Corona in Luxemburg

04. Dezember 2020 16:52; Akt: 04.12.2020 16:52 Print

Pflegepersonal soll prioritär geimpft werden

Xavier Bettel und Paulette Lenert sind am Freitag vor die Presse getreten, um die Luxemburger Impfstrategie genauer vorzustellen. Ein genaues Startdatum steht noch nicht fest.

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Luxemburg setzt auf eine zentralisierte Impfstrategie. (Bild: L'essentiel)

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Premierminister Xavier Bettel (DP) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) sind am Freitagnachmittag erneut vor die Presse getreten. Anders als erwartet, ging es nicht um Lockerungen der Maßnahmen während der Feiertage. Entscheidungen diesbezüglich könne man erst nächste Woche erwarten, erklärte Xavier Bettel und betonte, dass er den Menschen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine falschen Hoffnungen machen wolle.

Auf der Tagesordnung stand an diesem Nachmittag die Luxemburger Impfstrategie. Die Minister informierten gleich zu Beginn darüber, dass die Vorschläge der Ethikkommission großen Zuspruch im Regierungsrat bekommen haben. Konkret heißt dies, dass das Großherzogtum auf eine zentralisierte Impfstrategie zurückgreifen wird. Ähnlich wie beim Large Scale Testing wird es bis zu fünf Stationen im Land geben, in denen man sich gegen das Coronavirus impfen lassen kann.

Fünf Impfzentren im Großherzogtum

Das erste Zentrum in der Hall Victor Hugo sei bis zum 15. Dezember bereits für die Inbetriebnahme bereit. Weitere Impfstationen werden in Belval, am Findel und in Ettelbrück geplant. Im Osten sei man derzeit noch auf der Suche nach dem richtigen Standort. Zusätzlich würden sechs Teams aufgestellt, die Risikopatienten in Krankenhäusern, Pflege- und Altersheimen impfen sollen.

Wie beim Large Scale Testing werden Einladungen an Bürger und Grenzgänger versandt, um einen Impftermin zu vereinbaren – auf freiwilliger Basis und umsonst. Prioritär wird in der Anlaufphase das Gesundheits- und Pflegepersonal geimpft, auch hier werden Einwohner und Grenzpendler gleichermaßen berücksichtigt. Allerdings gilt für sie genauso wie für den Rest der Bevölkerung keine Impfpflicht. Weitere Prioritäten könne man derzeit noch nicht nennen, da noch nicht bekannt sei, wie viele Impfdosen tatsächlich zur Verfügung stehen werden. Die Entscheidung, den Impfstoff gratis zur Verfügung zu stellen erklärt der Premierminister wie folgt: «Es geht darum, die Allgemeinheit zu schützen, deshalb soll auch die Allgemeinheit davon profitieren können».

« Die Sicherheit des Impfstoffes steht im Vordergrund »

Wann genau der erste Impfstoff im Großherzogtum eintrifft, steht derzeit allerdings noch nicht fest. Bislang geht die Regierung davon aus, dass das Verfahren Ende 2020 oder Anfang 2021 anlaufen könnte, doch ein konkretes Datum zu nennen, sei spekulativ. Man warte zudem auf die nötigen Zulassungen, um sich von der Sicherheit der Impfstoffe zu vergewissern. «Es ist wichtig, dass wir uns Zeit lassen. Es muss präzise gearbeitet werden. Die Sicherheit des Impfstoffes steht im Vordergrund», sagt Bettel. Es ginge auf keinen Fall darum, als erstes Land Impfungen durchzuführen. «Es ist besser, zwei Wochen länger zu warten, als ein unnötiges Risiko einzugehen», sind sich Bettel und Lenert einig.

Da die Arzneimittel nicht wie bislang angenommen in Dosen, sondern in großen Behältern geliefert werden, bleibt abzuwarten, wie viele Dosen im Endeffekt eintreffen. Auch das Impfverfahren spiele hier eine zentrale Rolle. Muss ein Impfstoff mehr als einmal verabreicht werden, können weniger Personen davon profitieren. Allerdings stelle man sicher, dass Menschen, die einen solchen Impfstoff gespritzt bekommen, gleich einen zweiten Termin bekommen, um die Wirksamkeit des Stoffes garantieren zu können.

