Ansiedlung in Luxemburg

26. Februar 2018 07:11; Akt: 26.02.2018 07:10 Print

Plan für Joghurt-​​Fabrik wird genau durchleuchtet

LUXEMBURG - Die griechische Molkerei-Gruppe Fage will eine neue Fabrik in Luxemburg errichten. Die Akte liegt nun in den Händen der Gewerbeaufsicht ITM und des Umweltamts.

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Luxemburgische Milchbauern bezweifeln, dass die zukünftige Fabrik sich mit hierzulande hergestellter Milch versorgen wird.

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Die Ansiedlung der griechischen Molkerei Fage in Luxemburg nimmt weiter Form an – obwohl Wirtschaftsminister Étienne Schneider (LSAP) und Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) bezüglich des hohen Wasserbedarfs der Firma bekanntlich unterschiedliche Standpunkte vertreten.

«Das Dossier wird im Rahmen eines betriebsrechtlichen Genehmigungsverfahrens (Commodo-Incommodo-Prozedur) geprüft», teilt das Wirtschaftsministerium auf Nachfrage mit. Konkret liegt die Akte in den Händen der luxemburgischen Gewerbeaufsicht ITM und des Umweltamts. Die Beamten prüfen Aspekte wie Sicherheit auf dem Arbeitsplatz und mögliche Umweltrisiken (Wasser, Abfall, Lkw-Verkehr). Wird die Genehmigung erteilt, kann ein Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung bei den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden Düdelingen und Bettemburg gestellt werden.

Billige Milch aus Osteuropa?

Auch die Frage, woher die Molkerei Milch beziehen wird, wurde aufgeworfen. Pro Jahr benötigt Fage in Luxemburg rund 180.000 Tonnen Milch für seine Produktion. Als Partner soll dem Vernehmen nach Luxlait fungieren, die Agrargenossenschaft will sich allerdings zu dem Thema derzeit nicht äußern.

Die Milchbauern wiederum scheinen sich offensichtlich nicht großartig mit Fage zu beschäftigen. «Wir sind verträglich verpflichtet, unsere Milch an die Molkereien zu liefern. Ich bezweifle sogar, dass Fage bei den Molkereien hierzulande kaufen wird. Sie werden für Milch nicht 37 Cent pro Liter zahlen, wenn sie auf den internationalen Spotmärkten (Produktionsüberschuss) oder in Osteuropa einen Preis von 18 Cent bekommen können», sagt Guy Diederich, Präsident der Vereinigung Luxemburger Milchbauern (LDB).

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guy M. am 26.02.2018 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    ich würde die Betriebsgenehmigung nur vergeben, wenn die Milch für die Herstellung auch in Luxemburg eingekauft wird...

  • Lux am 26.02.2018 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da gibt es nichts zu DURCHLEUCHTEN!

  • och eng Wourecht am 26.02.2018 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Na, man wird schon Argumente finden um eine Fabrik abzulehnen welche einen Mehrwert produziert. Dann lieber Bäume umsägen und el. Energie verschwenden damit unnütze Daten und schlechte Selfies gespeichert werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • nico am 21.07.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Da war doch schon alles beschlossen als die Firma die Grundstücke gekauft hatte

  • och eng Wourecht am 26.02.2018 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Na, man wird schon Argumente finden um eine Fabrik abzulehnen welche einen Mehrwert produziert. Dann lieber Bäume umsägen und el. Energie verschwenden damit unnütze Daten und schlechte Selfies gespeichert werden.

  • Guy M. am 26.02.2018 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    ich würde die Betriebsgenehmigung nur vergeben, wenn die Milch für die Herstellung auch in Luxemburg eingekauft wird...

  • Lux am 26.02.2018 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da gibt es nichts zu DURCHLEUCHTEN!

  • Leon am 26.02.2018 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Belle farce,on peut aussi mentir et trafiquer les rapports comme tout les gouvernements le font.