In Luxemburg

08. August 2018 09:01; Akt: 08.08.2018 10:20 Print

Petition fordert Nummernschilder für Radler

LUXEMBURG – Seit heute stehen wieder etliche Petitionen zur Unterschrift bereit. Eine fordert Nummernschilder für Fahrräder, eine andere Entschädigung bei Zugausfällen.

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Bei Zugausfällen und Verspätungen sollen die Nutzer mit der Erstattung des Fahrpreises entschädigt werden, fordert ein Petent. (Bild: Editpress)

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Seit dem heutigen Mittwoch stehen acht Petitionen zur Abstimmung auf der Internetseite der Chambre des Députés bereit. Bis zum 19. September können diese unterschrieben werden. Erhält eine Petition mehr als 4500 Unterschriften muss sich die Chamber damit befassen. Diese acht Petitionen stehen zur Unterschrift bereit.

Eine Petition (Nummer 1048) fordert das vollständige Transportverbot lebender Tieren in Luxemburg. Der Petent begründet das damit, dass die Tiere «nicht ordnungsgemäß transportiert werden». Dies sei insbesondere in den heißen Sommermonaten oder bei Unfällen mit Tiertransportern ein Problem.

Widerruf, pünktliche Züge, Strafe für Autofahrer

Eine weitere Petition (Nummer 1060) fordert ein siebentägiges Widerrufsrecht bei Vertragsunterzeichnungen. Dies sei notwendig, da in Werbespots häufig suggeriert werde, ein Angebot sei nur kurzfristig gültig. Damit locke man arglose Kunden in eine Falle, aus der es nur mit dem geforderten Widerrufsrecht ein Entkommen gebe.

In einer dritten Petition (Nummer 1063) wird gefordert, dass Maßnahmen ergriffen werden sollen, um Züge pünktlicher und die Statistiken über Verspätungen und Zugausfälle transparenter zu machen. Außerdem soll der Fahrpreis in diesen Fällen zurückerstattet werden.

Petent Nummer vier fordert in seiner Eingabe (Nummer 1067), dass Autofahrer, die eine Kreuzung blockieren mit 145 Euro Strafe und zwei Punkten Abzug auf dem Führerschein belangt werden sollen.

Tropische Krankheiten, Lehrerausbildung, Schutz vor Konkursen

Die nächste Einreichung (Nummer 1071) hat sich zum Ziel gesetzt, eine wirksame Bekämpfung der Tigermücke in Luxemburg zu erreichen. Diese gilt als Überträgerin von tropischen Krankheiten wie dem Dengue-Nil-Fieber und Chikungunya. Deshalb sollen nach Willen des Petenten unter anderem Studien zur Ansiedlung des Krankheitsüberträgers in verschiedenen Regionen im Land durchgeführt und Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung gestartet werden.

Um eine gerechtere Vergabe von Lehrerstellen in Luxemburg zu erreichen, fordert ein weiterer Petent in seiner Eingabe (Nummer 1072) eine Bevorzugung von professionellen Pädagogen bei der Vergabe von Lehrerstellen vor denjenigen, die eine 216-stündige Ausbildung absolviert haben. «In den 216 Stunden Ausbildung werden diese Menschen nie alles über Pädagogik, Methodik und Didaktik lernen können, was sich andere in vier Jahren angeeignet haben», so der Petent.

Geht ein Unternehmen Konkurs, hängen daran nicht nur Arbeitsplätze und Geldverlust, es sind auch diejenigen betroffen, die auf Leistungen des Unternehmens gesetzt und sogar schon eigenes Geld investiert haben. Deshalb fordert ein Petent in seiner Eingabe (Nummer 1073) die Entschädigung von Privatpersonen, sollte ein Bauunternehmen während der Errichtung eines Eigenheims Konkurs anmelden. Das soll Verbraucher vor Geldverlusten schützen.

Reglementierung von Radfahrern

Die letzte Petition (Nummer 1074) fordert Nummernschilder für Fahrräder auf Luxemburgs Straßen. Durch diese wäre es möglich eine Anzeige bei den Behörden zu stellen, sollte sich ein Fahrer entgegen der geltenden Verkehrsordnung verhalten. Derzeit sei es unmöglich einen Radfahrer zu identifizieren, «wenn er ein Auto zerkratzt oder andere Schäden verursacht», so der Wortlaut der Petition. Auch bei einem Unfall mit Verletzten würde die Identifikation des Fahrer Vorteile gewähren.

Bereits im Mai hatte ein Petent die Einführung von Nummernschildern für Radler in Luxemburg gefordert, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Zuwiderhandlungen gegen den Code de la Route ahnden zu können. Außerdem forderte er damals die Einführung einer Steuer für die Straßennutzung von Radfahrern sowie die Einhaltung eines Mindestabstands zu anderen Verkehrsteilnehmern.

(dix/L’essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 08.08.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    En Belgique ça existe

  • luc lukes am 08.08.2018 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Den Schrott hatten ser schon 1990 zu Lichtenstein. Besser waer et freiwelech en Chip mat Empfanger anzebauen.FREILECH.Mei Gesetzer feiern das emmer mei Gesetzer net angehallen ginn.

  • Patrick F am 08.08.2018 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Nummer 1074, gudd initiativ, mecht sënn

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Die neusten Leser-Kommentare

  • luc lukes am 08.08.2018 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Den Schrott hatten ser schon 1990 zu Lichtenstein. Besser waer et freiwelech en Chip mat Empfanger anzebauen.FREILECH.Mei Gesetzer feiern das emmer mei Gesetzer net angehallen ginn.

  • Léon am 08.08.2018 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    En Belgique ça existe

  • Patrick F am 08.08.2018 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Nummer 1074, gudd initiativ, mecht sënn

    • Radfahrer am 08.08.2018 15:13 Report Diesen Beitrag melden

      ... damit könnte man besser erkennen, welcher Radfahrer gerade von einem Auto/Bus/LKW an- oder überfahren wurde. Der nächste Schritt sind dann Nummernschilder für Fussgänger ...

    • streff john am 09.08.2018 18:15 Report Diesen Beitrag melden

      an all joer mat dem velo an kontrol,abgasen vun den e-bikes mossen.mir mussen dach dee lästig velofohrer vun der stross ereof kreien,sie henneren jo nemmen.vive den auto an seng pollutiun,dat richt esou richtig no freiheet,velofohrer joen meecht besoffen mam auto besonnech spaas.

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  • Sidonie am 08.08.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ech sin keen Veganer,awer deen Gestank vum Schwengsstall bei eis am Duerf,bei deer Hetzt daat geet nöt. Haut den Moien woar den Camion vum Schwunnendall bei all Bauer,waat en Armut.An dann mussen nach Schwein aus Amerika kommen fir dat mir hei Haam sollen hun,allez,do as eppes futti am Geliets.

    • Jang am 08.08.2018 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      Do freet een sech op den Bauerebetrib schonns am Duerf war, éit dir gebaut huet. Iergendwéi mussen Déierenoffäll jo entsuergt ginn oder..

    • Sidonie am 08.08.2018 17:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Jang Nee mir waren virdrun do,an et ass eng grouss Sauerei.

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  • Lol am 08.08.2018 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn

    • Patrick W. am 08.08.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

      Et as absolut keen Blödsinn well et steet esou, am Landwirtschaftsministerium sengem Magazin “GUDD!”.

    • Patrick W. am 08.08.2018 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      GUDD! #3 November 2017 (édition Maison Moderne)

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