Steuergelder

22. August 2019 12:44; Akt: 22.08.2019 13:00 Print

Personalpolitik des Großherzogs im Visier

LUXEMBURG – Die Regierung will überprüfen, wie der großherzogliche Hof mit seinem Personal umgeht und hat Jeannot Waringo als Sonderbeauftragten eingesetzt.

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Die luxemburgische Regierung hat einen Sonderbeauftragten ernannt, der die Leitung des Personals des Großherzoglichen Hofes überwachen soll. (Bild: Editpress/Jgarroy)

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Der großherzogliche Hof verfügt über ein beträchtliches Vermögen. Wie viel genau, ist nicht bekannt. Erst kürzlich dementierte der Hof eine Schätzung der amerikanischen Website Business Insider, wonach Großherzog Henri 3,55 Milliarden Euro besitzen soll.

Jetzt geht es wieder ums Geld: Das Online-Medium Reporter gab am Donnerstagmorgen auf seiner Website bekannt, dass die luxemburgische Regierung beschlossen habe, die Personalpolitik des Großherzoglichen Hofes zu überwachen. Denn für die Gehälter des Personals bekommt der Hof Geld vom Staat.

Staatsgelder für einen standesgemäßen Lebenswandel

In Artikel 43 der Verfassung ist festgelegt, wie der Hof finanziell ausgestattet wird. Als «Zivilliste» bezeichnet man den jährlichen Betrag, der einem Monarchen und seinen Angehörigen aus der Staatskasse gewährt wird, d. h. wie viel Geld für die Gehälter des Personals vorgesehen ist und auch was als angemessen für die Deckung eines standesgemäßen Lebenswandels betrachtet wird. Für das Jahr 2019 beläuft sich der dem Hof vom luxemburgischen Staat zugewiesene Betrag auf 11.125.969 Euro. Davon sind 6.592.879 EUR für das Personal des Staatsoberhauptes vorgesehen.

Nach Angaben von Reporter wurden seit 2015 mehr als 30 Personen am Hof des Großherzogs entlassen oder sind freiwillig gegangen. Angesichts dieser hohen Fluktuation beschloss die Regierung einen Sonderbeauftragten einzusetzen, der das Personalmanagement am Hof überwachen soll. Dieser Sonderbeauftragte ist Jeannot Waringo. Er ist der derzeitige Vorsitzende des Verwaltungsrates der CFL und ehemaliger Direktor der Generalinspektion der Finanzen. Er soll die Personalpolitik des Hofes überprüfen und der Regierung Bericht erstatten. Liz Thielen, Sprecherin des Staatsministeriums, bestätigte diese Informationen L'essentiel gegenüber.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • néckel am 22.08.2019 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    heen soll säi stoot selver bezuehlen heen ass milliardär,wat soll dat!!

    einklappen einklappen
  • Wat soll dat do am 22.08.2019 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wann de Staat dei Leit bezillt sollen se och e Kontrakt vum Staat kreien.

  • Sandmännchen am 24.08.2019 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do fleien Schampusstepp, wann den Index geed

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandmännchen am 24.08.2019 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do fleien Schampusstepp, wann den Index geed

  • Léonie am 23.08.2019 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ech perséinlech fannen dee lafende Personalwiessel och zimlech befriemlech. Awer ech verstinn lo net ganz wat dee Personalwiessel direkt domat ze dongen huet, datt dat Personal mat deem, dem Haff zur Verfügung gestalten, Betrag u Steiergelder bezuelt gëtt. Esou wéi ech dat verstinn ass dee Betrag festgesat, an net d'Unzuel vum Personal. Géing dat eppes um Personalwiessel um Haff änneren wann déi Leit net vu Steiergelder bezuelt géife ginn?

  • Fredo am 23.08.2019 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechnet man die Personalkosten ab,bleiben pro Tag 12.418€ zum Leben. Nicht schlecht Herr Specht.

  • Julie am 23.08.2019 07:12 Report Diesen Beitrag melden

    Was sagt das über unsere Monarchie wenn jetzt ein Sonderermittler eingesetzt wird ?

  • Benni am 22.08.2019 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ass jo bal wei bei dem Amerikaner mat dem roude Kapp.