Nach Demo-Krawallen

05. Dezember 2021 14:32; Akt: 05.12.2021 15:24 Print

Polizei ist bereit, die Vorgehensweise anzupassen

LUXEMBURG – Nach der Demonstration, die am Samstag eskalierte, wird die großherzogliche Polizei eine Untersuchung einleiten und möglicherweise ihre Organisation anpassen.

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«Das Recht zu demonstrieren ist unbestritten, aber was am Samstag in der Hauptstadt passiert ist, ist inakzeptabel», sagte Henri Kox (Déi Gréng), Minister für Innere Sicherheit, am Sonntag auf einer Pressekonferenz am Tag nach der Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen. Er verurteilte das Verhalten «einer kleinen Minderheit, die Vandalismus betrieben und die Bevölkerung verängstigt hat, insbesondere Familien, die auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt waren». Einige Demonstranten hatten sich gewaltsam Zutritt zum Weihnachtsmarkt verschafft, auf dem die 3G-Regeln gelten. Anschließend hätten Protestierende versucht, in das Abgeordnetenhaus einzudringen.

Das Polizeiaufgebot «war im Vorfeld der Demonstration aufgrund der uns bekannten Informationen verstärkt worden», sagt Philippe Schrantz, Generaldirektor der großherzoglichen Polizei. Genaue Zahlen zur Zahl der eingesetzten Beamten nannte Schrantz nicht. Nunmehr wurde innerhalb der Polizei eine Untersuchung eingeleitet, um zu analysieren, was am Samstag funktioniert hatte und was verbessert werden muss. «Die Ergebnisse werden so schnell wie möglich vorliegen, wahrscheinlich am Montag», so der Generaldirektor.

Keine Verletzten

Die Behörden sind zufrieden, dass es keine Verletzten gab. «In anderen ausländischen Ländern eskalieren Demonstrationen gegen Gesundheitsmaßnahmen regelmäßig und es kommt zu Verletzten. Zum Glück ist das bei uns noch nicht passiert», so Henri Kox. Das Ziel war es, «ein Gleichgewicht zu finden, ohne panisch zu reagieren», sagte Thierry Fehr, Einsatzleiter der Polizei. Die Minister Xavier Bettel und Corinne Cahen, vor deren Wohnhäusern sich ebenfalls erneut Protestierende versammelten, «befanden sich zum Zeitpunkt des Geschehens nicht zu Hause und wurden nicht gefährdet».

Bei einem solchen Ereignis hätten theoretisch das Tragen von Masken und Abstände vorgeschrieben werden müssen. Aber «diese Maßnahmen in diesem Kontext strikt durchzusetzen, ist sehr schwierig und kann sich sogar als kontraproduktiv erweisen», sagte Minister Kox. Es sei nicht ausgeschlossen, dass diese Anordnungen geändert werden, sagte Generaldirektor Schrantz mit Blick auf künftige Corona-Demonstrationen.

(JG/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jean-paul am 05.12.2021 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    waasserwerfer missten bei desem wieder schnell hëllefen dass d'leit sech berouegen. dei hun jo keng angscht vir enger "erkältung", also net problematesch

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  • b. am 05.12.2021 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    armt Letzebuerg...ech keint katzen... Diktatur ? waat en braah ! Gidd mol an weissrussland protesteieren...do ginn et der mam kneppel op d sabel an färdech...an hei ? mier kucken, mier analyseieren...bla bla...gutt daat keen verletzt gin ass mat deenen domme steppler

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  • Jacques am 05.12.2021 22:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wann mir eng Diktatur hätten. wéi déi ënnerbeliichten Schwurbler behaapten, dann hätte mer keng 2.000 Demonstranten méi 2.000 Vermësster ...

Die neusten Leser-Kommentare

  • mayday am 06.12.2021 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    oh Hilfe. und wo waren diese selbsternannten Moechtegernfreiheitskaempfer als die Senioren wie Kriminelle in ihre Zimmer isoliert wurden mit 20min Besuchserlaubnis pro Woche? die nicht dringlichen Faelle von Menschen die nicht sofort behandeltt werden konnten und jetzt mit Folgeschaeden , Langzeitschaeden , Konsequenzen wie Armutsrisiko leben muessen? Ich bin eine dieser Kollateralschaeden , ja mir platzt der Kragen aber es gab keine andere Loesung ok vielleicht sollte das eine Lektion sich fuet die Zukunft auf solche Faelle zu ruesten? Impfpflicht bitte. danke

  • Marc am 06.12.2021 11:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Genug=Genug, Gudden Kommentar Sin och dobäi!

  • Selbstzahler am 06.12.2021 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Die Ungeimpften müssten ihre Behandlungskosten wegen grober Fahrlässigkeit selbst zahlen. Aber die meisten werden ohnehin von staatlichen Stützen leben.

  • Genug=Genug am 06.12.2021 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Angst, nicht nur die Polizei wird seine Vorgehensweise ändern... Auch Geimpfte Leute platzt so langsam der Kragen! Nur weiter so! Aber dann nicht wundern, wenn in Zukunft faule Eier in Richtung Demonstranten geworfen werden, es reicht mit dem Kinderkram, werdet endlich Erwachsen und denkt an die andern! Wir sind es solchen Egoisten satt!

    • Yessss am 06.12.2021 10:36 Report Diesen Beitrag melden

      Ich wäre dabei :)

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  • JOHNNY am 06.12.2021 06:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ @JOHNNY Ech weess vun Persounen aus dem Koleegenkrees, >60Joer, vulneravel Grouppe also, dei geboostert gestuerwe sinn.. An et ass jo vir vulnerabel Persounen ze schützen. Dei waren geschützt a ginn als Eenzelfall klasseiert. Ech zielen mech mat 40Joer net zu den vulnerablen Persounen well ech de Virus och schon hat.