Polizeibericht

25. September 2019 13:11; Akt: 25.09.2019 13:19 Print

Polizei greift 2x täglich bei häuslicher Gewalt ein

LUXEMBURG – Ein Bericht, der am Mittwoch vorgestellt wurde, zeigt, dass die Polizei 2018 in Fällen von häuslicher Gewalt 739 Mal intervenieren musste. Das ist mehr als 2017.

storybild

Im Jahr 2018 wurden in Luxemburg insgesamt 1089 Opfer häuslicher Gewalt betreut.

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Gewalt ist weder eine Normalität noch eine Banalität. Das ist inakzeptabel», betonte Gleichstellungsministerin Taina Bofferding am Mittwochmorgen, als sie den Jahresbericht über die Bekämpfung von Gewalt, insbesondere häuslicher Gewalt, vorlegte. Im Jahr 2018 intervenierte die Polizei 739 Mal wegen häuslicher Gewalt, also fast zweimal täglich. Das sind drei Prozent mehr als noch im Jahr 2017.

Mehr als 66 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt in Luxemburg sind Frauen und 33 Prozent Männer, heißt es im Bericht. Insgesamt mussten im vergangenen Jahr 1089 Opfer von diesen 739 Einsätzen betreut werden. Die Regierung erklärt, dass Gewalt neben den direkten Beteiligten auch zu Kollateralopfern führen kann, insbesondere bei den anwesenden Kindern.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 869 Fälle von häuslicher Gewalt an die Staatsanwaltschaft verwiesen. Deshalb hat das Ministerium am Mittwoch eine neue Sensibilisierungskampagne und den Start der Website violence.lu vorgestellt. «In Luxemburg stärken wir die Dienste, die Konsultationen anbieten. Das Großherzogtum leistet im Vergleich zu anderen Ländern innovative Arbeit», erklärt die Ministerin, deren Ziel es ist, die Bevölkerung über diese physische und psychische Gewalt zu informieren.

(mm/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.