«Die Hoffnung auf Impfstoffe ist die Hoffnung auf ein Licht am Ende des Tunnels. Doch dieses Licht ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht da. Die kritischen Monate kommen noch. Der Januar und der Februar werden noch einmal eine Herausforderung», erklärte die Gesundheitsministerin zum Abschluss und appellierte nochmal an die Solidarität der Bevölkerung. Die Mortalitätsrate sei weiterhin beunruhigend und man hoffe, diese mit dem Anlauf der Impfphase wieder senken zu können.

(Liz Mikos/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nico am 04.12.2020 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts konkretes. Die Regierung ist noch immer in der Soll und Planungsphase. Wer soll zuerst geimpft werden und wir sind dabei Impfcenter aufzubauen. Wenn der Impfstoff bei uns ankommt ist die Regierung noch immer beim „soll“ und beim „planen“ Wir sollten über die Impfstoffe informiert werden. Wann ? Sicher während der Impfung auf die Schelle. So können wir wenigsten keine Fragen stellen. Und wenn, ist die Person die uns die Spritze verabreicht auch nicht informiert. Das alles, die Zahlen der täglichen Infektionen und der Toten beunruhigt uns immer, mit RECHT, MEHR. Ich glaube so langsam die Regierung erzählt uns nicht alles oder nur teilweise.

  • mp3 am 04.12.2020 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    -Keng impfung do dann geet kritiseiert... -Impfung kennt eraus geet geschaut ech well dei net... -Impfung ass freiwelleg, dann geet och gemeckert firwat dei dann freiwelleg ass XD Et gin wirkleg komesch leit, nie zefridden, mat neicht. Et gin leit dei wirkleg lamentable.

  • svendorca am 04.12.2020 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Stichwort Impfung: warum besteht die Regierung auf eine freiwillige Impfung?..um wenn was schief läuft nicht als Deep dazu stehen!.. Politik halt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zwangsimpfung am 09.12.2020 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    mit gen-manipuliertem Impfstoff!

  • mp3 am 04.12.2020 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    -Keng impfung do dann geet kritiseiert... -Impfung kennt eraus geet geschaut ech well dei net... -Impfung ass freiwelleg, dann geet och gemeckert firwat dei dann freiwelleg ass XD Et gin wirkleg komesch leit, nie zefridden, mat neicht. Et gin leit dei wirkleg lamentable.

  • Nico am 04.12.2020 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist doch klar. Das Durcheinander das später durch die Nichtgeimpften und die Geimpften klärt die Regierung später. Da wir so gut aufgeklärt sind stellt sich unteranderem die Frage sind die alle Geimpften wirklich dann 90 - 94,5 % immun. Was passiert dann wenn ein Geimpfter in der überfüllten Notaufnahme neben einem Nichtgeimpften sitzt. Bei einem Unfall wo ein Nichtgeimpfte ins Spital eingeliefert wird. Da gibt es hunderte von Beispielen und Fragen und niemand kennt die Antworten. Ich weiss auch dass die die Regierung nicht alles lösen kann. Sie kann sich aber jetzt schon Gedanken darüber machen, und nicht erst wenn wir wieder vor dem Abgrund stehen. Kommissionen und Experten haben wir ja genug.

  • Nico am 04.12.2020 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts konkretes. Die Regierung ist noch immer in der Soll und Planungsphase. Wer soll zuerst geimpft werden und wir sind dabei Impfcenter aufzubauen. Wenn der Impfstoff bei uns ankommt ist die Regierung noch immer beim „soll“ und beim „planen“ Wir sollten über die Impfstoffe informiert werden. Wann ? Sicher während der Impfung auf die Schelle. So können wir wenigsten keine Fragen stellen. Und wenn, ist die Person die uns die Spritze verabreicht auch nicht informiert. Das alles, die Zahlen der täglichen Infektionen und der Toten beunruhigt uns immer, mit RECHT, MEHR. Ich glaube so langsam die Regierung erzählt uns nicht alles oder nur teilweise.

  • svendorca am 04.12.2020 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Stichwort Impfung: warum besteht die Regierung auf eine freiwillige Impfung?..um wenn was schief läuft nicht als Deep dazu stehen!.. Politik halt.

    • @svendorca am 04.12.2020 19:15 Report Diesen Beitrag melden

      Nein, damit Leute wie Du die Impfung verweigern können.

    • Freue dich am 09.12.2020 14:50 Report Diesen Beitrag melden

      @svnen........... so was gibt es nicht in einer Diktatur, darum wird es Impfzwang geben!

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