In Luxemburg

12. März 2018 11:39; Akt: 12.03.2018 11:46 Print

Petition fordert Gratis-​​Abo für Bus, Bahn und Tram

LUXEMBURG – Pendler sollen für die Nutzung des öffentlichen Transports nichts mehr zahlen – so lautet die Forderung einer Petition, die seit Montag unterschrieben werden kann.

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Seit 10. Dezember fährt wieder eine Tram in Luxemburg – in den ersten beiden Betriebsmonaten konnten Fahrgäste gratis mitfahren. (Bild: Editpress/Julien Garroy)

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Die Debatte über einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr erhält in Luxemburg neue Nahrung. Eine Petition des Initiators Pascal Clément mit der entsprechenden Forderung nach einem Gratis-Abo für Bus, Bahn und Tram ging am Montag auf der Chamber-Website online. Für die Gratistransport-Petition kann bis 23. April unterschrieben werden. Eine Petition benötigt 4500 Unterschriften, damit es zu einer öffentlichen Debatte im Parlament kommt.

Der Petent begründet sein Anliegen mit einer Verbesserung der Mobilität in Luxemburg, dessen Bevölkerung immer weiter wachse. Clément ist der Meinung, dass ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr die Attraktivität und das touristische Potenzial des Landes erhöhen könnte. Zudem könnte sich das Großherzogtum dadurch in Sachen nachhaltige Entwicklung positiv hervorheben.

Bausch gegen «Gratis-Kultur»

Die Idee ist grundsätzlich nicht neu. In Deutschland wird derzeit angesichts von drohenden Diesel-Fahrverboten in Städten über ähnliche Maßnahmen diskutiert. Infrastrukturminister François Bausch ließ in der Vergangenheit jedoch erkennen, dass er nicht allzu viel von einer «Gratis-Kultur» im öffentlichen Nahverkehr hält. Eine kostenlose Nutzung von Bus, Bahn und Tram würde den Staat jedes Jahr 30 Millionen Euro kosten, ohne dass deswegen unbedingt mehr Menschen diese Transportmittel benutzen würden. Bereits jetzt können Studenten und Schüler gratis mit den «Öffis» fahren.

Weitere Petitionen, die am Montag zur Unterschrift freigeschaltet wurden, betrafen die Aufhebung der Leistungsbegrenzung (70 kW) für den Führerschein A2, einen neuen Rechtsrahmen für Glücksspiele in den Einrichtungen der Horesca, Anpassung der öffentlichen Toiletten für Windelträger, Aufhebung der halbjährlichen Zeitumstellung, Verbot von Gratis-Pornos, Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, Überarbeitung der Notargebühren für Immobilienkäufe sowie die Erhaltung der Bäume entlang der künftigen Tram-Strecke in Luxemburg-Stadt.

(pp/jt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Winnie Pooh am 12.03.2018 15:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech fannen daat eng gudd Saach, ech geing ma dann an Zukunft och mei oft iwwerleen, Bus a Co. och fir Strecken ze huelen, dei ech bis elo ausschleißlech mam Auto fueren.

  • Gerard am 12.03.2018 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    An Pensionären soulang ech muss den öffentlichen Transport muss bezuelen , fueren ech mam Auto,ech bezuelen dach net op zwou Plazen Punkt

  • den Letzb. am 12.03.2018 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    ech sin och ganz dofir mee dann sollen se awer net herno kommen an Steieren erop setzen Geld muss jo egal wéi erem eran kommen (well et gin jo och nach Leit deenen den öffentl. Transport egal ass déi deen gur net mussen hun )

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kevin am 13.03.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    An ech well och gär gratis tanken !

  • Sonneblum am 13.03.2018 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ich sehe jeden Tag, ausser zu Stosszeiten, leere Busse vorbeifahren. Kostet dies den Steuerzahler nichts? Hat man in den 30 Millionen auch aktuelle Kosten (Kontrolleure, kostspieliges Fahrkartensystem,...) dagegengehalten? Aber Bausch ist schon lange kein "Grüner" mehr...

  • leitcon am 13.03.2018 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sou lang ech vier Bussen muss bezuelen fueren ech weider mat mengem bellegen stenkegen Diesel !

  • inox am 12.03.2018 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratis Kultur gegen Bausch

  • Lux am 12.03.2018 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ne 1.2 Milliarden