laura nun Kommentiert hat wissen Sie auch nicht, vielleicht war sie ja bei Freunden, Bekannten oder Famillie. Jaja, hauptsache erst einmal Vorverurteilen.

    einklappen einklappen
  • Taxman am 31.08.2017 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Jhemp. Vergleicht keng Aeppel mat Bieren. Dei Luxair Tix kaschten eben just 5x-20x sou vill. Fleit Dir weider Ryanair an beut deren Personal aus.

    • ech 1964 am 31.08.2017 09:28 Report Diesen Beitrag melden

      @Taxman do kann ech ierch nemmen recht gin

    einklappen einklappen
  • Jhemp am 31.08.2017 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann et Ryanair passeiert wier dann hätten se guerneicht krit, aver haptsach meckeren

    • Holy Moly am 31.08.2017 08:01 Report Diesen Beitrag melden

      genau so as et

    einklappen einklappen