In Luxemburg

15. Juli 2020 13:13; Akt: 15.07.2020 13:48 Print

Pendler sollen sich regelmäßig testen lassen

SAARBRÜCKEN/LUXEMBURG – Das deutsche Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für das Großherzogtum ausgesprochen. Dieser haben sich das Saarland und Rheinland-Pfalz angeschlossen.

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Grenzgänger sollen sich regelmäßig in Luxemburg auf das Coronavirus testen lassen. (Bild: Editpress)

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Die saarländische Landesregierung empfiehlt Pendlern nach Luxemburg, sich regelmäßig auf das Coronavirus testen zu lassen. Die Tests würden in dem Nachbarland «kostenlos» angeboten, teilte der Sprecher der Staatskanzlei am Dienstagabend mit – und schob damit die Verantwortung für die Grenzgänger dem Großherzogtum zu.

Tatsache ist: Für die Tests müssen in Luxemburg weder die Grenzgänger noch die Einwohner etwas zahlen. Das heißt jedoch nicht, dass sie keine Kosten verursachen: Der Luxemburger Staat zahlt dafür. Die Nachfrage von L'essentiel, wieso die Grenzgänger lediglich in Luxemburg getestet werden sollen, wurde von der Saarbrücker Staatskanzlei bisher nicht beantwortet. Auch äußerte sich der Sprecher nicht dazu, dass es auch in Luxemburg nicht möglich ist, sich nach Belieben testen zu lassen. Welche Rolle die hohe Anzahl der bereits durchgeführten Tests in Luxemburg spielt, blieb ebenfalls unbeantwortet.

«Erhöhtes Risiko für eine Infektion»

Das Auswärtige Amt hatte wegen der hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus vor «nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen» ins Großherzogtum gewarnt. Die Landesregierung schloss sich dieser Empfehlung am Dienstagabend an.

In Luxemburg sei kumulativ die Neuinfiziertenzahl von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten worden, heißt es auf der am Dienstag aktualisierten Homepage des Auswärtigen Amtes zur Begründung. Das Robert Koch-Institut (RKI) listet Luxemburg mit Stand Dienstag als Gebiet, in dem «ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Sars-CoV-2 besteht».

«Vertrauen in Luxemburg»

Den Angaben auf der Webseite des Auswärtigen Amtes zufolge gibt es zwischen Deutschland und Luxemburg keine Grenzkontrollen. Trotz gestiegener Corona-Infektionszahlen hatten sich die Regierungschefs von Rheinland-Pfalz und dem Saarland am Dienstag für die Reisefreiheit zum Großherzogtum ausgesprochen.

«Die Landesregierung steht mit den Luxemburger Behörden in einem engen Austausch und hat Vertrauen, dass durch verschärfte Maßnahmen das Ausbruchsgeschehen rasch eingedämmt werden kann», hieß es am Abend aus der Staatskanzlei.

(sw/L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. von Doppelpen am 15.07.2020 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Hotelgutscheine sind ja bis Ende des Jahres nutzbar, somit kein Drama!

  • Peter am 15.07.2020 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Würde im Saarland mehr getestet ,hätte man dort auch höhere Infektionszahlen

  • leonie am 15.07.2020 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    As jo mei einfach an letzeburg well do aset jo gratis , wat en armut

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bernd am 16.07.2020 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Daat stemmt elo sou net mat den gratis Tester Testen kann sech jhust ween ugeschriwen gett. Do mecht et Saarland sech daat mol ganz liicht. Keschten gespuert ad Zuelen ginn bei hienen net heich. Lezebuerg den schwaarze Peter weider ginn. Bravo. An daat seet en Däitschen...

  • Ana Conda am 15.07.2020 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Der Stamm Nimm schlägt wieder zu. Das Saarland und Rheinland-Pfalz müssen ihren Bürgern kostenlose Tests ermöglichen.

  • Léon am 15.07.2020 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    C’est le problème des allemands , aujourd’hui j’ai vue des belges venir ce faire tester au Luxembourg .

  • Peter am 15.07.2020 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Würde im Saarland mehr getestet ,hätte man dort auch höhere Infektionszahlen

  • Die halten uns wirklich für Idioten am 15.07.2020 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche sollen sich in Luxemburg gratis testen lassen. Somit sind die luxemburgischen Zahlen hoch und Deutschland kann wegen infizierten Deutschen noch mehr Massnahmen beschliessen.